• Digitale Modernisierung

    Krankenhausärzte verbinden mit der zunehmenden Digitalisierung ihres Arbeitsplatzes große Hoffnungen, vor allem einen Zuwachs an Qualität in den Arbeitsprozessen, schnellere Abläufe und weniger Aufwand als bisher. Eine Adhoc-Umfrage des Marburger Bundes im Herbst 2017 ergab jedoch, dass Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern häufig mit unzulänglicher, veralteter Technik zurechtkommen müssen und deshalb viele Möglichkeiten nicht nutzen können, die anderswo zum Standard gehören.

    Der Marburger Bund fordert deshalb eine grundlegende Modernisierung der IT in den Krankenhäusern. Notwendig ist ein staatliches Sonderprogramm zum Aufbau eines adäquaten digitalen Netzes im Krankenhausbereich. Dafür müssen finanzielle Mittel in Höhe von 10 Mrd. € in den nächsten 6 Jahren zur Verfügung gestellt werden.

    Dies geht aus einer bundesweiten Umfrage unter rund 1.800 angestellten Ärztinnen und Ärzten hervor, die der Marburger Bund im September/Oktober 2017 durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Befragung zeigen aber auch, dass die Krankenhäuser vielfach unzureichend auf die Digitalisierung vorbereitet sind. Es mangelt an aktueller, vor allem benutzerfreundlicher Hard- und Software, an digitaler Dokumentation und an regelmäßigen Schulungen für IT-gestützte Abläufe. Häufig findet eine Doppeldokumentation von Befunden statt – auf Papier und zusätzlich in digitaler Form.

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