Bereits in unserem letzten Info hatten wir Ihnen ja einen Ausblick auf unsere Erwartungen hinsichtlich des Verhaltens der TdL bei der Auftaktrunde gegeben. Als positive Erkenntnis bleibt nach dem Auftakt in Hannover festzustellen, dass wir damit nicht daneben lagen. Das war es dann aber im Wesentlichen. Weder wollte man sich zu einem Angebot durchringen, noch folgten aus der prinzipiellen Zustimmung der Arbeitgeber zu den Berichten der Ärztinnen und Ärzte die richtigen Schlussfolgerungen. Stattdessen wurde die gesamte Klaviatur an Gründen gespielt, warum die Arbeitgeber nicht vorhaben, unsere Forderungen zu erfüllen.
Von (moderater) Inflationsentwicklung über auskömmliche lineare Steigerungen in der zurückliegenden Runde bis hin zum Krieg im Nahen Osten wurde eine ganze Reihe von Hindernissen angeführt, die unsere Forderung als unerfüllbar erscheinen lassen. Zwar wolle man die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte an den Uniklinika wertschätzen, aber im Hinblick auf lineare Erhöhungen habe man als öffentlicher Arbeitgeber auch die „Verhältnismäßigkeit“ im Blick zu behalten.
Was diese Einlassungen für die weiteren Verhandlungen bedeuten, ist zwar recht leicht zu prognostizieren, ließ sich aber im Rahmen des Auftakts nicht überprüfen, da die Arbeitgeber natürlich kein Angebot dabei hatten. So wird sich also erst in der nächsten Runde Ende Mai zeigen, welche Vorstellungen die Arbeitgeber von einer Weiterentwicklung Ihrer Arbeits- und Entgeltbedingungen haben. Aber bereits jetzt lässt sich sicher sagen, dass diese Runde trotz überschaubarer Forderung alles andere als trivial wird.
Sämtliche Informationen zu den Verhandlungen sowie Anmeldemöglichkeiten zum Open Space zur zukünftigen Tarifentwicklung an den Uniklinika im Juni finden Sie auf unserer Website. Immer informiert über alle aktuellen Entwicklungen sind Sie bei unserem MessengerService. Hintergründe, Fakten und Bewertungen finden Sie zudem regelmäßig in der Marburger Bund Zeitung.
