• Kommentare

    Kommentar von Michael Krakau zur neuen Ärztegeneration
    05. Dez
    Im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetages diskutierten bei einer Veranstaltung der Bundesärztekammer junge Ärztinnen und Ärzte über die großen Unterschiede im ärztlichen Selbstverständnis zwischen ihnen und der früheren Ärztegeneration. Dieser Dialog ist nicht abgebrochen. Es ist vor allem jungen Ärztinnen und Ärzten aus unserem Landesverband zu verdanken, dass ihre Meinung unter dem Titel „Es ist Zeit für ein neues Arztbild“ jüngst im angesehenen Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Mit gutem Recht betonen die jungen Ärztinnen und Ärzte dabei, dass sie eben nicht der oft geschmähten „Generation Spaß“ angehören, sondern wie ältere Kollegen auch ihren ärztlichen Beruf als eine Berufung verstehen. Sie sind hoch motiviert und zudem hochqualifiziert ausgebildet, um ihren Patienten bestmöglich ärztlich zu versorgen.
    Kommentar von Inna Agula Fleischer und Dr. Thorsten Hornung
    29. Aug
    Junge Ärztinnen und Ärzte wollen die beste Versorgung für Patienten - aber nicht mehr auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Familienlebens. Es gibt reichlich Stereotypen, die einer Generation anhaften. Ob Traditionalisten, Babyboomer, Generation Golf oder wahlweise X, Generation Y und vorerst zuletzt die Generation Youtube/Spaß. Es kursieren regelmäßig soziologische Stempel, aber wohl kaum einer dieser gebräuchlichen Generationsbegriffe kann wirklich alle zugehörigen einzelnen Individuen erfassen.
    Kommentar des ersten Landesvorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    09. Jul
    Auftakt für eine neue Vergütungsrunde bei der Deutschen Caritas: Die Dienstgeber und Dienstnehmer der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) in der Caritas haben sich in der Bundeskommission in Fulda geeinigt. Die Gehaltseinigung im Caritas-Bereich hat keine Auswirkung auf die ärztlichen Gehälter in kirchlichen Kliniken.
    Aktueller Kommentar des ersten Landesvorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    30. Mai
    Gerade in einer Ära des Ärztemangels ist meiner Ansicht nach die Frage, was unserer Gesellschaft der ärztliche Nachwuchs wert ist, von sehr hoher Bedeutung. Als Marburger Bund liegt uns die Unterstützung und Förderung sowohl der Studenten als auch der jungen Ärzte besonders am Herzen, denn es waren junge engagierte Ärztinnen und Ärzte, die den Marburger Bund vor sieben Jahrzehnten gegründet haben. Ich meine, wenn junge Medizinstudenten heute nach ihrem 2. Staatsexamen den Klinikalltag erleben, sollten sie in ihrem PJ akzeptable Arbeitsverhältnisse vorfinden, eine strukturierte, ausgezeichnete Lehre und eine faire Vergütung erhalten. Die Realität ist leider längst nicht so.
    Aktueller Kommentar von Dr. med. Claus Beermann - Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des MB NRW-RLP
    09. Mai
    Unserer Krankenhauslandschaft drohen in den nächsten Jahren gewaltige Veränderungen. Es sind keine moderaten strukturellen Verbesserungen der gewohnten stationären Versorgung, die jetzt vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in die Wege geleitet wurden, es droht vielmehr ein bisher nie dagewesener Kahlschlag. Viele vor allem kleinere Kliniken sollen geschlossen werden, um so die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren.
    Aktueller Kommentar von Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger - Mitglied im Vorstand des Marburger Bundes NRW/RLP und der Ärztekammer Nordrhein
    28. März
    Es ist löblich, dass NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Krankenhäuser nicht in erster Linie als Wirtschaftsbetriebe sieht, sondern als Versorgungseinrichtungen für kranke Menschen. Ich danke ihm dafür, denn das sehen wir Krankenhausärzte genauso. Weil das so ist, hat der Staat eine Verantwortung für die Krankenhausversorgung. Minister Laumann betont, dass er diese entschieden wahrnehmen will. Das ist richtig und notwendig! Zu dieser Verantwortung gehört aber auch finanzielle Verantwortung. Vollständig und nicht nur anteilig.
    Aktueller Kommentar des Präsidenten der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz - Dr. med. Günther Matheis
    14. März
    Rheinland-Pfalz war in den 70er Jahren das erste Bundesland, das die finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in seinem Landeskrankenhausgesetz festgeschrieben hat. Rheinland-Pfalz hat damit bundesweit eine Vorbildfunktion inne und somit auch eine wichtige Signalwirkung für andere Länder. Zum Hintergrund: Der Krankenhausträger muss laut Gesetz bei der Einstellung sicherstellen, dass die liquidationsberechtigten Ärztinnen, Ärzte, Psychologischen Psychotherapeutinnen, Psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von ihren Einnahmen aus der privatärztlichen Nebentätigkeit bestimmte Beträge an das Krankenhaus abgeben. Bei der anstehenden erneuten Novelle des Landeskrankenhausgesetzes wollen Gegner diese Regelung streichen.
    Aktueller Kommentar des ersten Landesverbands-Vorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    22. Feb.
    Gute Nachrichten sind in unserer medial geprägten Welt relativ selten zu vernehmen. Mitte Februar berichtete die Universität Witten/Herdecke höchst erfreuliches, was bisher wenig Resonanz fand: Die nordrhein-westfälische Universität verhandelt zurzeit über eine mögliche Verdopplung der Studienplätze im Fach Humanmedizin. Die bisherigen Gespräche werden als ausgesprochen positiv und konstruktiv bewertet. In Witten werden bisher zwei Mal im Jahr 42 Studenten der Humanmedizin aufgenommen; künftig sollen es 168 sein. Das ist für die kleine, aber renommierte Hochschule eine gewaltige Aufgabe.
    Aktueller Kommentar des ersten Landesverbands-Vorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    15. Feb.
    Die klinische Versorgung der über eine Million Bürger in Köln steht beispielhaft für viele Regionen vor großen Veränderungen. Die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker ergriff im vorigen November eine politische Initiative, die die Schaffung eines gewaltigen neuen Klinikverbundes mit über 15.000 Mitarbeitern in der rheinischen Metropole vorsieht. Der Klinikverbund soll wirtschaftlicher Motor für die gesamte Kölner Region werden, so die Hoffnung in der Lokalpolitik.
    Aktueller Kommentar des ersten Landesverbands-Vorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    22. Jan.
    Zu Anfang des neuen Jahres möchte ich Ihnen und Ihren Familien zunächst alles Gute, Gesundheit, Glück und uns allen Frieden wünschen. Ich möchte auch insbesondere jenen Kolleginnen und Kollegen danken, die wieder an den Weihnachtstagen, am Jahreswechsel und an den Wochenenden im Krankenhaus die Versorgung unserer Patienten sichergestellt haben. Nicht nur in unserem Krankenhaus in Gelsenkirchen haben wir in dieser Zeit zahllose erkrankte Patienten versorgen müssen und unzählige Notfall-Patienten behandelt. Gerade zum Jahreswechsel ist sehr deutlich zu spüren, wie unverzichtbar eine flächendeckende stationäre Versorgung ist und wie sehr sich Patienten in ihrer höchst persönlichen Not da­rauf verlassen, dass sie wenigstens in den Krankenhäusern vor Ort an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr medizinische Hilfe erhalten. Oft haben sich Patienten bei mir darüber beklagt, dass ihnen die ambulante Versorgung vor Ort leider längst fehlt.