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  • Kommentare

    06. Apr. 2020
    Die nordrhein-westfälische Landesregierung wollte vorige Woche in einem Eilverfahren ein Epidemie-Gesetz verabschieden, dass bei „einer epidemischen Lage von landesweiter Tragweite“ Krankenhäusern die Schaffung von Behandlungskapazitäten ermöglicht und im „Falle des Personalmangels“ Ärzte und Pflegekräfte zwangsverpflichten kann, gegen die Epidemie zu kämpfen. Uns haben viele Ärztinnen und Ärzte kontaktiert und sich insbesondere über Zwangsmaßnahmen empört geäußert. Wir haben mit einer Pressemitteilung vor solchen unverhältnismäßigen und untauglichen gesetzlichen Eingriffen in das Gesundheitswesen im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Massive Proteste der Opposition und der Ärzteschaft haben das Gesetz ausgebremst. Wir begrüßen, dass nun im regulären Verfahren die Ausschüsse beraten und am 6. April u.a. die beiden Ärztekammern in NRW und wir als Marburger Bund in einer Anhörung Bedenken gegen einzelne Aspekte des Epidemie-Gesetzes äußern können.
    23. Mär. 2020
    Nie dagewesen und schlicht unvorstellbar: Seit Wochen erleben wir erst mediale Berichte aus der fernen Welt und schließlich persönlich auch hierzulande Tag für Tag zunehmender, was wir uns zuvor niemals haben wirklich vorstellen können. Ein neuartiges Virus fordert unser Leben heraus, unser gesellschaftliches Zusammenleben, unsere Demokratie, unsere Volkswirtschaft, unsere gesundheitliche Versorgung, uns Ärztinnen und Ärzte und letztlich vor allem unsere Patienten. Wir Ärztinnen und Ärzte haben keinen Zweifel – es geht in den nächsten Wochen und vermutlich auch Monaten hierzulande für sehr viele Menschen sprichwörtlich um Leben und Tod. Vor allem Hochrisikopatienten müssen bestmöglich geschützt und im Erkrankungsfall versorgt werden.
    05. Mär. 2020
    Wir erreichen für die angestellten Krankenhausärztinnen und -ärzte immer wieder deutliche Verbesserungen, auch wenn dies oft erst nach zähen Ausei­nan­dersetzungen gelingt – wie bei der kommunalen Arbeitgeberseite. Manche Arbeitgeber – wie zuletzt die Berufsgenossenschaften – nutzen die mit uns vereinbarten Verbesserungen wie den vollständigen Ausgleich der Ruhezeit sogar zur Anwerbung ärztlicher Kolleginnen und Kollegen. Zu Recht! Dagegen lassen die kommunalen Arbeitgeber seit 2006 die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) fahrlässig im Stich. Offene Stellen wurden unattraktiv. Die Differenzen in Höhe von 1.000 Euro monatlich und die teilweise ungeklärten Arbeitsbedingungen haben dazu geführt, dass mittlerweile ein Drittel der Arztstellen im ÖGD nicht mehr besetzt werden kann.
    18. Dez. 2019
    Weihnachten und das Ende des Jahres stehen vor unserer Tür. Wir können auf ein besonderes, intensives Jahr zurückblicken. In den vergangenen Monaten haben wir bei zwei Kammerwahlen großartige Ergebnisse erzielt, die es uns ermöglichen, die gemeinsamen beruflichen Interessen aller Kammermitglieder sachkundig zu vertreten. Berufspolitisch setzen wir in den Ärztekammern unseren kooperativen Weg erfolgreich fort.
    10. Dez. 2019
    Die nordrhein-westfälische Landesregierung will noch vor dem Jahresende den Entwurf zum Pflegekammergesetz in den Landtag einbringen. Im Jahr 2020 soll in NRW eine Pflegekammer gegründet werden, die zweifelsohne eine beachtliche Größe erreichen wird. Mit geschätzten 185.000 Kammermitgliedern wird in NRW gerechnet, die neue Pflegekammer NRW wird unsere beiden Ärztekammern bei der Mitgliederzahl deutlich übertreffen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat von Beginn an betont, dass er mit der Errichtung einer Pflegekammer in NRW ein klares Signal an die Beschäftigten in der Pflege geben möchte: Der Stellenwert und die Interessen des Pflegeberufs in unserem Gesundheitssystem sollen deutlich gestärkt werden. Wir dürfen gespannt sein, ob die hohen Erwartungen, die die Pflegenden in ihrem Arbeitsalltag selber haben, sich tatsächlich so erfüllen lassen.
    14. Nov. 2019
    Immer mehr der 440 Krankenhäuser in unserem Landesverband geraten in eine existenzielle Lage. Nur ein paar Beispiele: Die Via Salus Kliniken haben jüngst nur mithilfe der Alexianer-Gruppe die Rettung aus der Insolvenz geschafft. Vier Malteserkrankenhäuser im Rheinland stehen aktuell vor dem Verkauf und der letzte Herzchirurg hat just die Asklepios Kinderklinik in St. Augustin verlassen. Der Träger kündigte an, die Kinderklinik zu schließen. Selten sind die Veränderungen in unserer Krankenhauslandschaft so sichtbar wie in den vergangenen Wochen, aber es sind längst nicht mehr nur die kleinen Kliniken, die von der Schließung bedroht sind.
    31. Okt. 2019
    In unserer ärztlichen Berufspolitik haben wir gute Gründe mit dem laufenden Jahr recht zufrieden zu sein. Nicht nur bei der Kammerwahl in Nordrhein haben wir im Mai ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und unsere MB-Fraktion um fünf Mandate vergrößert. Auch in Westfalen-Lippe gelang uns nun ein solch gutes Ergebnis. Dank des Vertrauens unserer Wählerinnen und Wähler haben wir unsere MB-Fraktion in der westfälisch-lippischen Kammerversammlung ebenfalls um fünf Mandate vergrößert.
    09. Okt. 2019
    Höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen – das Engagement vieler Tausend Klinikärztinnen und -ärzte in diesem Frühjahr hat sich endlich gelohnt: Nach langem Hin und Her sind die Redaktionsverhandlungen mit der VKA abgeschlossen. Die gut 10.000 Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern in NRW und RLP dürfen sich nun über eine baldige Nachzahlung bei ihren Gehältern freuen. Noch wertvoller sind aber die ebenfalls vereinbarten neuen Grenzen bei freien Wochenenden, die Begrenzung der Bereitschaftsdienste, die verlässliche Dienstplanung und vor allem – die manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung! Die stellt eine echte Zäsur dar! In den kommunalen Krankenhäusern beginnt nun die Phase der Umsetzung der vereinbarten Reglungen. Ich bin mir sicher, die Umsetzung des Erreichten wird von uns allen in den nächsten Monaten besondere Anstrengungen erfordern. Und es wird vor Ort in den Häusern nicht ohne individuelles und gemeinsames Engagement der Ärzteschaft gehen. Es werden sich viele Fragen ergeben.
    01. Okt. 2019
    Stehen wir vor einem Wandel der Krankenhauslandschaft? Die Antwort muss mit einem klaren „Ja“ gegeben werden. Wandel hat es natürlich immer gegeben. Ob durch die Änderung der Finanzierung, die Einführung von DRG, OPS und ICD oder durch die Einführungen neuer medizinischer Methoden – man denke nur an die Intensivmedizin. Aber stehen wir auch vor einer Verbesserung der Versorgungsbedingungen? Tauschen wir Zeitmangel und ökonomischen Druck gegen qualitativ gute Versorgung? Wir selber haben zuletzt versucht, durch tarifliche Reduzierung die Arbeitslast zu verringern, Zeit für uns und die Versorgung zu gewinnen. Wir werden sehen, wie viel von dem Erwarteten mit dem durch unsere Streiks erzielten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in Erfüllung geht. Letztendlich ist unser Ziel ein erfüllter Arztberuf – vom Jobtrauma zurück zum Traumjob. Das Jobtrauma konnten wir gerade in der erstmals durchgeführten Oberarztbefragung erneut deutlich dokumentieren.
    21. Aug. 2019
    „Virtuelles Krankenhaus“: Digitales Facharzt-Netzwerk soll Leben retten, so titelte die Welt am 9. August 2019. Sicher, kürzere Wege können Behandlung verbessern – aber auch Leben retten? „Wir wollen Räume überwinden, Wissen teilen und so das Leben verbessern und verlängern“, kündigt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann das Projekt an, das er selbst „eines der wichtigsten meiner Gesundheitspolitik“ nennt. Gerade der ländliche Raum soll profitieren. Mit der Einrichtung soll auch Patienten in peripheren Krankenhäusern Zugang zur Universitätsmedizin ermöglicht werden, ohne dass sie dort hinfahren müssen. „Per Mausklick“ zu einem Experten-Zentrum über ein zentrales Verzeichnis. Quasi ein Konsil einer Universität in ausgewählten Fällen. Gute Idee! Aber was ist mit einer Anschubfinanzierung von zwei Millionen Euro im Jahr ab 2020 wirklich zu erreichen? Allein das Projekt „TELnet@NRW zur Verbesserung der intensivmedizinischen und infektiologischen Behandlungsqualität ist mit 19,6 Millionen Euro ausgestattet.