Diese Website nutzt Cookies, um mehr über das Nutzungsverhalten der Besucherinnen und Besucher zu erfahren und das Internetangebot beständig zu verbessern. Die Daten werden anonymisiert. Sie können diese statistische Erhebung deaktivieren. Mehr Informationen finden Sie in unserer .
ok
  • „Mit ein paar Korrekturen ist es nicht getan“

    Marburger Bund-Vorsitzende Dr. Susanne Johna fordert Systemwechsel im Krankenhauswesen
    15.Dezember 2021
    „Wir brauchen eine Gesundheitspolitik, die sich an den Versorgungsbedürfnissen der Patienten orientiert und das Versprechen humaner Arbeitsbedingungen nicht länger ad absurdum führt.“ – Mit klaren Worten forderte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, am 14. Dezember eine Neuorientierung in der Gesundheitspolitik.
    Dr. Pedram Emami, 1. Vorsitzender des Marburger Bund Hamburg
    Dr. Pedram Emami, 1. Vorsitzender des Marburger Bund Hamburg

    Die derzeitige Krise zeige, dass der staatlichen Daseinsvorsorge wieder Geltung verschafft werden müsse. Bund und Länder seien in der Pflicht, die Voraussetzungen für eine hochwertige, flächendeckende Versorgung der Patientinnen und Patienten zu schaffen, die auch Krisensituationen standhalte.

    Anstatt den derzeitigen ruinösen Kosten- und Verdrängungswettbewerb fortzusetzen, brauche es endlich eine aktive Krankenhausplanung unter Beteiligung der angestellten Ärztinnen und Ärzte. „Mit ein paar Korrekturen an dem derzeitigen Finanzierungssystem ist es nicht getan, wir brauchen einen Systemwechsel im Krankenhauswesen“, so die Marburger Bund-Vorsitzende.

    Dr. Pedram Emami, 1. Vorsitzender des Marburger Bund Landesverbandes Hamburg, schließt sich der Forderung von Dr. Johna an. „Ärztinnen und Ärzte können nicht endlos so weitermachen“, betont er. „Aufgrund des hohen Personalmangels und des Dauereinsatzes während der Corona-Pandemie sind viele Beschäftigte im Gesundheitswesen völlig ausgebrannt.“ Krankenhäuser müssen jedoch auch in einer Pandemie in der Lage sein, dringende Fälle wie z.B. Unfallopfer, Krebspatienten oder Menschen mit akutem Herzinfarkt sofort zu versorgen.

    „Es ist doch offensichtlich, dass die Ökonomisierung des Gesundheitswesens kein zukunftsfähiges Modell darstellt“, so Dr. Emami. „Wir setzen uns für ein Gesundheitssystem ein, das die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt.“