• Kommentare

    Kommentar von Dr. med. Hans-Albert Gehle zu 100 Jahren Tarifautonomie
    07. Feb.
    Manchmal lohnt der Blick zurück, um Gegenwärtiges zu verstehen. Blicken wir auf ein Ereignis, das uns bis heute beschäftigt. Vor einhundert Jahren akzeptierten 21 Arbeitgeberverbände erstmals sieben Gewerkschaften als Vertreter der Arbeiterschaft an. Erst zwei Jahre zuvor hatte der Staat Gewerkschaften als legitime Vertreter der Arbeiter anerkannt. Dieses Recht mussten sich die Bürgerinnen und Bürger hart erkämpfen. Geschenke darf man sich auch heute nicht erhoffen.
    Michael Krakau kommentiert die Reform der Notfallversorgung am Beispiel der Millionenmetropole Köln
    23. Jan.
    Die Neuorganisation der Notfallversorgung ist seit langem ein umstrittenes Thema. Vor einigen Jahren scheiterte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) mit ihren unabgestimmten Plänen am Widerstand der Politik und unserer Ärztekammer. Zu viel etablierte Notfall-Strukturen wären seinerzeit weggefallen. Im Herbst 2017 führten wir auf unserer Landeshauptversammlung mit der KBV-Spitze eine sachliche und lösungsorientierte Diskussion. Wir haben Eckpunkte für eine Strukturreform der medizinischen Notfallversorgung erarbeitet – hin zu einer Integrativen Notfallversorgung.
    Hans Gehle und Michael Krakau rufen zu verstärktem Engagement auf
    18. Dez
    Köln. Das in wenigen Tagen nahende Jahresende lädt uns wieder ein, Momente der Besinnung zu finden, Bilanzen zu ziehen und Ausblicke zu wagen. In Dortmund, Köln, Kaiserslautern und Bielefeld haben wir mehrere Tarifforen genutzt, um ein aktuelles Stimmungsbild zu erhalten. Klare Quintessenz: Unserer Überzeugung nach muss die hohe Arbeitsbelastung deutlich gesenkt werden, um den Arztberuf mit einem sozialen Leben wieder kompatibel zu machen.
    Kommentar von Michael Krakau zur neuen Ärztegeneration
    05. Dez
    Im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetages diskutierten bei einer Veranstaltung der Bundesärztekammer junge Ärztinnen und Ärzte über die großen Unterschiede im ärztlichen Selbstverständnis zwischen ihnen und der früheren Ärztegeneration. Dieser Dialog ist nicht abgebrochen. Es ist vor allem jungen Ärztinnen und Ärzten aus unserem Landesverband zu verdanken, dass ihre Meinung unter dem Titel „Es ist Zeit für ein neues Arztbild“ jüngst im angesehenen Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Mit gutem Recht betonen die jungen Ärztinnen und Ärzte dabei, dass sie eben nicht der oft geschmähten „Generation Spaß“ angehören, sondern wie ältere Kollegen auch ihren ärztlichen Beruf als eine Berufung verstehen. Sie sind hoch motiviert und zudem hochqualifiziert ausgebildet, um ihren Patienten bestmöglich ärztlich zu versorgen.
    Kommentar des rheinland-pfälzischen Kammerpräsidenten Dr. Günther Matheis
    04. Okt.
    Es ist keinerlei Frage, die Politik ist in der Pflicht, die ärztliche Versorgung unserer Bevölkerung in den Städten und auf dem Land sicherzustellen. Hierzu bedarf es geeigneter Rahmenbedingungen, u.a. der ausreichenden Finanzierung unserer Kliniken und einer genügenden Zahl der Studienplätze, die den zukünftigen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten sowohl in Praxen als auch in Krankenhäusern deckt.
    Kommentar von Inna Agula Fleischer und Dr. Thorsten Hornung
    29. Aug
    Junge Ärztinnen und Ärzte wollen die beste Versorgung für Patienten - aber nicht mehr auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Familienlebens. Es gibt reichlich Stereotypen, die einer Generation anhaften. Ob Traditionalisten, Babyboomer, Generation Golf oder wahlweise X, Generation Y und vorerst zuletzt die Generation Youtube/Spaß. Es kursieren regelmäßig soziologische Stempel, aber wohl kaum einer dieser gebräuchlichen Generationsbegriffe kann wirklich alle zugehörigen einzelnen Individuen erfassen.
    Kommentar des ersten Landesvorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    09. Jul
    Auftakt für eine neue Vergütungsrunde bei der Deutschen Caritas: Die Dienstgeber und Dienstnehmer der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) in der Caritas haben sich in der Bundeskommission in Fulda geeinigt. Die Gehaltseinigung im Caritas-Bereich hat keine Auswirkung auf die ärztlichen Gehälter in kirchlichen Kliniken.
    Aktueller Kommentar des ersten Landesvorsitzenden Dr. med. Hans-Albert Gehle
    30. Mai
    Gerade in einer Ära des Ärztemangels ist meiner Ansicht nach die Frage, was unserer Gesellschaft der ärztliche Nachwuchs wert ist, von sehr hoher Bedeutung. Als Marburger Bund liegt uns die Unterstützung und Förderung sowohl der Studenten als auch der jungen Ärzte besonders am Herzen, denn es waren junge engagierte Ärztinnen und Ärzte, die den Marburger Bund vor sieben Jahrzehnten gegründet haben. Ich meine, wenn junge Medizinstudenten heute nach ihrem 2. Staatsexamen den Klinikalltag erleben, sollten sie in ihrem PJ akzeptable Arbeitsverhältnisse vorfinden, eine strukturierte, ausgezeichnete Lehre und eine faire Vergütung erhalten. Die Realität ist leider längst nicht so.
    Aktueller Kommentar von Dr. med. Claus Beermann - Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des MB NRW-RLP
    09. Mai
    Unserer Krankenhauslandschaft drohen in den nächsten Jahren gewaltige Veränderungen. Es sind keine moderaten strukturellen Verbesserungen der gewohnten stationären Versorgung, die jetzt vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in die Wege geleitet wurden, es droht vielmehr ein bisher nie dagewesener Kahlschlag. Viele vor allem kleinere Kliniken sollen geschlossen werden, um so die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren.
    Aktueller Kommentar von Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger - Mitglied im Vorstand des Marburger Bundes NRW/RLP und der Ärztekammer Nordrhein
    28. März
    Es ist löblich, dass NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Krankenhäuser nicht in erster Linie als Wirtschaftsbetriebe sieht, sondern als Versorgungseinrichtungen für kranke Menschen. Ich danke ihm dafür, denn das sehen wir Krankenhausärzte genauso. Weil das so ist, hat der Staat eine Verantwortung für die Krankenhausversorgung. Minister Laumann betont, dass er diese entschieden wahrnehmen will. Das ist richtig und notwendig! Zu dieser Verantwortung gehört aber auch finanzielle Verantwortung. Vollständig und nicht nur anteilig.