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  • Kommentare

    13. Apr. 2021
    Meine Frau konnte doch noch laufen, als sie vor 14 Tagen ins Krankenhaus gekommen ist. Jetzt liegt sie in unserem Wohnzimmer und ist ein Pflegefall. Immer, wenn ich angerufen habe, haben die Schwestern gesagt, es sei alles gut, und es gehe ihr schon viel besser. Da stimmt doch etwas nicht. Die Ärzte habe ich nie erreicht.“ „Ich musste meinen Mann in der Notaufnahme abgeben, dann habe ich erst einmal nichts mehr von ihm gehört.“ Äußerungen wie diese höre ich in den letzten Wochen immer häufiger von Angehörigen meiner Patientinnen und Patienten, aber auch im Freundeskreis. Alle sind fest davon überzeugt, dass „die da im Krankenhaus“ einen „verdammt guten Job“ machen. Niemand möchte mit den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegekräften und allen anderen im Krankenhaus Tätigen tauschen. Alle sind fest davon überzeugt, dass die Mitarbeiter an ihrer Belastungsgrenze stehen, sie oft sogar überschreiten. Doch es bleibt da dieses „aber“, still zwischen den Zeilen oder laut ausgesprochen.
    11. Mär. 2021
    "Mach Karriere als Mensch", so lautet die Kampagne des Bundesfamilienministeriums um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, für einen Pflegeberuf zu gewinnen. Als ich jung war, wollte ich auch einen Beruf ergreifen, der mir ‚als Mensch‘ Freude machen würde, in dem ich ‚als Mensch‘ tätig sein kann. Einen Beruf eben, den man aus Berufung wählt, einen Beruf mit ‚Profession‘ (so wie auch den Berufen der Pflege, dem Beruf der Richterin/des Richters oder der Lehrerin/des Lehrers eine Profession zugrunde liegt).
    10. Mär. 2021
    Aus unseren Umfragen und aus unserem täglichen Erleben im Klinikalltag wissen wir, dass sich immer mehr angestellte Ärztinnen und Ärzte wünschen, ihren Beruf besser mit ihrem Familienleben zu vereinbaren. Es ist sehr erfreulich, dass sich junge Ärztinnen und Ärzte nicht mehr zwischen Kindern und Karriere entscheiden wollen, sondern nach geeigneten Wegen suchen, um beide Lebenswelten gut miteinander zu verbinden. Doch die Realität weist leider noch viel zu oft hohe Hürden auf. Der Marburger Bund unterstützt Ärztinnen und Ärzte. So haben wir in unseren Tarifverträgen neue Reglungen zur Absenkung der Gesamtarbeitslast durchgesetzt, die unter anderem die Arbeit planbarer machen und die Zahl der maximalen Bereitschaftsdienste wie Wochenenddienste begrenzen.
    24. Feb. 2021
    Von Michael Karch
    Ziehen wir zunächst eine erste, ernüchternde Bilanz: Über 100.600 Menschen in Rheinland-Pfalz haben sich seit dem Februar 2020 bereits mit dem Corona-Virus infiziert. 3031 Rheinland-Pfälzer sind an Covid-19 gestorben. Aktuell (23. Februar) haben wir knapp 6.000 Bürger in RLP, die corona-positiv getestet wurden. Wir alle wissen aus unserer täglichen Arbeit, was das gefährliche Sars-CoV-2-Virus anrichten kann, wie infizierte Patienten um ihr Leben kämpfen und wie sehr wir alles medizinisch Erdenkliche tun, um wieder eine Genesung unserer Patienten zu erreichen.
    17. Feb. 2021
    Ein wirklich bedeutender Schritt vorwärts? Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat Ende Januar den „Modellstudiengang Humanmedizin“ am Standort Bielefeld genehmigt. Das ist fraglos ein Meilenstein bei der 2017 beschlossenen Gründung der Medizinischen Fakultät OWL. Aber ist es auch ein Wegweiser? Als Marburger Bund NRW/RLP begrüßen wir die behördliche Genehmigung zum Ausbau der Studienplatzkapazitäten im westfälischen Landesteil außerordentlich. Das Projekt wäre gar nicht realisiert worden, wenn der frühere Präsident und heutige Ehrenpräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Prof. Dr. med. Theodor Windhorst, dieses einzigartige Vorhaben nicht über viele Jahre persönlich so unterstützt hätte.
    18. Jan. 2021
    Wir haben seit Monaten auf diesen Impfstoff gehofft. Nun sind die ersten beiden Impfstoffe gegen Corona-Viren zugelassen worden. In Rheinland-Pfalz werden seit dem 29. Dezember 2020 die ersten Klinikmitarbeiter geimpft. In Nordrhein-Westfalen begannen die Impfungen in Kliniken über zwei Wochen später, am 15. Januar. Dies deshalb, weil in NRW zunächst nur die Bewohner und Mitarbeiter von Altenheimen und Pflegeeinrichtungen bevorzugt gegen Corona-Viren geimpft werden sollten. Eine politische Entscheidung. Den Impfstart in den Kliniken begrüßen wir außerordentlich. Wir danken den Beschäftigten für ihren Einsatz und ihre Geduld.
    22. Dez. 2020
    In wenigen Tagen haben wir Weihnachten. Wir blicken zurück auf ein außergewöhnliches, leider wirklich schweres Jahr. Am Ende des Jahres 2020 erleben wir hierzulande sogar die bisher schlimmste Ausprägung der weltweiten Corona-Pandemie. Dabei begann 2020 zunächst noch gewohnt ruhig. Ende Januar trat in München der erste Corona-Fall in Deutschland auf, einen Monat später in NRW und RLP. Es folgte eine Infektionsentwicklung, die unser gesamtes Leben existentiell berührt, die alle anderen Sorgen und Themen weit in den Hintergrund gestellt hat. 
    09. Nov. 2020
    Seit acht Monaten hat das Coronavirus die Welt fest im Griff und eine Impfung ist nicht in Sicht. Die sog. Hygienekonzepte haben sich schon an den ersten Herbsttagen als unzureichend für die Pandemiekontrolle erwiesen. Jetzt starten fast 2.000 Medizinstudierende in unserem Landesverband in ihr erstes Semester. Weit über 10.000 Studierende kehren an die Universitäten zurück. Ein Studium bedeutet wissenschaftliches Lernen an einer Hochschule. Dies gilt insbesondere für die Medizin. Medizin ist nicht zuletzt eine praktische Wissenschaft. Für das eherne Ziel des guten Arztes braucht es aber weit mehr als ein theoretisches Studium der Bücher oder Videoanleitungen. Entscheidend ist neben dem Wissen die praktische Ausbildung, viel Erfahrung und ganz wichtig: reale Vorbilder im klinischen Alltag.
    20. Okt. 2020
    Alles Hoffen in den Sommermonaten hat nicht geholfen. Täglich blicken wir sorgenvoll auf steigende Corona-Infektionszahlen in unseren Städten und Gemeinden. Ein beruhigendes Ende ist ganz und gar nicht in Sicht. Wir leben vielmehr – auch in NRW und RLP – in einem flächendeckendes Risikogebiet. Covid-19 – das Virus verhält sich halt wie ein Virus. Bisher ging ein Großteil der täglichen Neuinfektionen – nach Angaben der Gesundheitsämter – auf Familienfeiern und Partys zurück. Jetzt aber ist der Virus in der Fläche. Den Kolleginnen und Kollegen im ÖGD wird es zunehmend unmöglich werden jede Infektionskette nachzuverfolgen. Sie werden nun versuchen die vulnerablen Gruppen zu schützen. Jeder Einzelne kann Ihnen helfen – auch ohne ständige neue Verbote und Beschränkungen. Jeder kann allein mit eigener Einsicht weitaus verantwortungsbewusster handeln, als derzeit mancher bereit ist. Überlassen wir nicht den wenigen Querdenkern das Feld. Schutz vor Corona geht uns alle an. Überall. Jederzeit.
    01. Okt. 2020
    Wir haben in unserer Hauptversammlung eine lebhafte Debatte zu der Frage, ob das gegenwärtige Reformprojekt der Krankenhausplanung in NRW mit dem DRG-System samt seiner Fehlanreize überhaupt möglich ist, erlebt. Die Antworten fielen deutlich aus. In vielen Punkten herrschte eine erfreuliche Einigkeit. Die Analysen zum Reformbedarf und den Gründen der Fehlentwicklungen einten alle weitgehend. Die Notwendigkeit, die fortschreitende Ökonomisierung der medizinischen Versorgung zu beenden, fordern wir alle, weil wir wissen, was sie seit Jahren im Alltag anrichtet. Unterschiedliche Meinungen bestanden meistens nur in Nuancen.