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  • Die richtigen Weichen gestellt

    Interview mit Dr. Elke Buckisch-Urbanke
    04.November 2020
    Hannover
    In einem Monat wird die Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen neu gewählt. Mit MB-Mitglied Dr. Elke-Buckisch-Urbanke sprach Stephanie Hübner über die Schwerpunktthemen der zuende gehenden Legislaturperiode. Die Vorsitzende der Gruppe Klinik und Praxis in der Kammerversammlung kandidiert im Dezember erneut im Wahlkreis Oldenburg-Wilhelmshaven.
    Dr. Elke Buckisch-Urbanke
    Dr. Elke Buckisch-Urbanke

    Frau Dr. Buckisch-Urbanke, wenn Sie auf die Arbeit der letzten fünf Jahre zurückblicken: Was sehen Sie als größten Erfolg der Kammerversammlung?

    Auf jeden Fall gehört die Weiterbildung zu den wichtigsten Themen. Wir haben die Musterweiterbildungsordnung (MWBO) in Niedersachsen zum 1. Juli 2020 umgesetzt. Der Marburger Bund hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in Niedersachsen die Weiterbildenden in einem Kurs auf die neue WBO vorbereitet werden, und vom Richtzahlensystem auf „kompetenzbasierte“ Weiterbildung umgestellt wird. Ich bin froh, dass wir nach vielen Jahren hier endlich zu einem guten Ergebnis gekommen sind. Mein besonderer Dank gilt dabei den beiden Kollegen Prof. Dr. Bernd Haubitz und Dr. Kai Johanning.

    Welches Thema bleibt auch in der nächste Legislaturperiode auf der Tagesordnung?

    Die Integration internationaler Ärztinnen und Ärzte war und bleibt ein wichtiges Thema. Wir haben hier ein paar gute Fortschritte erzielt, aber es gibt noch einiges zu tun, damit die Zusammenarbeit für beide Seiten gelingt. Leider sind die Kolleginnen und Kollegen in den offiziellen Gremien der Selbstverwaltung bisher kaum vertreten. Es wäre toll, wenn es uns gelänge, sie auch hier zur Mitarbeit zu motivieren. Ich möchte mich in der nächsten Legislaturperiode der Kammerversammlung für einen Arbeitskreis einsetzen, der eine Plattform zum Austausch bieten und spezielle Themen und Anliegen bündeln könnte.

    Die zweite Corona-Welle rollt gerade auf uns zu. Homeoffice ist in aller Munde, für Ärzte aber nur schwer möglich. Hat die Kammerversammlung in Hinblick auf digitales Arbeiten die richtigen Weichen gestellt?

    Wir haben uns immer wieder intensiv mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinandergesetzt. Den Möglichkeiten, die damit einhergehen, können und wollen wir uns nicht verschließen und haben so den Weg für die Einführung der Telemedizin geebnet. Ein großer Fortschritt und in Zeiten von Corona einmal mehr eine sinnvoller Weg.

    Gibt es ein Thema, auf das Sie rückblickend mit Erleichterung schauen können?

    Ja, die Ärzteversorgung. Die Versorgungsbezügen werden sich stabil entwickeln. Das ist nicht nur für diejenigen eine gute Nachricht, die bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind oder das demnächst tun werden. Auch für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen ist die zuverlässige Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit doch sehr beruhigend.

    Frau Dr. Buckisch-Urbanke, vielen Dank für das Gespräch – und bleiben Sie gesund!