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  • Neuer Bayerischer Gesundheitsminister möchte ÖGD stärken - zum Wintersemester wird weitere Quote eingeführt

    01.Februar 2021
    An bayerischen Universitäten können zum Wintersemester 2021/2022 erstmals Studierende zum Studiengang Humanmedizin über eine Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zugelassen werden. Der neue Gesundheitsminister Klaus Holetschek erläuterte sein Ziel, damit den ÖGD zu stärken und mehr junge Mediziner für diese wichtige Aufgabe gewinnen zu wollen.

    Wie entscheidend Ärztinnen und Ärzte im ÖGD für das Allgemeinwohl der Gesellschaft seien, zeige die Corona-Pandemie ganz deutlich. „Ich möchte daher allen jungen Menschen mit Interesse an einem Medizinstudium und einer anschließenden Verwendung im Öffentlichen Gesundheitsdienst oder auf dem Land auffordern, sich zu bewerben,“ unterstrich Holetschek sein Vorhaben. Etwa 20 Medizinstudienplätze stünden den Studierenden zur Verfügung, die sich verpflichten nach Abschluss der Weiterbildung im ÖGD in Bayern tätig zu sein – „und zwar dort, wo wir Amtsärzte besonders dringend brauchen. Für die Zulassung schauen wir nicht auf die schulischen Leistungen, sondern auf die fachliche und persönliche Qualifikation,“ so der Minister.

    Bereits seit dem vergangenen Wintersemester können Abiturienten ihren Medizinstudienplatz auch über die eingeführte Landarztquote erhalten. Konkret hält der Freistaat bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze an den sieben medizinischen Fakultäten vor, die ein besonderes Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum haben. Dafür verpflichten sich die zukünftigen Absolventen, mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Eine Schwerpunktaufgabe im ÖGD ist der Bevölkerungsschutz. Beispiele hierfür sind die Tuberkulosefürsorge, der umweltbezogene Gesundheitsschutz wie Trinkwasserhygiene, sowie die Hygieneüberwachung in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Kindergärten und anderen Gemeinschaftseinrichtungen. In der Prävention arbeiten die Amtsärzte mit den Sozialpädagogen zusammen, z.B. bei den Themen Suchtprävention, Sexualaufklärung in Schulen, Schwangerenkonfliktberatung, frühe Hilfen für Eltern, AIDS und Impfungen.

    Zu den Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zählen vor allem die 71 staatlichen und fünf kommunalen Gesundheitsämter in Bayern, aber auch die „Sachgebiete Gesundheit“ in den Bezirksregierungen und bestimmte fachliche Einheiten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Interessierte können sich auf der gemeinsamen Website www.oegd-quote.bayern.de für die Studienplätze bewerben.