
Ein besonderer Fokus lag auf den rechtlichen Rahmenbedingungen des Praktischen Jahres. Steffen Forner, Geschäftsführer des MB Sachsen, führte anschaulich durch die wichtigsten Fragen, die viele im Raum beschäftigten: Was darf ich eigentlich im PJ? Was muss ich beachten? Und wo sind klare Grenzen? Themen wie Arbeitszeiten, Fehlzeiten oder freiwillige Dienste wurden ebenso beleuchtet wie zentrale Haftungsfragen, insbesondere das sogenannte Übernahmeverschulden. Anhand konkreter Beispiele aus dem Klinikalltag wurde schnell deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Rolle realistisch einzuschätzen.
Elenor Jung, Mitarbeiterin für Digitale Kommunikation & Outreach, stellte den Marburger Bund als starken Partner für angestellte Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende vor. Dabei ging es nicht nur um Strukturen, sondern vor allem um konkrete Unterstützung: Von der kostenfreien studentischen Mitgliedschaft über persönliche juristische Beratung bis hin zu praxisnahen Seminaren – die Studierenden erhielten einen greifbaren Eindruck davon, wie sie bereits im PJ von ihrer Mitgliedschaft profitieren können. Auch aktuelle berufspolitische Themen wurden thematisiert, etwa die Forderung nach einer fairen Aufwandsentschädigung im PJ und notwendige Verbesserungen im Medizinstudium.
Die Studierenden lernten auch die neue MarburgerBund App kennen. Sie ist ein praktischer Begleiter, der Informationen, Veranstaltungen und Unterstützung rund um das PJ und den Berufseinstieg bündelt und jederzeit verfügbar macht.

Das Feedback der Studierenden fiel entsprechend positiv aus: Die Seminare wurden nicht nur sehr gut angenommen, sondern hinterließen bei vielen das Gefühl, dem nächsten großen Schritt ein Stück sicherer entgegenzugehen. Die anfängliche Neugier und Aufbruchsstimmung wich am Ende der Veranstaltung einem Gefühl der Klarheit und Zuversicht. Der nächste PJ-Info Treff findet am 20. Mai in Dresden statt.
Bilder: Jung/MB Sachsen
