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  • Tarifarbeit

    08. Jul. 2021
    Pressemitteilung
    Die Ärztestreiks an der Helios ENDO-Klinik in Hamburg sowie an weiteren Klinikstandorten von Helios in Schwerin und Berlin Ende Juni haben Wirkung gezeigt. Der Marburger Bund und die Helios Kliniken verständigten sich Anfang dieser Woche auf Eckpunkte für einen neuen Tarifvertrag. Die Ärztinnen und Ärzte der ENDO-Klinik dürfen künftig mit einer spürbaren Arbeitsentlastung rechnen – durch die Begrenzung von Wochenenddiensten sowie durch Verbesserungen bei der Bewertung von Ruf- und Bereitschaftsdiensten ab einer bestimmten Zahl und bei kurzfristigen Inanspruchnahmen. Auch die Gehälter sollen in zwei Schritten um insgesamt 3,8 Prozent steigen.

    „Mit ihrem Warnstreik am 22. Juni haben zahlreiche angestellte Ärztinnen und Ärzte der ENDO-Klinik sehr deutlich gemacht, dass sie nicht mehr bereit sind, unter schlechteren Bedingungen zu arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Krankenhäusern“, teilte die Geschäftsführerin des MB-Landesverbandes Hamburg, Katharina von der Heyde, am Donnerstag mit. „Wir freuen uns, dass Helios nach den Streiks rasch zu konstruktiven Verhandlungen zurückgekehrt ist und damit eine weitere Verschärfung des Tarifkonfliktes vermieden hat.“

    Der Marburger Bund hatte bei den Tarifverhandlungen mit Helios insbesondere die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Ärztinnen und Ärzte im Blick. „Wer die Bedeutung verlässlicher Planung von ärztlichen Diensten im Krankenhaus kennt, sollte sich nicht scheuen, dies im Tarifvertrag zu verankern – sonst bleibt es bei Lippenbekenntnissen“, betonte der 1. Vorsitzende des MB-Landesverbandes Hamburg, Dr. Pedram Emami. „Mit dem Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages bekommen die Ärztinnen und Ärzte auch bei Helios bessere Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben.“ Künftig soll jeder ärztliche Beschäftigte bei Helios Anspruch auf mindestens zwölf freie Wochenenden im Halbjahr haben, und die Belastung durch Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaften soll reduziert werden. Der neue Tarifvertrag setzt zudem Anreize für eine verlässliche Dienstorganisation: Ärztinnen und Ärzte erhalten eine finanzielle Entschädigung, wenn sie mit weniger als 72 Stunden Ankündigungsfrist zu einem nicht geplanten Dienst herangezogen werden.

    Seit Ende Februar hatten die Tarifparteien intensiv verhandelt, ohne dass ein Konsens in greifbare Nähe gerückt wäre. Helios versuchte vielmehr, einen Abschluss deutlich unterhalb der Tarifabschlüsse für die kommunalen, universitären und berufsgenossenschaftlichen Krankenhäuser durchzusetzen. Auch das letzte Angebot der Klinikgruppe sah noch eine Sonderregelung vor, die der MB als inakzeptabel ablehnte und stattdessen zum Warnstreik aufrief.

    Dass viele der Ärztinnen und Ärzte der ENDO-Klinik für ihre Forderungen gekämpft haben, sei ein großer Erfolg, zumal es der erste Ärztestreik an dieser Klinik gewesen sei, sagte Emami. Der Tarifabschluss bilde eine gute Ausgangsbasis für die weitere Tarifarbeit mit Helios. Der neue Tarifvertrag, dem noch die jeweiligen Gremien des Marburger Bundes und der Helios-Kliniken zustimmen müssen, hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2022.

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    Marburger Bund Landesverband Hamburg
    Dr. Pedram Emami (1. Vorsitzender), Katharina von der Heyde (Geschäftsführerin)
    Inga Pabst (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
    Tel.: 040/2298003
    geschaeftsstelle@mb-hamburg.de
    www.marburger-bund.de/hamburg

    Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 127.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.
    22. Jan. 2020
    Nachdem die Verhandlungen zur Tarifrunde 2019 wegen zu Tage getretener Defizite in der Umsetzung des bestehenden Tarifvertrags bezüglich Überstunden im August 2019 unterbrochen worden waren, konnten diese durch die intensive Verhandlung in der „Arbeitsgruppe Überstunden“ unter beratender Beteiligung des MB-Landesverbandes Hamburg am 15. Januar 2020 behoben, die Tarifrunde fortgesetzt und ein Eckpunktepapier unterzeichnet werden.
    25. Apr. 2019
    Pressemitteilung
    Trotz der kurzen Vorlauffrist eine überwältigende Beteiligung an dem Warnstreik und der Demonstration in Hamburg: Nach vorsichtigen Schätzungen der Polizei waren es rund 2.000 Ärztinnen und Ärzte, die am Mittwoch zusammenkamen, um ihre Forderungen nach Tarifsicherung und einer angemessenen Bezahlung zu untermauern und ihrer Gewerkschaft den Rücken zu stärken.
    10. Apr. 2019
    Aufruf zum Warnstreik mit Aufmarsch und Kundgebungen am 24. April in Hamburg

    Am 13. März 2019 hat die VKA der Verhandlungskommission des Marburger Bundes ein Angebot unterbreit, das wesentliche Forderungen der Ärztinnen und Ärzte schlicht ignoriert. Die Forderungen nach der Entgelterhöhung und der Sicherung des Tarifvertrags gegen Verdrängung aufgrund des Tarifeinheitsgesetzes betreffen auch die in Hamburg tätigen Ärztinnen und Ärzte (Asklepios-Kliniken in Hamburg und UKE einschl. UHZ).
    26. Mär. 2019
    Pressemitteilung
    Der Marburger Bund (MB) ruft die Ärztinnen und Ärzte im Tarifbereich kommunale Krankenhäuser (TV Ärzte/VKA) und die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst der Kommunen für den 10. April 2019 zu einem ganztägigen Warnstreik auf. An diesem Tag wird auf dem Römerberg in Frankfurt am Main eine zentrale Kundgebung des Marburger Bundes stattfinden. Weitere dezentrale Warnstreik-Aktionen sind in Planung. Parallel dazu bereitet die Ärztegewerkschaft eine Urabstimmung vor. Den Mitgliedern wird dann die Frage vorgelegt werden, ob sie einem unbefristeten Vollstreik ihre Zustimmung geben. Zur Vorbereitung des Arbeitskampfs hat die Große Tarifkommission des MB ein Bundesstreikkomitee eingesetzt. Der heutige Warnstreikaufruf erstreckt sich auf die tarifgebundenen Krankenhäuser mit Ausnahme derer in Hamburg. Für die kommunalen Kliniken in Berlin existiert ein eigener Ärztetarifvertrag, den der Landesverband Berlin-Brandenburg des Marburger Bundes ausgehandelt hat.
    08. Mai 2018
    bereits am 23. März 2018 haben sich die Verhandlungskommission des Marburger Bundes
    und die Arbeitgeber von Asklepios und UKE sowie die Vertreter der Arbeitsrechtlichen Vereinigung
    Hamburg (AVH) auf Eckpunkte einer Tarifeinigung zur Überleitung in das kommunale Ärztetarifrecht verständigt. Wegen komplexer interner Abstimmungsprozesse hatten die Verhandlungsparteien zunächst vereinbart, bis zu einer Beschlussfassung der Großen Tarifkommission des Landesverbandes über die Einigung Stillschweigen zu bewahren. Nach dem die Große Tarifkommission am vergangenen Mittwoch der Einigung zugestimmt hat, möchten
    wir Sie nun umfänglich über die in Rede stehenden Eckpunkte informieren.