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  • Verhandlungen mit BG Kliniken treten auf der Stelle

    Pressemitteilung
    Ärztinnen und Ärzte verleihen ihren Forderungen durch Warnstreik-Aktionen Nachdruck
    19.Juni 2020
    Trotz massiver Warnstreiks und Protestaktionen in einzelnen Kliniken mit bundesweit insgesamt über 400 Teilnehmern hat auch die gestrige 7. Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund und dem Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken) keine inhaltlichen Fortschritte gebracht. „Wir haben den Arbeitgebern unmissverständlich klar gemacht, dass sich die Ärztinnen und Ärzte nicht mit einer, verglichen zu anderen Mitarbeitern, deutlich niedrigeren Tarifdynamik abspeisen lassen. Die Bereitschaft, dieser Forderung auch den notwendigen gewerkschaftlichen Nachdruck zu verleihen, haben unsere Mitglieder deutlich gezeigt, nicht zuletzt die knapp 50 Ärztinnen und Ärzte, die zum Teil quer durch die Republik zum Verhandlungsort nach Berlin gereist waren“, sagte Rolf Lübke, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
    Verhandlungen mit BG Kliniken treten auf der Stelle
    Verhandlungen mit BG Kliniken treten auf der Stelle

    Gerade für junge Ärztinnen und Ärzte ist die im Vergleich zu anderen Tarifbereichen, beispielsweise den kommunalen Kliniken, konkurrenzlos ungünstige Abgeltung der Nacht- und Bereitschaftsdienste in den BG-Kliniken ein erhebliches Problem. Hier war im Februar dieses Jahres ein sachdienlicher Kompromiss gefunden worden, der verhindert hätte, dass Ärztinnen und Ärzte die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten selbst bezahlen müssen. Von dieser Einigung traten die BG Kliniken allerdings zurück, obwohl sie den gefundenen Kompromiss zunächst ausdrücklich begrüßt hatten.

    „Die Arbeitgeber bleiben nachdrücklich aufgefordert, in ihren Gremien insoweit über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken und ihrer Verhandlungskommission die nötigen Spielräume zu verschaffen, um zu einem angemessenen Kompromiss zu gelangen. Dann macht auch die Fortsetzung der Verhandlungen wieder Sinn. An einer weiteren Eskalation in den Kliniken kann den Berufsgenossenschaften auch und gerade in diesen Zeiten nicht gelegen sein. Der Marburger Bund möchte nicht, dass es dazu kommen muss“, betonte Lübke.