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  • Enttäuschende Fortsetzung

    Tarifverhandlungen Diakonie
    14.Mai 2021
    Hannover
    Im zweiten Verhandlungstermin ist von den positiven Ansätzen der letzten Woche leider nichts mehr übrig geblieben. Die Arbeitgeber sprechen von einem großzügigen Angebot. Das sehen wir anders.
    Die Tarifverhandlungen mit dem Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen setzen wir am 9. Juni fort.
    Die Tarifverhandlungen mit dem Diakonischen Dienstgeberverband Niedersachsen setzen wir am 9. Juni fort.

    Die nächste echte Lohnerhöhung von gerade einmal 1,4 Prozent soll erst im Jahr 2022 kommen, obwohl die aktuelle Laufzeit am 30. Juni 2021 endet. Dies aber auch nur, wenn wir auf unsere übrigen berechtigten Forderungen erst einmal verzichten und uns bis zu weiteren Gesprächen mit offenem Ausgang gedulden.

    Wertschätzung Fehlanzeige

    Unter dem Deckmantel einer Corona-Prämie sollen Ärzte mit 300 Euro abgespeist werden. Tatsächlich handelt es sich um eine Einmalzahlung für die Leermonate ohne Tariferhöhung ab dem 30. Juni 2021.

    Der Versuch, in eine inhaltliche Diskussion über eine Entlastung in anstrengenden Coronazeiten zu kommen, wurde verweigert. 

    Der Vorschlag eines Wahlrechts zwischen Corona-Entlastungstagen und einer Geldprämie  wurde abgelehnt.

    Der dringende Nachholbedarf bei den Stundenentgelten für Bereitschaftsdienste im TV DN wurde als zu teuer ignoriert. Oberärzte sollen für eine ausgezahlte  Stunde aus Bereitschaftsdiensten nur ca. 85 Prozent ihres regulären Stundenentgeltes bekommen. 

    Grenzen setzen

    Auch die Forderung nach einer Abschaffung der Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten beim Überstundenzeitzuschlag wurde abgelehnt. Als Lückenbüßer bei kurzfristigen Ausfällen, z. B. durch ärztliche Kollegen im Freizeitausgleich für Bereitschaftsdienste, sind die Teilzeitbeschäftigten herzlich willkommen, aber bitte zum Nulltarif.  

    Übrigens: Das Einspringen und Mehrarbeit kann von Teilzeitbeschäftigten gemäß § 10 TV DN als unzumutbar abgelehnt werden...

    Auch eine Aufwertung der gesundheitlich gefährdenden Nachtarbeit im Krankenhaus durch eine Erhöhung des Zuschlags für Nachtarbeit wurde verweigert

    Es gibt auch andere Arbeitgeber

    Sieht so Wertschätzung für uns aus, die sieben Tage die Woche rund um die Uhr den Betrieb aufrechterhalten? Dies, obwohl die Kürzung der ärztlichen Stellenpläne schon flächendeckend realisiert wird und bereits zu einer massiven Steigerung der Belastung geführt hat! Die Ärzte sind nicht die neuen Melkkühe der Krankenhäuser, nachdem die Pflege dafür nicht mehr zur Verfügung steht. 

    Auf diese Weise sind diakonische Krankenhäuser als Arbeitgeber nicht wettbewerbsfähig mit Krankenhäusern, die unter die Tarifverträge VKA und TdL fallen.

    Die Verhandlungen werden am 9. Juni fortgesetzt. Bis dahin haben alle die Möglichkeit, vom Wahlrecht auf Freizeitausgleich für Bereitschaftsdienste Gebrauch zu machen, um dem Arbeitgeber gegenüber ein Zeichen zu setzen.  

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