• Deutschlandstipendium: Austausch, der bleibt

    Nachwuchsförderung
    03.Februar 2026
    Dresden/Leipzig
    Auf den Deutschlandstipendium-Events der Unis in Leipzig und Dresden stand Ende Januar die Leistung der Stipendiat:innen im Mittelpunkt. Der MB Sachsen unterstützt zwei engagierte Medizinstudierende mit dem Deutschlandstipendium und begleitet sie auf ihrem Weg ins Berufsleben. Die Abende boten Raum für Austausch und Impulse zwischen Förderer und Stipendiat:innen.

    Es war kein Zufall, dass beim Netzwerktreffen Deutschlandstipendium der Universität Leipzig die Tische zu vier langen Tafelgruppen längs zum Rednerpult aufgereiht waren. Die ungewöhnliche Bestuhlung im Stil der Großen Halle von Hogwarts, Harry Potters Zauberschule, griff am 28. Januar das Thema des Abends auf: Ein Vortrag über den berühmtesten Zauberlehrling der Gegenwartsgeschichte wägte die Anteile von eigener Leistung und Vorbestimmung in den Viten der Potter-Protagonisten ab. Im Ergebnis nahmen sie ihr Magier-Leben stärker in die Hand, als vermutet.

    Damit spannte sich der Bogen zu den vielen anwesenden Stipendiatinnen und Stipendiaten, darunter Medizinstudentin Felicitas Vogt, die vom MB Sachsen gefördert wird. Sie nutzte das Treffen trotz Prüfungsstress für Gespräche über ihr Studium und Harry Potter mit einer Vertreterin des MB Sachsen. Sie ist eine von zwei Studierenden der Humanmedizin in Sachsen, die der Landesverband mit dem Deutschlandstipendium unterstützt. 

    Deutschlandstipendium-Netzwerktreffen der Universität Leipzig am 28. Januar 2026. Bild: UKL/Swen Reichhold

    An der TU Dresden wurde die Frage nach Verantwortung und Zukunftsgestaltung aus einer anderen Perspektive aufgegriffen. Bei der dortigen Stipendienfeier am 30. Januar stand ein TEDx-Vortrag zum Thema nachhaltiges Investieren im Mittelpunkt. Er verdeutlichte, dass echte Wirkung nur entsteht, wenn Kapital nicht nur Rendite abwirft, sondern auch der Gesellschaft zugutekommt. 

    Eine solche Form des nachhaltigen Investierens sind auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten selbst. Der MB Sachsen fördert in Dresden den Medizinstudenten Julius-Immanuel Lehm und investiert damit gezielt in den ärztlichen Nachwuchs. Auch er nahm sich zwischen mehreren Prüfungen und nach einer langen Nacht im Einsatz als freiwilliger Feuerwehrmann bewusst Zeit, an der Feier teilzunehmen und den Austausch mit einer Vertreterin des MB Sachsen über Studium und Engagement zu suchen.

    Deutschlandstipendium-Feier der Technischen Universität Dresden am 30. Januar 2026. Bild: TUD

    Das Deutschlandstipendium ist ein bundesweites Förderprogramm. Unterstützt werden Studierende, die sich durch starke Leistungen, besonderes Engagement oder ihren persönlichen Werdegang auszeichnen. Die Förderung beträgt 300 Euro pro Monat und wird je zur Hälfte vom Bund und von privaten Förderern getragen.

    Für den MB Sachsen bedeutet das Deutschlandstipendium mehr als nur finanzielle Unterstützung: Durch die Förderung begleitet der Verband Medizinstudierende frühzeitig, ermöglicht Einblicke in die ärztliche Berufswelt und stärkt den Austausch in der medizinischen Fachwelt. So erhalten die Stipendiat*innen des MB Sachsen frühzeitig ein starkes Netzwerk und die Möglichkeit, ihre berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.