Wir stellen uns Veränderungen nicht in den Weg, sondern gestalten sie aktiv mit. Die ärztliche Weiterbildung hat für uns dabei höchste Priorität – gerade mit Blick auf mögliche Auswirkungen durch die Krankenhausreform. Wir verstehen uns als wichtigen Impulsgeber und denken Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, lebenslanges Lernen, Digitalisierung und KI sowie Klimaschutz als Gesundheitsschutz konsequent mit. Unser Anliegen ist es, Ärztinnen und Ärzte zu stärken, damit sie motiviert, unabhängig und wirkungsvoll ihren Beruf ausüben können.
Wir wollen Teil eines Kulturwandels sein: weg von starren Hierarchien und problematischen Machtverhältnissen hin zu partizipativeren Strukturen, einer offenen Feedback- und Lernkultur sowie mehr Chancengleichheit. Dabei gehen wir konsequent gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch vor und unterstützen Betroffene.
Wir bekennen uns zu einer wissenschaftsbasierten Medizin, die eine bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten sicherstellt. Gleichzeitig stehen wir für ein kooperatives Miteinander sowie eine faire, respektvolle und wertschätzende Zusammenarbeit – unabhängig von Positionen oder Sektoren und im engen Schulterschluss mit anderen Gesundheitsberufen.
Wir entwickeln die Ärztekammer im Sinne aller ihrer 20.000 Mitglieder weiter – nahbar, effizient und serviceorientiert. Die Beiträge wollen wir auch künftig stabil halten. Dazu nutzen wir auch unseren Einfluss, um die Ausgaben der Bundesärztekammer kritisch zu hinterfragen.
Unsere erfolgreiche Investitionsstrategie für das Versorgungswerk der Ärztekammer Hamburg setzen wir fort, um auch für die jungen Kolleginnen und Kollegen eine starke und verlässliche Altersversorgung in Zukunft zu sichern. Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland wollen wir klare Orientierung geben und sie durch komplexe Prozesse begleiten, damit sie gut in unser Gesundheitssystem integriert werden. Sie leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherung der Versorgung.
Das deutsche Gesundheitssystem steckt in der Krise. Obwohl es durch öffentliche Mittel finanziert wird und dem Gemeinwohl dienen soll, wird es dazu genutzt, Renditen zu erwirtschaften. Die zunehmende Kommerzialisierung im Gesundheitswesen geht zulasten der Beschäftigten – und letztendlich der Patientinnen und Patienten. Tagtäglich spüren Ärztinnen und Ärzte, wie Kostendruck, Budgetierung und Bürokratie ihre freie Berufsausübung einschränken. Dagegen treten wir entschieden ein: Wir machen Missstände sichtbar, fordern mehr Transparenz und setzen uns im Dialog mit der Politik für tragfähige Alternativen ein.
