So sollen die Ärztinnen und Ärzte ab 2027 im Rahmen eines Wahlmodells zwischen verschiedenen Formen der Entgeltumwandlung, zusätzlichen freien Tagen oder einer Einmalzahlung wählen können. Ab 2028 ist eine weitere Entgelterhöhung vorgesehen, die eine bislang nicht bezifferte Mindesterhöhung umfassen und sich darüber hinaus an der Umsatzentwicklung der Sana-Kliniken orientieren soll. Sowohl das vorgeschlagene Wahlmodell als auch die Verknüpfung künftiger Entgeltsteigerungen mit noch festzulegenden wirtschaftlichen Kennzahlen wurden intensiv, bislang jedoch ohne abschließendes Ergebnis, diskutiert.
Insgesamt verliefen die Verhandlungen in einer sehr konstruktiven Atmosphäre. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass aus Sicht des Marburger Bundes wesentliche Bestandteile des Angebots weiterhin nicht einigungsreif sind und zentrale Forderungen des Marburger Bundes bislang keine Berücksichtigung gefunden haben. Angesichts der schwierigen Ausgangslage vor dem Hintergrund des GKV-Spargesetzes sowie der Komplexität des vorgelegten Arbeitgeberangebots verständigten sich beide Seiten darauf, zunächst ein Votum der Kleinen Tarifkommission zum weiteren Vorgehen abzuwarten und die Verhandlungen anschließend fortzusetzen.
Über den weiteren Verlauf werden wir Sie fortlaufend informieren. Darüber hinaus möchten wir den aktuellen Verhandlungsstand dort, wo dies organisatorisch möglich ist, im Rahmen von Teilbetriebsversammlungen unmittelbar vor Ort mit Ihnen erörtern.
Die Tarifverhandlungen werden voraussichtlich am 14. Dezember fortgesetzt.
Was können Sie tun?
Informieren Sie sich und Ihre Kolleginnen und Kollegen über den aktuellen Verhandlungsstand! Leiten Sie diese Informationen auch an Kolleginnen und Kollegen weiter, die noch nicht Mitglied im Marburger Bund sind. Alle Fragen rund um die Tarifrunde können Sie an tarifpolitik@marburger-bund.de richten.
