Mit MENT.IN.MED startet der Marburger Bund Schleswig-Holstein eine langfristig angelegte Initiative zur seelischen Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten. Ziel ist es, psychische Belastungen im ärztlichen Berufsalltag stärker in den Fokus zu rücken, Stigmatisierung abzubauen und Impulse für einen offeneren Umgang mit mentaler Gesundheit in der Medizin zu geben.
Die Initiative möchte das Thema fachlich fundiert, praxisnah und berufspolitisch relevant begleiten. Dabei geht es nicht nur um individuelle Belastbarkeit, sondern auch um Arbeitsbedingungen, Führungskultur, Teamkommunikation und die Frage, wie ein gesundes Arbeiten im Gesundheitswesen langfristig ermöglicht werden kann.
„Mit MENT.IN.MED wollen wir das Thema aus der Tabuzone holen und dauerhaft auf die Agenda setzen. Wer täglich Verantwortung für andere übernimmt, braucht selbst gesunde Arbeitsbedingungen und einen offenen Umgang mit psychischer Belastung“, sagt Victoria Witt, Vorstandsmitglied im Marburger Bund Schleswig-Holstein.
„Viele Ärztinnen und Ärzte erleben, dass sie funktionieren müssen – oft über die eigenen Grenzen hinaus. Gleichzeitig fehlt es vielerorts noch an einer offenen Kultur, in der Belastung angesprochen werden kann. Genau hier möchten wir ansetzen“, ergänzt ihre Vorstandskollegin Sylvia Hakimpour-Zern.
Den Auftakt von MENT.IN.MED bildet am 7. Oktober 2026 eine digitale Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Reihe DocSteps Digital unter dem Titel:
„Mentale Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten: Belastung, Stigma und Wege zur Unterstützung“
Die Veranstaltung beleuchtet die psychische Belastung im Arztberuf aus unterschiedlichen Perspektiven und thematisiert unter anderem psychotherapeutische Aspekte, Präventionsansätze sowie Unterstützungsangebote. Zudem soll diskutiert werden, wie mehr Offenheit im Umgang mit psychischer Belastung im medizinischen Alltag gelingen kann.
Im Anschluss an die Fachimpulse sind die Teilnehmenden eingeladen, sich an einer moderierten Diskussion zu beteiligen und eigene Fragen einzubringen.
Die Veranstaltung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen und Karrierestufen, Medizinstudierende sowie Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen.
Veranstaltungsdaten
7. Oktober 2026
19:00 bis ca. 20:30 Uhr
