Diese Website nutzt Cookies, um mehr über das Nutzungsverhalten der Besucherinnen und Besucher zu erfahren und das Internetangebot beständig zu verbessern. Die Daten werden anonymisiert. Sie können diese statistische Erhebung deaktivieren. Mehr Informationen finden Sie in unserer .
ok
  • „Kakophonie der Ratschläge beenden"

    ÄKWL-Präsident unterstützt Forderung nach „verantwortungsbewusster Kommunikation“
    06.Januar 2021
    Münster. „In der Corona-Pandemie hat die Ärzteschaft eine ganz besonders verantwortungsvolle Position. Das gilt nicht nur in der direkten Patientenversorgung, sondern auch im Arzt-Patientenverhältnis sowie in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit", erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr.med. Hans-Albert Gehle. "Die Kakophonie von Meinungen, Hinweisen und Ratschlägen hat in der Vergangenheit viel Vertrauen der Menschen vernichtet, war in der Corona-Pandemie alles andere als hilfreich und muss ein Ende haben. Es ist wichtig, dass wir Ärztinnen und Ärzte den Menschen im Land in einer Zeit der Ungewissheit Halt und Orientierung geben können. Ich begrüße deshalb den jüngsten Aufruf von DGIM, AWMF und den internistischen Schwerpunktgesellschaften zu einer verantwortungsbewussten Kommunikation und hoffe, dass er auf den gebührenden Widerhall in der Ärzteschaft stößt.“

    In dem Aufruf zur verantwortungsbewussten Kommunikation von Ärzten und Wissenschaftlern in der Corona-Pandemie haben die DGIM, der internistischen Schwerpunktgesellschaften und die AWMF kritisiert, in der Pandemie geäußerten Expertenmeinungen basierten nicht auf Evidenz, seien nicht abgestimmt und würden daher in ihrer Gesamtheit den Eindruck erwecken, dass es unter den Experten keine einheitliche Auffassung zur Pandemie-Bekämpfung gebe.

    Es sei unverantwortlich, durch häufige und in der Gesamtheit widersprüchliche Meinungsäußerungen den Eindruck zu erwecken, politische Empfehlungen seien insgesamt sinnlos. Letztlich schade diese Vorgehensweise der Medizin selbst und verringere das Vertrauen der Bürger in den ärztlichen Rat. Dieses Vertrauen sei aber nötig, wenn es um das verantwortungsbewusste Verhalten oder die Impfbereitschaft der Bevölkerung in der Pandemie gehe.