Notfallversorgung

„Die Grundrichtung findet unsere Zustimmung"

Statement des MB-Vorsitzenden Rudolf Henke zu den SVR-Empfehlungen

08.09.2017 – Neue Strukturen in der Notfallversorgung müssen zu den Menschen passen, die in diesen Strukturen arbeiten. Daran werden sich auch die Empfehlungen des Sachverständigenrats Gesundheit messen lassen müssen. Die Grundrichtung stimmt und findet unsere Zustimmung: Zentrale Anlaufstellen und ein koordiniertes Vorgehen der Beteiligten können die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten und eine medizinisch sinnvolle Inanspruchnahme der Notfallversorgung fördern. In vielen Regionen gibt es inzwischen vielversprechende Ansätze durch die Etablierung von Notdienstpraxen im oder am Krankenhaus.

Bei der vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen Rund-um-die-Uhr-Versorgung stellt sich zwangsläufig die Frage, wie das Patientenaufkommen in den Integrierten Notfallzentren bewältigt werden kann und welche personellen Ressourcen dafür nötig sind. Theorie und Praxis sind nicht dasselbe: Deshalb muss bei jeder Neukonzeption auch zwingend mit berücksichtigt werden, wie neue Strukturen mit Leben gefüllt werden können.

Unser Ziel ist es, die Notaufnahmen in den Krankenhäusern so zu entlasten, dass die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte sich um die Patienten kümmern können, die auch wirklich eine Behandlung durch das Krankenhaus benötigen.