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  • Neue Verordnung: Keine Steigerung der Medizinstudienplätze geplant

    Pressemitteilung
    „Niedersachsen schneidet skandalös schlecht ab“
    16.Juli 2021
    Hannover
    Das gestern von der Niedersächsischen Staatskanzlei herausgegebene neue Niedersächsische Gesetz- und Verordnungsblatt beziffert die Zulassungszahlen für Studienplätze der Humanmedizin für die kommenden Semester. Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen, kritisiert die Planungen und warnt vor den Folgen:
    Pressemeldung
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    „Das Land Niedersachsen wird weiterhin nicht seinen Versprechungen gerecht, durch eine Erhöhung der Zahl von Medizinstudienplätzen in Niedersachsen den zukünftigen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten sicherzustellen.

    Aus der gestern veröffentlichten „Verordnung über Zulassungszahlen für Studienplätze“ geht hervor, dass in Niedersachsen für anstehende Semester erneut nur 759 Studienplätze für Humanmedizin angeboten werden: 359 an der Georg-August-Universität Göttingen, 320 an der Medizinischen Hochschule Hannover, 80 an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg.

    Damit ist insbesondere die versprochene Steigerung der Studienplätze in Oldenburg nicht erfolgt.

    Im Vergleich mit anderen Bundesländern schneidet Niedersachsen damit skandalös schlecht ab. So wird in Baden-Württemberg beispielsweise 1 Studienplatz pro 6500 Einwohner zur Verfügung gestellt, in Niedersachsen ist es nur 1 Studienplatz pro 10500 Einwohner.

    Der Marburger Bund Niedersachsen fordert das Land Niedersachsen erneut auf, seine Anstrengungen zu steigern und den Versprechungen der letzten Jahre endlich Taten folgen zu lassen. Die oft zitierte Landarztquote führt alleine nur dazu, dass an einer Seite der Tischdecke gezogen wird. Sie verschweigt, dass ein Landarzt bei Beibehalten dieser Planungsstrategie zukünftig seine Patienten nur noch in Krankenhäuser ohne Ärzte schicken kann!“

     

    Fotos von Hans Martin Wollenberg und Andreas Hammerschmidt finden Sie in druckfähiger Auflösung unter www.marburger-bund.de/niedersachsen/presse-service