Mit rund 2.750 Studienplätzen bietet Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Studienplätze für Humanmedizin. Ein Teil davon ist für die Landarztquote reserviert, die einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung insbesondere im ländlichen Raum leisten soll.
„Nordrhein-Westfalen leistet bundesweit den größten Beitrag zur Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten. Damit die Medizinerinnen und Mediziner auch dort arbeiten, wo sie am dringendsten gebraucht werden, haben wir die Landarztquote erhöht", betont Wissenschaftsministerin Ina Brandes. "Das erleichtert all jenen den Einstieg ins Studium, die dafür brennen, als Hausarzt die medizinische Versorgung auch in ländlichen Regionen zu sichern.“
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann verweist auf die Vorreiterrolle des Landes: „Nordrhein-Westfalen hat 2019 als erstes Bundesland eine Landarztquote eingeführt. Das Modell hat sich bewährt und ist inzwischen Vorbild für zahlreiche andere Länder. Mehr als 1.100 angehende Hausärzte haben sich bereits im Rahmen der Landarztquote verpflichtet. Die ersten Absolventen befinden sich inzwischen in ihrer fachärztlichen Weiterbildung. "Mit der Erhöhung der Studienplätze stärken wir die hausärztliche Versorgung dort, wo sie künftig besonders gebraucht wird", sagt Wissenschaftsministerin Ina Brandes.
Der Anteil der für die Landarztquote reservierten Studienplätze an den staatlichen Universitäten steigt von bisher 7,8 auf 8,8 Prozent. Seit Einführung der Landarztquote zum Wintersemester 2019/20 wurde die Zahl der entsprechenden Studienplätze damit um rund 32 Prozent erhöht.
Die Vergabe der Studienplätze erfolgt über das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW). Neben der Abiturnote und dem Ergebnis des Tests für Medizinische Studiengänge (TMS) fließen auch einschlägige Berufserfahrung im Gesundheitswesen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen aus einem Auswahlgespräch in die Bewertung ein. Die Zulassung erfolgt anschließend über die Stiftung für Hochschulzulassung.
