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  • Johna: Ausländische Pflegekräfte gut über Arbeit in Deutschland informieren

    MB-Bundesvorsitzende zur Gründung der Deutschen Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe
    11.Dezember 2019
    Der Marburger Bund hat die Gründung der Deutschen Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) begrüßt. „Die Gründung einer Agentur, die durch den deutschen Bürokratiedschungel hilft, die Unterlagen auf Vollständigkeit überprüft und den gesamten Prozess der Anerkennungs- und Visaverfahren koordiniert, ist sicher hilfreich“, sagte die 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Susanne Johna, dem „Deutschen Ärzteblatt“. Die DeFa soll sich um Anträge für Visa, Berufsanerkennung und Arbeitserlaubnis kümmern. Das Saarland hatte die Fachkräfteagentur in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit gegründet und damit einen Beschluss aus der Konzertierten Aktion Pflege umgesetzt.
    Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes
    Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes

    Johna knüpft die Anwerbung von Pflegepersonal aus dem Ausland an Grundvoraussetzungen: „Wenn Pflegekräfte aus dem Ausland aktiv angeworben werden, übernehmen wir damit auch die Verantwortung, es nur in solchen Ländern zu tun, wo diese Pflegekräfte nicht vor Ort dringend gebraucht werden oder eine Chance auf Anstellung hätten. Wir dürfen diese Fachkräfte auch nur dann nach Deutschland holen, wenn wir ihnen eine dauerhafte Perspektive mit echter Integration bieten und sie gut darüber informieren, wie die tägliche Arbeit in Deutschland aussieht. Schlimm wäre es, wenn die ausländischen Pflegekräfte mit falschen Vorstellungen zu uns kämen“, sagte Johna.

    Ohnehin sei es wichtig, dass zukünftige Arbeitgeber möglichst schon während der Anerkennungsphase das Erlernen der deutschen Sprache unterstützen und dann zu Beginn der Tätigkeit in Deutschland diese Unterstützung auch fortsetzen. „Nur wenn sich die gewonnenen Pflegekräfte an ihrem neuen Arbeitsplatz und in der Lebensumgebung wohlfühlen, werden sie auch dauerhaft in Deutschland bleiben“, betonte die MB-Bundesvorsitzende. Gleichzeitig halte sie es für dringend notwendig, eine Ausbildungsoffensive in Deutschland zu starten und jungen Menschen zu zeigen, wie abwechslungsreich und befriedigend die Arbeit in der Pflege sein kann.