Am 20. Februar 2026 waren rund 330 Beschäftigte der Lausitz Klinik Forst – darunter etwa 60 Ärztinnen und Ärzte – im Rahmen einer gemeinsamen Aktion von MB Berlin/Brandenburg, ver.di und dem DGB zu einer aktiven Mittagspause vor dem Krankenhaus aufgerufen.
Ziel war es, ein starkes Zeichen für den Erhalt des Klinikstandorts und gegen drohende Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu setzen.
Die Klinik steht vor einem Trägerwechsel von der Ernst-von-Bergmann-Gruppe (welche 51 Prozent der Anteile hält) zum Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin. Trotz steigender Inflation plant der künftige Mehrheitseigentümer, das Diakonissenhaus, die bestehenden Tarifbedingungen zu verschlechtern – ein Schritt, den wir als Gewerkschaft und Berufsverband nicht akzeptieren.
Unsere Mitglieder im Marburger Bund haben sich klar gegen Lohnsenkungen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen ausgesprochen. Mit der Aktion konnten wir ein deutliches Signal setzen, dass wir für die Sicherung des Klinikstandorts, faire Arbeitsbedingungen und die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum einstehen.
Mit Blick auf den nächsten Verhandlungstermin am 09. März bleibt unsere Position unverändert: Wir sind weiterhin gesprächsbereit, werden aber keine Verschlechterungen der aktuellen Arbeitsbedingungen akzeptieren. Es gilt sicherzustellen, dass die Belange der Ärzteschaft im Zuge des potentiellen Trägerwechsels nicht auf der auf der Strecke bleiben.
