Marburger Bund: Wissenschaftlichkeit schützen, Vertrauen in Wissenschaft stärken

Pressemitteilung
„Wissenschaft braucht ein freies, demokratisches Umfeld“
06.November 2026
Der Marburger Bund warnt vor einer Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit und der Autonomie der Universitäten durch zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit. Die 148. Hauptversammlung in Berlin fordert daher eine verlässliche Finanzierung und zugleich einen Schutz vor politischer Einflussnahme auf Forschungsfragen, Methoden und Ergebnisse.
148. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Berlin
148. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Berlin

Durch eine transparente Wissenschaftskommunikation sowie den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft soll das Vertrauen in die evidenzbasierte Wissenschaft gestärkt werden. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Institute und einzelne Forschungsfelder dürfen nicht diskreditiert, angefeindet oder durch politische und teils parteilich motivierte Einflussnahme in ihrer Arbeit behindert werden. Solche Tendenzen gefährden die evidenzbasierte Wissenschaft, die ein wichtiges Fundament nicht nur für die Medizin darstellt. Wissenschaft liefert entscheidende Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Damit ist sie Grundlage und Voraussetzung für technologischen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum“, heißt es in einer Resolution des Verbandes der angestellten Ärztinnen und Ärzte.

„Wissenschaft ist zudem international“, betonen die Delegierten und weisen auf die große Bedeutung von Wissenschaftlichkeit für die Demokratie hin. „Sie lebt vom Austausch von Wissen wie von Fachkräften. Wer Fremdenfeindlichkeit schürt, verhindert Innovation und schwächt damit Wissenschaft und unsere Gesellschaft. Freie Wissenschaft braucht ein freies, demokratisches Umfeld. Nur so kann ohne Angst geforscht und veröffentlicht werden – und nur so entsteht echte Innovationskraft für unsere Gesellschaft.“