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  • Huml führt "Ärztliche Leiter Krankenhauskoordinierung" wieder ein

    Instrument aus erster Corona-Welle
    05.November 2020
    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat wegen der steigenden Corona-Zahlen und stärkeren Auslastung der Krankenhäuser entschieden, erneut die Strukturen zur Steuerung der Patientenströme einzusetzen. Es sei wichtig, die Bettenbelegung effizienter zu lenken und damit die Kliniken zu unterstützen. Dafür greife sie auf das Instrument aus der ersten Phase der Pandemie zurück, „Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung“. Ziel sei eine Überlastung der Krankenhäuser durch COVID-19-Erkrankte zu verhindern, gleichzeitig die reguläre Versorgung aufrechtzuerhalten.
    Als Bindeglied zwischen den Krankenhäusern bekämen die Ärztlichen Leiter weitreichende Entscheidungsbefugnisse bei der Verteilung der Patienten auf die Klinken und Reha-Einrichtungen. Dafür können sie unter anderem die Verlegung von Patienten veranlassen und COVID-19-Schwerpunktkrankenhäuser bestimmen.
    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml
    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml

    Das Gesundheitsministerium hat dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Die Ärztlichen Leiter sollen in allen 26 Rettungsleitstellen in Bayern zum Einsatz kommen. Die Ministerin erklärte abschließend: „Die Corona-Pandemie ist eine Jahrhundert-Belastungsprobe für unsere Gesellschaft und ganz besonders für die Krankenhäuser. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinken und Reha-Einrichtungen leisten seit Monaten Großes, und dafür möchte ich ihnen allen von Herzen danken. Die Staatsregierung wird alles tun, um die Krankenhäuser und ihr Personal noch besser zu unterstützen. Unter anderem setze ich mich auf Bundesebene dafür ein, die Pflegepersonaluntergrenzen insbesondere in der Intensivmedizin wieder auszusetzen und die Ausgleichszahlungen für Corona-bedingte Vergütungsausfälle fortzusetzen. Angesichts des erhöhten Personalbedarfs im Kampf gegen Corona müssen wir eine weitere Belastung der Krankenhäuser dringend vermeiden. Daher ist auch der neue Teil-Lockdown so wichtig.“

    Bildquelle: StMGP