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  • Kommentare

    05. Mai 2022
    Seit 70 Tagen tobt im Osten Europas ein verheerender Krieg. Der nicht zu rechtfertigende Überfall des russischen Militärs berührt uns hierzulande tief. So erschreckend schon allein die Angriffe auf Soldaten und militärische Einrichtungen in der Ukraine sind, umso fürchterlicher sind die völkerrechtswidrigen Tötungen von Zivilisten. Die grauenhaften Nachrichten, die uns seit dem 24. Februar erreichen, verdeutlichen, dass Putin bewusst den Krieg seiner Truppen eskalieren lässt. Wo aber stehen wir als Ärztinnen und Ärzte eigentlich in diesem Krieg, was ist die Grundlage unseres Handelns?
    14. Apr. 2022
    Die Dienstgeber im Deutschen Caritasverband haben in der konstituierenden Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission am 31. März 2022 ein Angebot für die Gehaltsrunde der an katholischen Krankenhäusern beschäftigten Ärztinnen und Ärzte vorgelegt. Der Sprecher der Dienstgeberseite, Norbert Altmann, prahlt in den jüngsten Caritas-Publikationen von einem „attraktiven“ Angebot für eine „Tarif“-Runde. Dazu ist zunächst festzustellen, dass es im Caritasbereich leider keine Tarifverträge gibt. Diese lehnt der Caritasverband ab. Die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) der Deutschen Caritas sind vielmehr allgemeine Geschäftsbedingungen, die nur auf der Grundlage einzelvertraglicher Vereinbarungen zum Inhalt der individuellen Arbeitsverträge gemacht werden. Als „attraktiv“ kann man das aktuell vorgelegte Angebot zur Änderung der Caritas-AGB auch nicht wirklich bezeichnen.
    22. Mär. 2022
    Seit über zwei Jahren bewältigen wir weitaus mehr als den ganz normalen Klinikalltag. Wir stellen uns als Ärztinnen und Ärzte täglich hohen Risiken einer viralen Gefahr. Dank der Impfungen können wir uns zwar selber mittlerweile vor schweren Verläufen gut schützen. Dafür ist unsere Arbeitslast seit über zwei Jahren enorm. Aktuell versorgen wir in den Kliniken laut DKG so viele Covid-19-Patienten wie noch nie. Täglich erreichen uns Rekorde bei Inzidenzen. In den Kliniken fallen unzählige Kollegen infiziert aus. Deren Arbeit müssen wir kompensieren. Wir alle leisten dadurch weit mehr, als unsere Tarifverträge eigentlich zulassen. Entspannung ist nicht in Sicht: Mit den Lockerungen sind eher noch weiter steigende Infektionsfälle zu erwarten. Wo bleibt in dieser Lage Wertschätzung für uns? Die finanzielle Lage unserer Kliniken ist doch nicht schlechter als vor der Pandemie. Wir Ärztinnen und Ärzte, die händeringend benötigt werden, haben es besonders verdient, besser behandelt zu werden. Das sollte insbesondere für die laufenden Tarifverhandlungen für die 60.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Kliniken gelten.
    28. Feb. 2022
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen;
    ich möchte mich zu dem unfassbaren Krieg in der Ukraine äußern. 77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges herrscht wieder Krieg in Europa. Die Nachricht vom Überfall des russischen Militärs auf die benachbarte Ukraine hat weltweit schieres Entsetzten hervorgerufen. Fassungslosigkeit. Auch hierzulande. Auch bei mir.
    10. Feb. 2022
    Digitalisierung ist in aller Munde. Wo aber stehen wir? Was fehlt uns? Was ist für uns Ärztinnen und Ärzte und unsere Patientenversorgung nützlich? Wo gibt es Fehlentwicklungen? Blicken wir auf die Universitäten, sehen wir, das aktuell nicht nur digitale Fortschritte zu vermelden sind, denn mitunter bleibt der Datenschutz auf der Strecke. Jüngstes Beispiel: Der AStA der FU Berlin hat durchgesetzt, dass WebEx als Videokonferenzsystem, auch für die digitale Lehre zeitnah durch ein datenschutzkonformes System ersetzt werden muss. Es geht mir nicht um den speziellen Anbieter. Dieser steht für viele – gemein ist vielen Systemen, dass Sie in der Cloud arbeiten, also auf fremden Computern. Sieht es in der medizinischen Arbeitswelt mit der Digitalisierung besser aus? Was erwarten wir? Digitalisierung könnte uns alle medizinischen Information unserer Patienten zur Verfügung stellen, damit wir ein umfassendes Bild seiner bereits untersuchten Gesundheit erlangen. Bisher stehen uns meist aber nur ausgewählte Daten – etwa der letzten Diagnose – zur Verfügung. Wir brauchen sicherlich mehr.
    19. Jan. 2022
    Impfzwang, Impfpflicht, Impfdruck – wo stehen wir als Ärztinnen und Ärzte? Unser Alltag im dritten Corona-Jahr: 3.000 Corona-Infizierte werden zurzeit im Bundesgebiet intensivmedizinisch behandelt. 1.800 müssen beatmet werden. Gegenwärtig sind 18 Prozent der 25.000 Intensivbetten frei. „In Deutschland ist die aktuelle Lage nicht angespannt“, bilanziert das Divi-Intensivregister am 16. Januar, denn freie Intensivbetten seien noch verfügbar. Wir haben uns in den MB-Hauptversammlungen für eine berufsbezogene Impfpflicht ausgesprochen. In unseren Ärztekammern sogar für eine Impflicht der über 18-Jährigen Bevölkerung. Dafür hatten wir gute Gründe. Die Risiken der Infektion haben wir weitaus größer eingeschätzt als die Gefahren der Impfung. Nüchterne Zahlen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Am 16. Januar werden in beiden Ländern 310 Covid-Patienten beatmet, weitere 219 liegen auf den Intensivstationen. 1.215 Intensivbetten sind derzeit noch frei. Müssen wir angesichts dieser Lage unsere Meinung ändern?
    21. Dez. 2021
    2021 neigt sich dem Ende zu. Zu Jahresbeginn erfüllten sich unsere großen Hoffnungen, dass wir einen Impfstoff gegen Corona erhalten. Das Impfen startete in NRW und RLP jedoch nicht so reibungslos und schnell, wie wir es erwartet haben. Es gab aus ärztlicher Sicht vieles zu kritisieren: unverlässliche Abläufe, immer wieder Impfstoffmangel, eine oft missglückte Kommunikation oder bedenkliche Priorisierungspläne. Zumindest blicken Geimpfte seither aber mit weniger Risiken und Ängsten in die Zukunft.
    01. Dez. 2021
    Von Katharina Stoev und David Manamayil
    Ob jung oder schon älter – die Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte haben sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Wir junge Ärztinnen und Ärzte erleben es täglich, aber das geht auch aus einer aktuellen Befragung des Marburger Bundes hervor. Junge Ärztinnen und Ärzte begreifen sich als Teamplayer. Die allgemeine Wahrnehmung ist jedoch, dass in der öffentlichen Berichterstattung aktuell nur ein Teil der Mannschaft bedacht wird. Der Fokus der Medien richtet sich vornehmlich auf Pflegekräfte. Dabei arbeiten beide Berufsgruppen rund um die Uhr in einem Team. Auch die Politik hat offensichtlich kein Verständnis dafür, dass die Patientenversorgung eine Teamarbeit verschiedener Professionen ist. Ärztinnen und Ärzte schildern in Medien allenfalls die aktuelle Corona-Situation in den Kliniken. Wir warnen vor den Folgen der Corona-Infektionen, werben für mehr Impfungen. Aber Äußerungen über unsere eigene Belastung sind selten zu hören.
    10. Nov. 2021
    Viele von uns haben darauf gehofft, dass die Corona-Pandemie hierzulande mit steigender Impfquote allmählich ihre Dynamik verliert und endlich wieder mehr Normalität in den Alltag einkehrt. Mit den aktuell auf Rekordhöhe gestiegenen Infektionszahlen rückt aber die Corona-Pandemie im allgemeinen Bewusstsein und auch auf der politischen Agenda wieder weiter nach vorne. Forderungen nach einer Impfpflicht werden laut. Umfragen haben jüngst sogar erstmals in der Bevölkerung eine Mehrheit für die Corona-Impfpflicht ausgemacht. Warum steigt die Inzidenz derzeit so stark? Zuletzt waren fast 58 der über 83 Millionen Einwohner in der Bundesrepublik mindestens einmal geimpft. Das ist zweifellos ein Erfolg, aber für die vielfach erhoffte Herdenimmunität ist es jedenfalls bei weitem zu wenig.
    28. Okt. 2021
    Der Regierungswechsel ist von vielen Bundesbürgern gewollt und auch erwartet worden. Nach der Bundestagswahl und mit Beginn der Koalitionsverhandlungen stellen wir Ärztinnen und Ärzte uns natürlich zahllose Fragen, inwiefern sich in unserem beruflichen Alltag in den nächsten fünf Jahren endlich positive Veränderungen ergeben werden. Welche unserer Hoffnungen werden erfüllt? Artikulieren wir unseren Fragen-Katalog.