Die erste Tarifverhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund Landesverband Berlin/Brandenburg und der Charité wird am 8. Juli stattfinden. Der zu verhandelnde Haustarifvertrag gilt für rund 2.700 an der Charité beschäftigte Ärztinnen und Ärzte. Die Kernforderungen der Ärztegewerkschaft umfassen neben einer linearen Entgelterhöhung von 8 Prozent vor allem deutliche und zeitgemäße Verbesserungen der Zeitzuschläge für die Arbeit zu ungünstigen Zeiten. Arbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen sowie zu Randzeiten stellt oftmals eine erhebliche Belastung für die Ärztinnen und Ärzte und ihre Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben dar.
Darüber hinaus fordert der Marburger Bund eine grundlegende Novellierung des Zusatzurlaubs als Belastungsausgleich. „Die besonderen Anforderungen beispielsweise der Nachtarbeit müssen endlich angemessen berücksichtigt werden. Den hochbelasteten Ärztinnen und Ärzten müssen echte Erholungsphasen garantiert werden“, fordert PD Dr. Peter Bobbert, Vorstandsvorsitzender des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg.
