09/2016

Aktuelle Ausgabe
01. Juli 2016

  • Protest

    Ärzte ohne Grenzen verzichtet auf EU-Gelder

    Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen setzt ein klares Zeichen gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Aus Protest gegen die Abschottungspolitik werde sie keine Mittel mehr bei der EU und ihren Mitgliedstaaten beantragen, teilte die Hilfsorganisation Mitte Juni in Brüssel mit. „Wir sehen in unseren Projekten jeden Tag, welches Leid die aktuelle EU-Politik verursacht“, so Florian Westphal, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

  • KBV

    Minister Gröhe entsendet Beauftragten

    Alle Beschlüsse waren vergebens. Obwohl die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Mai grünes Licht für die Abwicklung ihrer nicht rechtskonformen Immobiliengesellschaft, der Apo-KG, sowie für die Rückforderung rechtswidriger Pensionszahlungen gegeben hatte, schickt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ihr nun einen Beauftragten ins Haus.

  • Deutscher Caritasverband

    MB entsendet Gewerkschaftsvertreter

    Am 1. Januar 2017 beginnt die neue Amtsperiode für die Mitglieder der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission (ak.mas), die bis Ende des Jahres 2020 dauert. Die ak.mas-Mitglieder werden von den Mitarbeitervertretungen der Einrichtungen gewählt, in denen das Arbeitsrecht der Caritas zur Anwendung kommt. Die Wahl muss bis zum 28. Oktober 2016 durchgeführt werden.

  • Krankenhausfinanzierung

    Wirtschaftliche Lage weiter angespannt

    Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland ist nach wie vor angespannt, es zeichnet sich allerdings ein Silberstreif am Horizont ab. Lag die Anzahl der Häuser mit erhöhtem Insolvenzrisiko im Jahr 2013 noch bei 11,2 Prozent, sank sie im Jahr 2014 auf 10,8 Prozent.

  • Krankenhausplanung

    Trügerische Zahlen

    Durchschnittswerte sind einprägsam und verdichten Informationen. Aber man darf sich auch von ihnen nicht blenden lassen. So wird etwa in der gesundheitspolitischen Diskussion oft mit einer geringen durchschnittlichen Bettennutzung argumentiert, um einen Abbau von Krankenhausbetten zu legitimieren.

  • Splitting von PJ-Abschnitten

    Erlaubt, aber nicht gefördert

    Welche zeitlichen Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit Auslandsanteile im Praktischen Jahr (PJ) nach Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bezahlt werden? Das ist eine häufig gestellte Frage von Medizinstudierenden. Der MB hatte gefordert, alle Abschnitte im PJ unabhängig von ihrer Länge durch Auslands-BAföG zu fördern. So weit möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung zwar (noch) nicht gehen, sieht aber den Anspruch zumindest bei vollen Tertialen als erfüllt an.

  • Flüchtling und Arzt

    Engagement von deutschen Ärzten

    Folgende Mail hat uns in der MBZ-Redaktion vor einiger Zeit erreicht: „Ich arbeite als Oberarzt in einer Klinik und mache einmal in der Woche Sprachtraining mit drei jungen geflüchteten syrischen Ärzten, die im lokalen Flüchtlingsheim meines Wohnortes untergebracht sind. Ich würde ihnen gerne mehr konkrete Informationen geben, wie sie auf dem Weg der Integration vorankommen und letztlich eines Tages hier beruflich Fuß fassen können, denn das ist ihr Ziel.

  • PsychVVG

    KBV-Bundesvorsitzender will Sektoren öffnen

    Angesichts des aktuellen Referentenentwurfs zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ein integriertes, sektorenübergreifendes Konzept gefordert, anstatt die Krankenhäuser einseitig für die Behandlung psychisch kranker Patienten im häuslichen Umfeld zu öffnen.