Gemeinsame Kritik an den Kürzungsplänen des Bundes

Niedersächsische Allianz für die Krankenhäuser
03.Juni 2026
Hannover
(adi) Mit einer gemeinsamen Erklärung hat die Niedersächsische Allianz für die Krankenhäuser heute ihre Forderungen zur Änderung der geplanten Maßnahmen im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz an Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi übermittelt. Das Bündnis aus 19 Verbänden und Organisationen der Krankenhausträger sowie der in den Kliniken vertretenen Berufsgruppen warnt eindringlich vor den Folgen der vorgesehenen Kürzungen und sieht sowohl die wirtschaftliche Stabilität der Krankenhäuser als auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten gefährdet.
"Die finanzielle Stabilisierung der Krankenkassen darf nicht mit einer Destabilisierung der Krankenhäuser bezahlt werden", betonen die Landesvorsitzenden des MB Niedersachsen. Foto: Thomas Lohnes
"Die finanzielle Stabilisierung der Krankenkassen darf nicht mit einer Destabilisierung der Krankenhäuser bezahlt werden", betonen die Landesvorsitzenden des MB Niedersachsen. Foto: Thomas Lohnes

Als Mitglied der Allianz unterstützt der Marburger Bund Niedersachsen die Forderung nach einer nachhaltigen Krankenhausfinanzierung und spricht sich entschieden gegen weitere Sparmaßnahmen zulasten der Krankenhäuser, ihrer Beschäftigten und der Patientinnen und Patienten aus.

Dazu erklären die Vorsitzenden des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg und Andreas Hammerschmidt:

"Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist ein Schlag ins Gesicht aller Krankenhausbeschäftigten und der Versicherten. Für die Versicherten bedeutet es vor allem Leistungskürzungen. Sie werden die Folgen dieses Gesetzes unmittelbar zu spüren bekommen – und die Politik spricht darüber nicht offen. Den Kliniken bringt es statt der nach Jahren von Pandemie und Dauerüberlastung dringend benötigten Entlastung ein bürokratisches Spardiktat und erhöht den ökonomischen Druck massiv. Krankenhäuser können nicht sparen wie Fabriken – jede weitere finanzielle Belastung verschärft die ohnehin alarmierenden Arbeitsbedingungen. Die Folge: Noch mehr Ärzt*innen werden dem System den Rücken kehren, weil sie die Verantwortung für eine politisch verordnete Mangelverwaltung nicht länger tragen können und wollen. Das Gesetz gefährdet die Versorgungssicherheit in Niedersachsen. Deshalb erwarten wir von der Landesregierung, dass sie sich in Berlin entschieden gegen diesen Kurs stellt. Die finanzielle Stabilisierung der Krankenkassen darf nicht mit einer Destabilisierung der Krankenhäuser bezahlt werden."