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  • Ärzte-Warnstreik: Mehr als 1.000 bayerische Ärztinnen und Ärzte in Frankfurt

    Pressemitteilung
    VKA-Tarifverhandlungen: Nicht mit uns – 4.000 Ärztinnen und Ärzte insgesamt beim bundesweiten Warnstreik in Frankfurt
    31.März 2022
    Der Marburger Bund hat die Ärztinnen und Ärzte der rund 460 kommunalen Kliniken für heute zum Warnstreik aufgerufen. Auf dem Frankfurter Römer haben sich 4.000 Kolleginnen und Kollegen unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zur zentralen Kundgebung versammelt. Aus Bayern beteiligten sich mehr als 1.000 Kolleginnen und Kollegen oder waren bei dezentralen Aktionen aktiv.
    Impressionen vom Ärztestreik in Frankfurt
    Impressionen vom Ärztestreik in Frankfurt

    „Nachts mache ich es fast umsonst“ oder „Minga am Limit“ war vor der Abreise nach Frankfurt auf den Plakaten am Hauptbahnhof München zu lesen. Aus zahlreichen weiteren bayerischen Regionen reisten die Ärztinnen und Ärzte mit Bussen oder per Bahn an.

    Der Landesvorsitzende des MB Bayern Dr. Andreas Botzlar kritisierte die Äußerungen der VKA sehr scharf, wonach die kommunalen Krankenhäuser „keinen finanziellen Spielraum für ihre Ärztinnen und Ärzte hätten, weil sie sich um die Geflüchteten und die Verwundeten aus der Ukraine kümmern müssten.“ Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Dieses unglaubliche Geschehen in der Ukraine so plump zu instrumentalisieren, gegen unsere berechtigten Forderungen, hat dem Fass den Boden ausgeschlagen.“, so Botzlar.

    Der Marburger Bund fordert von der VKA eine Begrenzung der Rufbereitschaft auf zwölf Rufdienste pro Monat, maximal vier Bereitschaftsdienste, mehr Planungssicherheit, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden sowie eine lineare Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent für die Laufzeit von einem Jahr.

    Dr. Andreas Botzlar warnte bei der Kundgebung in Frankfurt die Arbeitgeber davor, die Geduld der Ärztinnen und Ärzte weiter zu strapazieren: „Dieses unwürdige Spielen auf Zeit unter Ausnutzung der hohen Arbeitsethik unserer Mitglieder muss endlich ein Ende haben. Die Ärztinnen und Ärzte arbeiten seit Beginn der Corona-Pandemie bis zum Anschlag und haben mehr Respekt verdient.“ Die VKA habe auf das falsche Pferd gesetzt und müsse nun endlich absteigen.

    Klaus-Martin Bauer, Geschäftsführer des Marburger Bundes Bayern, ist begeistert über die hohe Streikbereitschaft vor allem jüngerer Mitglieder. „Unsere Erwartungen sind deutlich übertroffen, obwohl einige aus Verantwortungsgefühl nicht an dem Warnstreik teilnehmen konnten, sich aber ausdrücklich mit den Streikenden solidarisiert haben.“

    In sämtlichen bayerischen Regierungsbezirken sind weit über 100 kommunale Krankenhäuser vom Warnstreik betroffen, an denen Ärztinnen und Ärzte auf Grundlage des Tarifvertrags TV-Ärzte/VKA angestellt sind.

    Um die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, hatte die Ärztegewerkschaft Notdienstvereinbarungen mit den einzelnen Krankenhäusern geschlossen. Der Notdienst orientiert sich an der Wochenendbesetzung. 

    Weitere Informationen finden Sie unter www.vka-tarifrunde.de.

    Kontakt:

    Marburger Bund Bayern
    Karin Lange
    Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: 089-452050130
    lange@mb-bayern.de


    Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 131.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.