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  • Kommentare

    16. Jun. 2021
    Haben Sie es auch gelesen? Ein börsennotierter Krankenhauskonzern kassiert staatliche Corona-Unterstützung und baut jede zehnte Arztstelle ab. Gleichzeitig werden Rekord-Dividenden an die Aktionäre auszahlt. Wir haben dies als Marburger Bund öffentlich ausdrücklich und scharf gerügt. Krankenhäuser dürfen keine Money-Maker sein! Solchen privaten Klinikträgern scheint der Shareholder Value wichtiger als die Patientenversorgung zu sein.
    Wer inmitten der Corona-Pandemie die ohnehin sehr hohe Arbeitsbelastung der Ärzteschaft, durch Ausdünnung des Personals weiter steigen lässt, zeigt die hässlichste Seite der viel zu weit fortgeschrittenen Ökonomisierung des Gesundheitswesens: Die Patientenversorgung wird zunehmend kommerzialisiert und Profitmaximierung ist das Maß der Dinge. Das lehnen wir aus Überzeugung klar ab! Shareholder Value auf dem Rücken der Patienten, Ärzte und Pflegenden, und das auch noch zu Lasten der Sozialkassen, ist und bleibt der absolut falsche Weg! Unsere Patienten haben das Recht auf eine gute, und nicht nur ausreichende, medizinische Versorgung jenseits geschäftstüchtiger Überlegungen.
    10. Jun. 2021
    Für die Politik scheint die Corona-Pandemie bereits Geschichte zu seien. Zumindest für Krankenhäuser und Rehakliniken sollen zum 15. Juni die Ausgleichszahlungen auslaufen. Der Beirat im BMG akzeptierte die Berechnungen von Prof. Augurzky und Prof. Busse: Die ausschließlich stationären „Erlöse“ allgemeiner Krankenhäuser seien im Schnitt um 3,7 Prozent gestiegen, bei Reha-Kliniken um 10,6 Prozent, maßgeblich durch Ausgleichszahlungen des Bundes. Trotz des Rückgangs an Fällen seien die Zahlungen der Kassen für alle in Kliniken erbrachten Leistungen um 1,7 Prozent gestiegen. Also alles gut?
    27. Mai 2021
    Wer nach seinem Studium in einem Krankenhaus den Arztberuf aufnimmt, erlebt eine ernüchternde Realität: Oft liegt die tatsächliche Arbeitszeit oberhalb der in unseren Tarifverträgen festgeschriebenen Grenzen. Dabei schreibt das Arbeitszeitgesetz wöchentliche Höchstgrenzen von 48 Stunden vor, die nur in Verbindung mit Bereitschaftsdienst überschritten werden dürfen, wenn jeder Einzelne das „Opt-Out“ unterschrieben hat. Das Arbeitspensum ist hoch. Aus unseren MB-Umfragen wissen wir, dass die tatsächliche Wochenarbeitszeit inklusive Dienste und Überstunden bei mehr als zwei Drittel der Befragten deutlich über 48 Stunden liegt. Mehr als die Hälfte aller Ärztinnen und Ärzte leistet monatlich viele Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaften, auch an Wochenenden, mit denen der 24-Stunden-Betrieb der Kliniken sichergestellt wird. Vielfach gibt es keine Zeiterfassung, oft werden ärztliche Überstunden weder bezahlt noch mit Freizeit ausgeglichen.
    03. Mai 2021
    Wir haben lange auf Vieles verzichten müssen: Mit Freunden Essen oder in Museen gehen. Endlich wieder erholsame Urlaubstage an sonnigen Stränden erleben. Beim Einkauf keine Masken mehr tragen. Keine Abstände halten. Wer wünscht sich das nicht zurück? Das ist aber nur ein Traum, denn unsere Realität ist trotz leichter Rückgänge bei Corona-Infektionen unverändert besorgniserregend. Auf den Intensiv- und Covid-Stationen arbeiten Ärztinnen und Ärzte ebenso wie die Pflegekräfte seit Monaten am Anschlag. In NRW müssen Patienten verlegt werden, weil die Intensivstationen überfüllt sind, Kapazitäten fehlen. In den meisten Regionen in NRW sind aktuell nur noch sechs bis zehn Prozent der Intensivbetten frei. Eine lebensgefährliche Situation. Zeit für Lockerungen der Einschränkungen?
    29. Apr. 2021
    DÄT – einmal im Jahr richtet sich der Blick der Öffentlichkeit auf uns – die deutsche Ärzteschaft. Kurzes Interesse am Ringen der Kolleginnen und Kollegen um die Belange der Ärzteschaft und unserer Patienten, um die Gesundheitsversorgung heute und in Zukunft. Dabei liegen wichtige Themen an: Auswirkungen von Corona, Gesundheitspolitik und Bundestagswahl, Diskussion um ärztlich assistierten Suizid, Krankenhausversorgung der Zukunft, Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheitsversorgung, Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe, e-Logbuch und Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie und, und, und. Anders? Das erste Mal Digital! Und es ist das erste Mal DÄT ohne Heidrun Gitter! Immer noch unbegreiflich für mich. Solange ich denken kann, war Heidrun da. Sie fehlt! Als Vizepräsidentin der BÄK, als Präsidentin in Bremen – aber besonders als Streiterin für die Interessen der Krankenhausärzte, ja der Ärztinnen! Durch und durch Orange! Im wahrsten Sinne Kämpferin über Jahrzehnte für unser aller Belange – schon als Studentin. Immer streitbar, aber stets mit dem Blick auf Lösungen im Sinne guter Versorgung aller Menschen gerichtet.
    13. Apr. 2021
    Meine Frau konnte doch noch laufen, als sie vor 14 Tagen ins Krankenhaus gekommen ist. Jetzt liegt sie in unserem Wohnzimmer und ist ein Pflegefall. Immer, wenn ich angerufen habe, haben die Schwestern gesagt, es sei alles gut, und es gehe ihr schon viel besser. Da stimmt doch etwas nicht. Die Ärzte habe ich nie erreicht.“ „Ich musste meinen Mann in der Notaufnahme abgeben, dann habe ich erst einmal nichts mehr von ihm gehört.“ Äußerungen wie diese höre ich in den letzten Wochen immer häufiger von Angehörigen meiner Patientinnen und Patienten, aber auch im Freundeskreis. Alle sind fest davon überzeugt, dass „die da im Krankenhaus“ einen „verdammt guten Job“ machen. Niemand möchte mit den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegekräften und allen anderen im Krankenhaus Tätigen tauschen. Alle sind fest davon überzeugt, dass die Mitarbeiter an ihrer Belastungsgrenze stehen, sie oft sogar überschreiten. Doch es bleibt da dieses „aber“, still zwischen den Zeilen oder laut ausgesprochen.
    11. Mär. 2021
    "Mach Karriere als Mensch", so lautet die Kampagne des Bundesfamilienministeriums um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, für einen Pflegeberuf zu gewinnen. Als ich jung war, wollte ich auch einen Beruf ergreifen, der mir ‚als Mensch‘ Freude machen würde, in dem ich ‚als Mensch‘ tätig sein kann. Einen Beruf eben, den man aus Berufung wählt, einen Beruf mit ‚Profession‘ (so wie auch den Berufen der Pflege, dem Beruf der Richterin/des Richters oder der Lehrerin/des Lehrers eine Profession zugrunde liegt).
    10. Mär. 2021
    Aus unseren Umfragen und aus unserem täglichen Erleben im Klinikalltag wissen wir, dass sich immer mehr angestellte Ärztinnen und Ärzte wünschen, ihren Beruf besser mit ihrem Familienleben zu vereinbaren. Es ist sehr erfreulich, dass sich junge Ärztinnen und Ärzte nicht mehr zwischen Kindern und Karriere entscheiden wollen, sondern nach geeigneten Wegen suchen, um beide Lebenswelten gut miteinander zu verbinden. Doch die Realität weist leider noch viel zu oft hohe Hürden auf. Der Marburger Bund unterstützt Ärztinnen und Ärzte. So haben wir in unseren Tarifverträgen neue Reglungen zur Absenkung der Gesamtarbeitslast durchgesetzt, die unter anderem die Arbeit planbarer machen und die Zahl der maximalen Bereitschaftsdienste wie Wochenenddienste begrenzen.
    24. Feb. 2021
    Von Michael Karch
    Ziehen wir zunächst eine erste, ernüchternde Bilanz: Über 100.600 Menschen in Rheinland-Pfalz haben sich seit dem Februar 2020 bereits mit dem Corona-Virus infiziert. 3031 Rheinland-Pfälzer sind an Covid-19 gestorben. Aktuell (23. Februar) haben wir knapp 6.000 Bürger in RLP, die corona-positiv getestet wurden. Wir alle wissen aus unserer täglichen Arbeit, was das gefährliche Sars-CoV-2-Virus anrichten kann, wie infizierte Patienten um ihr Leben kämpfen und wie sehr wir alles medizinisch Erdenkliche tun, um wieder eine Genesung unserer Patienten zu erreichen.
    17. Feb. 2021
    Ein wirklich bedeutender Schritt vorwärts? Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat Ende Januar den „Modellstudiengang Humanmedizin“ am Standort Bielefeld genehmigt. Das ist fraglos ein Meilenstein bei der 2017 beschlossenen Gründung der Medizinischen Fakultät OWL. Aber ist es auch ein Wegweiser? Als Marburger Bund NRW/RLP begrüßen wir die behördliche Genehmigung zum Ausbau der Studienplatzkapazitäten im westfälischen Landesteil außerordentlich. Das Projekt wäre gar nicht realisiert worden, wenn der frühere Präsident und heutige Ehrenpräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Prof. Dr. med. Theodor Windhorst, dieses einzigartige Vorhaben nicht über viele Jahre persönlich so unterstützt hätte.