Eine entsprechende Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO) liegt seit Jahren auf dem Tisch. Doch die politischen Arbeiten an der Reformbaustelle Medizinstudium sind eingestellt – mit ungewisser Zukunft. Bund und Länder konnten sich bis heute nicht auf eine gemeinsame Finanzierungsverantwortung einigen. Die Folge: Die geplanten Reformen können nicht an allen Universitäten in gleicher Weise umgesetzt werden. Der ungelöste politische Reformstau führt nicht nur zu einem föderalen Flickenteppich: Auch die Qualität des Medizinstudiums bleibt so hinter ihren Möglichkeiten. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD heißt es zwar, dass die Ziele des Masterplans „weitergetragen“ werden. Von der konkreten Umsetzung des Masterplans ist dort aber nicht die Rede.
In der neuen Ausgabe von MB-DIREKT, der Diskussionssendung des Marburger Bundes, fragen wir: Wie kann der Gordische Knoten im Konflikt zwischen Bund und Ländern gelöst werden? Welche Folgen hat der fortgesetzte Reformstau sowohl für die Studentinnen und Studenten als auch für die ärztliche Versorgung? Und wie lassen sich die bestehenden Strukturen in der Universitätsmedizin stärken, um ein Ineinandergreifen von Lehre, Forschung und Patientenversorgung zu fördern?
Diese Fragen diskutieren in der Sendung MB-DIREKT:
Johannes Wagner, MdB
Mitglied des Gesundheitsausschusses, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Tina Rudolph
Staatssekretärin, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie des Freistaates Thüringen
Dr. Frank Wissing
Generalsekretär, Medizinischer Fakultätentag
Tobias Bokowski
Vorsitzender des Sprecherrats der Medizinstudierenden, Marburger Bund
Moderation:
Dr. Eva Richter-Kuhlmann
Deutsches Ärzteblatt
