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  • Die Landesversammlung hat die Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Dr. Sebastian Roy bleibt 1. Vorsitzender

    Landesversammlung am 19. Februar 2020
    20.Februar 2020
    Erfurt
    Die Landesversammlung hat die Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Dr. Sebastian Roy bleibt 1. Vorsitzender. Zum Schwerpunkt seiner Arbeit in den nächsten vier Jahren erklärte der Landesvorstand den Kampf gegen die steigende Arbeitsbelastung der Ärztinnen und Ärzte, deren Schutz vor physischer und psychischer Überforderung.

    Landesversammlung 2020

    Dr. Sebastian Roy bleibt an der Spitze des Marburger Bundes Thüringen. Auf der Landesversammlung am 19. Februar wurde der Chirurg, der am Helios Klinikum Meiningen tätig ist, im Anschluss an die Vorstandswahlen vom neu gewählten Gremium zum vierten Mal in Folge seit 2009 in das Amt des 1. Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter bleibt Dr. Lars Flemming vom Klinikum Weimar. Andrea Kästner aus Saalfeld, Dr. Melanie Neubert aus Stadtilm und Dr. Marco Neumeyer aus Gera wurden als Beisitzer bestätigt. Lothar Erbs trat nicht wieder zur Wahl an, da er seinen Platz im Vorstand, den er seit 2009 innehatte „für Jüngere freimachen“ wolle. Die Landesversammlung nahm das mit großem Bedauern zur Kenntnis und dankte Herrn Erbs für sein außerordentlich hohes Engagement im Interesse der Ärzteschaft auch über die Landesgrenzen hinaus.
    In seinem Tätigkeitsbericht zog Dr. Roy eine positive Bilanz. Allein 2019 konnte der Landesverband 253 neue Mitglieder begrüßen. Schwierig aber sei, die ausländischen Kolleginnen und Kollegen für den MB zu gewinnen. „Ja, wir haben unsere Mitgliederzahlen gesteigert, aber ich bin damit noch nicht zufrieden. Defizite gibt es bei unseren ausländischen Kollegen und Kolleginnen. Hier gibt es Hemmungen. Ich kann Sie nur aufrufen, machen Sie den Kollegen und Kolleginnen klar, wie wichtig und sinnvoll es ist, Mitglied bei uns zu sein.“ Sehr zufrieden zeigte sich Dr. Roy mit der weiteren Professionalisierung der Arbeit der Geschäftsstelle. Besonders hervorzuheben sei die positive Präsentation des Landesverbandes bei der Ausrichtung der 133. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Erfurt 2018. „Allen die daran beteiligt waren, aber insbesondere für die tolle Organisation und Durchführung möchte ich Frau Boldt und den Mitarbeitern unserer Geschäftsstelle Frau Oppat und Herrn Haslbeck nochmals sehr herzlich danken.“
    Zur Tarifarbeit stellte der Vorsitzende klar, dass „wir hier in Thüringen erfolgreiche und zukunftsweisende Tarifarbeit leisten“. Und dafür „steht Frau Boldt“, lobte er die Landesgeschäftsführerin. Es war dann auch an ihr, auf die Tarifergebnisse im Berichtszeitraum einzugehen, wobei sie besonders die Tarifabschlüsse mit SRH hervorhob. Mit dem „Tarifvertrag Qualifizierung“ sei ein bundesweit wegweisender Abschluss zur Förderung der ärztlichen Qualifizierung gelungen. Darüber hinaus traten bei SRH schon Anfang 2019 Tarifregelungen zur Begrenzung der Bereitschaftsdienste, zur Gewährleistung von mindestens zwei freien Wochenenden im Monat und zur verlässlicheren Dienstplanung in Kraft. Außerdem seien in allen Tarifabschlüssen im Landesverband im Berichtszeitraum Tarifkollisionsschutzklauseln vereinbart und damit die Tarifverträge der Ärztinnen und Ärzte gesichert worden. Dr. Roy erklärte die Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen zum „Kernpunkt unserer Tarifarbeit in der Vergangenheit und erst recht in der Zukunft“. Es gehe in den nächsten vier Jahren schwerpunktmäßig um den Kampf gegen die steigende Arbeitsbelastung der Ärztinnen und Ärzte, deren Schutz vor physischer und psychischer Überforderung.
    Nachdenkliche Töne schlug der Landesvorsitzende bezüglich der Kammerarbeit an. Zwar seien seit der Wahl 2019 ein Viertel der Mitglieder der Kammerversammlung auch MB-Mitglied, in der Besetzung des Kammervorstands spiegele sich das jedoch nicht wider. Es werde versucht, den MB auf Kammerebene zurückzudrängen und darüber hinaus einen Keil zwischen die niedergelassenen und angestellten Kolleginnen und Kollegen zu treiben. In einer lebhaften Diskussion betonten die Teilnehmer der Landesversammlung die gemeinsamen Interessen der Ärzteschaft. Sie sprachen sich einhellig gegen Spaltungsversuche aus, weil sie die Schlagkraft in der Durchsetzung der berufspolitischen Ziele schwächten.

    Die Landesversammlung fasste Beschlüsse zu Haushalt, Beitragsordnung und Satzung: