Deutlich wurde zugleich: Echte Gleichstellung erfordert strukturelle Veränderungen – und die aktive Mitwirkung von Männern. Oder, wie es Dr. Dana Maresa Haag prägnant formulierte: „Männer müssen nicht stillen, aber sie müssen Strukturen für mehr Gleichstellung schaffen.“
Ein zentrales Ergebnis der Tagung ist die Neubewertung der Doppelrolle von Karriere und Familie. Viele Ärztinnen begreifen diese nicht nur als Herausforderung, sondern als Quelle von Stärke – sie fördert Resilienz, Organisationstalent und Empathie. Auch der offene Umgang mit Selbstzweifeln wurde als wichtige Ressource für persönliches und berufliches Wachstum hervorgehoben.

Internationale Impulse setzte bei diesem Thema die Keynote-Speakerin Prof. Dr. Karen L. R. Boretsky von der Harvard Medical School, Boston. Sie betonte in ihrem mitreißenden Vortrag die Bedeutung von Mut, Unterstützung und individuellen Werten.

FEM.IN.MED zeigt: Netzwerke, Role Models und offene Räume sind entscheidend, um Potenziale zu entfalten und Veränderungen anzustoßen. Der Kongress steht damit exemplarisch für eine neue Generation von Medizinerinnen, die ihre Zukunft selbstbewusst gestaltet – und den Wandel im Gesundheitssystem aktiv vorantreibt.
