Als Mitglied der Allianz unterstützt der Marburger Bund Niedersachsen die Forderung nach einer nachhaltigen Krankenhausfinanzierung und spricht sich entschieden gegen weitere Sparmaßnahmen zulasten der Krankenhäuser, ihrer Beschäftigten und der Patientinnen und Patienten aus.
Dazu erklären die Vorsitzenden des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg und Andreas Hammerschmidt:
"Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist ein Schlag ins Gesicht aller Krankenhausbeschäftigten und der Versicherten. Für die Versicherten bedeutet es vor allem Leistungskürzungen. Sie werden die Folgen dieses Gesetzes unmittelbar zu spüren bekommen – und die Politik spricht darüber nicht offen. Den Kliniken bringt es statt der nach Jahren von Pandemie und Dauerüberlastung dringend benötigten Entlastung ein bürokratisches Spardiktat und erhöht den ökonomischen Druck massiv. Krankenhäuser können nicht sparen wie Fabriken – jede weitere finanzielle Belastung verschärft die ohnehin alarmierenden Arbeitsbedingungen. Die Folge: Noch mehr Ärzt*innen werden dem System den Rücken kehren, weil sie die Verantwortung für eine politisch verordnete Mangelverwaltung nicht länger tragen können und wollen. Das Gesetz gefährdet die Versorgungssicherheit in Niedersachsen. Deshalb erwarten wir von der Landesregierung, dass sie sich in Berlin entschieden gegen diesen Kurs stellt. Die finanzielle Stabilisierung der Krankenkassen darf nicht mit einer Destabilisierung der Krankenhäuser bezahlt werden."
