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  • Kartellamt genehmigt Übernahme von drei Malteser-Kliniken durch Helios

    Malteser haben sich damit von allen Akutkliniken in NRW getrennt
    24.September 2020
    Bonn/Köln (mhe). Das in Bonn ansässige Bundeskartellamt hat die Übernahme von drei Malteser Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen durch den größten deutschen privaten Klinikkonzern Helios (Fresenius) genehmigt. Die betroffenen drei Malteser-Kliniken sind das Krankenhaus St. Anna, das St. Johannes-Stift in Duisburg sowie das St. Josefshospital in Krefeld-Uerdingen. Damit sind nun alle ehemaligen fünf Malteserkliniken in NRW verkauft worden

    Helios hatte die Übernahme der drei Kliniken im August angekündigt, nachdem zuvor bereits im Mai die Klinik „Seliger Gerhard“ in Bonn übernommen wurde. Auch die zugehörigen medizinischen Versorgungszentren und Einrichtungen wie Apotheken oder Logistik sind betroffen. Das frühere Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln übernahmen bereits die Augustinerinnen. Noch nicht verkauft worden sind die Malteser Kliniken St. Carolus in Görlitz und St. Johannes in Kamenz in Sachsen.

    Die traditionsreichen, gemeinnützigen Malteser hatten im Oktober 2019 den Verkauf von sechs ihrer acht Akutkrankenhäusern angekündigt. Als Grund gaben die Malteser die unzureichenden DRG-Vergütungen und die viel zu geringen investiven Förderungen durch die Landesregierungen an, beides erlaube keinen kostendeckenden Krankenhausbetrieb. Die Malteser wollen sich künftig vornehmlich auf den Geschäftsbereich Wohnen und Pflege mit ihren 34 Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen konzentrieren.