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  • Kritik an Verschiebung von Corona-Zweitimpfung Terminen

    Ärztinnen und Ärzte erwarten verlässliche Impfplanung
    21.Januar 2021
    Der Marburger Bund Schleswig-Holstein kritisiert die Verschiebung der Termine von Corona-Zweitimpfungen bei Ärzten in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern und fordert die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Corona-Zweitimpfung wie ursprünglich vorgesehen nach drei Wochen erfolgt.

    „Mit dem jetzt verfügbaren Impfstoff zeichnet sich zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie ein Ausweg aus der Krise ab. Daher appellieren wir als Marburger Bund an das Klinikpersonal, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen und unterstützen die Bemühungen der Landesregierungen einer flächendeckenden Immunisierung mithilfe der Corona-Schutzimpfung.
    Dass jedoch ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Impftermine für die zweite Corona-Impfung in den Krankenhäusern verschoben werden, erschüttert das Vertrauen vieler Ärztinnen und Ärzte in die Politik.
    Auf der einen Seite wird eine Vorbildfunktion von den Ärztinnen und Ärzte erwartet, auf der anderen Seite können Schutzimpfungen aufgrund von Impfstoffknappheit nicht erfolgen. Hinzu kommt das individuelle Gesundheitsrisiko für Ärztinnen und Ärzte, die in der höchsten Infektions-Risikoklasse in den Notaufnahmen, auf den Intensivstationen oder den Covid-Stationen weiter arbeiten, ohne jedoch einen vollständigen Impfschutz zu haben. Mit der Zweitimpfung zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt haben die Klinikmitarbeiter der Prioritätsgruppe 1 die Möglichkeit, vierzehn Tage vorher Antikörpertiter aufzubauen. Das wiederum kann erheblich dazu beitragen, Personalausfälle durch Coronainfektionen in diesem kritischen Bereich zu reduzieren und somit die Versorgungsstrukturen in Schleswig-Holstein zu stärken. Ärztinnen und Ärzte erwarten eine verlässliche Impfplanung“, kritisiert Michael Wessendorf, erster Vorsitzender Marburger Bund Schleswig-Holstein.

    Der Marburger Bund Schleswig-Holstein fordert die Landesregierung auf, dass Ärztinnen und Ärzte die zweite Corona-Schutzimpfung im zuerst angestrebten Zeitraum von drei Wochen erhalten. „Eine Zweitimpfung innerhalb von drei Wochen sehen wir als Grundlage dafür, dass die Gesundheit der Ärztinnen und Ärzten geschützt wird, sie die Gesundheitsversorgung der schleswig-holsteinischen Bürgerinnen und Bürger langfristig aufrecht erhalten könne und dass die Impfbereitschaft unter den Ärztinnen und Ärzten nicht leidet“, sagt Michael Wessendorf.