Betriebsratswahlen 2018

Nachgefragt bei Johanna Grimme

Betriebsratsmitglieder im Porträt

von Stephanie Walter

Hannover/Neustadt a. Rbge., 07.07.2017 – Johanna Grimme ist Ärztin in der Weiterbildung (z. Zt. In Elternzeit) am KRH Klinikum Neustadt am Rbge. Wir haben mit ihr über die Motivation für ihr Engagement im Betriebsrat gesprochen.

Zu meiner Person

Ich bin seit 2014 im Betriebsrat aktiv. Freigestellt bin ich nicht und aktuell werde ich vertreten, da es mir in der Elternzeit nicht möglich war/ist, regelmäßig an den Sitzungen teilzunehmen.

Was motiviert Sie zu Ihrer Arbeit im Betriebsrat?

Motiviert zur Mitarbeit hat mich vor allem die Tatsache, dass Ärzte generell und Ärzte in der Weiterbildung im Besonderen wenig bzw. gar nicht im Betriebsrat vertreten waren.

Warum ist der BR wichtig?

Gerade in Zeiten des Personalabbaus und der schleichenden Privatisierung ist der BR ein wichtiges Gremium, um als Mitarbeiter das Mitbestimmungsrecht wahrzunehmen. Dabei ist es vor allem wichtig langfristige Entwicklungen im Betrieb kontinuierlich und kompetent zu begleiten. 

Was haben Sie im/gemeinsam als BR bewegt?

Wir haben im Betriebsrat in den letzten Jahren besonders die sorgfältige Dienstplanprüfung zu unserer Aufgabe gemacht. Wir können so sofort auf Planungsengpässe aufmerksam machen und dabei die Ursachen wie Personalmangel und mangelndes Ausfallzeitenmanagement zur Sprache bringen.

Werden Sie wieder kandidieren? Warum?

Ich möchte gerne wieder kandidieren, da ich es wichtig finde, die Interessen der jungen Ärzte im Betriebsrat zu vertreten. Diese sind aktuell leider in den Betriebs- und Personalräten sowie in den Mitarbeitervertretungen meist noch unterrepräsentiert. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, sich in den entsprechenden Gremien im Betrieb sowie auch außerhalb zu engagieren, um langfristig eine Entwicklung des Arbeitsplatzes Krankenhaus in Hinblick auf die Bedürfnisse der jungen Kolleginnen und Kollegen bewirken zu können. 

Frau Grimme, vielen Dank für das Gespräch.

 Dieses Interview erschien zuerst in der Marburger Bund-Zeitung.


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