Diese Website nutzt Cookies, um mehr über das Nutzungsverhalten der Besucherinnen und Besucher zu erfahren und das Internetangebot beständig zu verbessern. Die Daten werden anonymisiert. Sie können diese statistische Erhebung deaktivieren. Mehr Informationen finden Sie in unserer .
ok
  • 91 Prozent der angestellten Ärzteschaft will sich gegen das Corona-Virus impfen lassen

    Ad-hoc-Umfrage
    25.Februar 2021
    „Die hohe Impfbereitschaft der angestellten Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holstein ist ein gutes Zeichen. Denn um die Corona-Pandemie zu überwinden, bedarf es einer hohen Impfquote. Damit schützen wir uns gegenseitig und die Patienten“, sagt Michael Wessendorf, Vorsitzender Marburger Bund Schleswig-Holstein. „Besonders die Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen und den Covid-Stationen benötigen eine schnelle Impfung, da sie diejenigen sind, die die schweren Corona-Verläufe behandeln und täglich einem hohen Risiko ausgesetzt sind, sich selbst mit Covid-19 zu infizieren.“ Laut Umfrage sind bereits rund zwei Drittel der angestellten Ärzte und Ärztinnen in Schleswig-Holstein gegen SARS-Cov-2 geimpft oder haben einen Impftermin. „Eine vollständige Impfung kann auch erheblich dazu beitragen, ärztliche Personalausfälle durch Coronainfektionen zu reduzieren und somit die Versorgungsstrukturen in Schleswig-Holstein zu stärken“, betont Michael Wessendorf.

    Laut Umfrage fehlt es in einigen Kliniken immer noch an einem regelmäßigen und verdachtsunabhängigen lokalen, nachvollziehbaren Testkonzept. Fast die Hälfte der befragten Ärztinnen und Ärzte (47 Prozent) gibt an, dass an Ihrer Klinik nicht regelmäßig und verdachtsunabhängig getestet wird. „Für das medizinische Personal müssen ausreichende, kostenlose Testmöglichkeiten vorhanden sein. Wir erwarten von den Kliniken, dass sie ihre Teststrategien überprüfen und ihren Mitarbeitern gegenüber transparent darstellen. Außerdem müssen die Engpässe in der Beschaffung von Test-Kits schnellstmöglich beseitigt werden“, sagt Michael Wessendorf.

    Über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Ärztinnen und Ärzte gibt an, dass ihre Klinik innerhalb der letzen 10 Tage die Behandlung von Nicht-Corona-Patienten einschränken musste, weil die stationären Covid-Fälle Ressourcen auf Intensiv- oder Normalstationen sowie in anderen Funktionsbereichen binden. Dennoch glauben 55 Prozent der Ärztinnen und Ärzte, dass sie mehr als vier Wochen unter den pandemiebedingten Arbeitsbelastungen weiterarbeiten können. „Das Ergebnis spiegelt die hohe Arbeitsmoral und das Pflichtbewusstsein unserer Krankenhausärzte wider“, sagt Michael Wessendorf.

    Bestätigt werde die Ansicht dadurch, dass mehr als jeder Dritte der Befragten in den schleswig-holsteinischen Kliniken angibt, mehr Stunden als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Ein Drittel kann keine ausreichenden Pausen oder auch gar keine Pausen machen. „Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern haben schon vor der Corona-Pandemie unter hoher Arbeitsbelastung, Überstunden und Zeitdruck gelitten. Das wird durch die Pandemie nun noch verstärkt. Für eine gute Patientenversorgung brauchen wir aber gesunde Ärztinnen und Ärzte, denn Arztwohl ist Patientenwohl“, mahnt Michael Wessendorf.