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  • Klares Votum für Dr. med. Hans-Albert Gehle - Spitzenkandidat des MB bei den Kammerwahlen

    Wahlkonvent Marburger Bund - Westfalen-Lippe
    16.März 2019
    Dortmund (mhe). Dr. med. Hans-Albert Gehle ist der Spitzenkandidat des Marburger Bundes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz bei den Kammerwahlen in der Ärztekammer Westfalen-Lippe im September/Oktober. Der 58-jährige Facharzt für Anästhesiologie und Innere Medizin aus Bochum wurde im Wahlkonvent des Marburger Bundes in Dortmund einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt. Er ist erster Vorsitzender des Marburger Bundes NRW/RLP. Der amtierende Kammerpräsident Dr. med. Theodor Windhorst (M.) gratulierte Dr. med. Hans-Albert Gehle nach seiner Wahl. Windhorst wird nach drei Amtsperioden an der Spitze der Ärztekammer Westfalen-Lippe in diesem Herbst nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Sein Amtsvorgänger Prof. Dr. med. Ingo Flenker würdigte ausführlich die Amtsleistungen von Theo Windhorst und gratulierte Hans-Albert Gehle herzlich.

    Hans Gehle bedankte sich für das große Vertrauen und bekräftigte, dass nur Einheit die Ärzteschaft stark mache. „Theo, Du hast es geschafft, dass die Grenzen zwischen den Fraktionen und Gruppierungen in der ÄKWL deutlich geschrumpft sind. Es ist wirklich Dein Verdienst, das es eine Ärztekammer geworden ist.“

    Wir brauchen ein arztgeführtes Versorgungssystem

    „Unsere Ärztekammer Westfalen-Lippe ist so gut aufgestellt, wie keine andere: Evaluation und Visitation der Weiterbildung sind einzigartig in allen Kammern. Wir haben einen bundesweit bekannte AK Junge Ärzte. Und auch eine gute und vor allem gerechte Ärzteversorgung. Ich meine, die Kammer muss etwa bei der Weiterbildung weiterhin Helfer und nicht Verhinderer sein.“

    „In diesen Dingen wirken wir als Marburger Bund ganz entscheidend mit. Als Marburger Bund haben wir ein klares gemeinsames Auftreten. Wir stehen immer für das Ganze, nicht für partikulare Interessen. Ohne den Marburger Bund würde es vieles, was uns für Ärzte, aber auch für Patienten längst selbstverständlich erscheint, nicht geben.“

    „Blicken wir in die Versorgungslandschaft sehen wir, wohin eine durch Einzelinteressen geleitete Versorgungspolitik führt. Der Abbau der Vertragsärztlichen Notfallversorgung und der Zwang zur Wartelistenmedizin auf Grund der Budgetierung sind ein Problem für alle Ärzte und Patienten geworden. Das hat neben den durch die Politik geschürten jederzeitigem Leistungsversprechen zur Überflutung der Notfallambulanzen und zur Fehlversorgung geführt“, bilanziert Gehle. „Wir brauchen Lösungen." 

    "Wir brauchen ein arztgeführtes Versorgungssystem."

    Krankenhauspolitik wird in NRW in diesem Jahr ein ganz besonderes Thema werden. „Bald wird das Gutachten des Landes NRW vorgelegt. Dessen Autor, der Gesundheitsökonom Professor Reinhard Busse ist derjenige, der noch vor Jahresfrist durch die Leopoldina für die Schließung von 500 Kliniken im Deutschland geworben hat. Er hat sich damit einen höchst fragwürdigen Namen gemacht. Meine Meinung ist klar: Der Innovationsmotor Krankenhaus darf nicht weiter kaputtgespart werden.“

    Niemand möchte seine ethischen Maßstäbe ablegen

    Zwar seien Klinikärzte noch diejenigen, die am Meisten ökonomisch unabhängig entscheiden können, aber längst drohe die Kapital-Übernahme von Leistungserbringern aus Radiologie, Dialyse und Augenpraxen auf alle medizinischen Versorgungsbereiche überzuspringen. Wir weisen seit langem auf die fatalen Auswirkungen des DRG-Systems hin. Ökonomie ist grundsätzlich nicht Schlechtes, aber sie muss zu einer verantwortbaren Medizin führen.“

    „Es werden längst nicht mehr medizinisch sinnvolle Innovationen gefördert, sondern die ökonomisch Ertragreichen. Wir müssen die dafür verantwortliche Politik auf den richtigen Weg bringen. Unser ärztlicher Nachwuchs erwartet, dass der Arztberuf nach allen Regeln der Kunst unter dem Motto „Der Patient zuerst“ und nicht nach den Regeln der Ökonomie ausgeübt werden kann.

    Niemand möchte seine ethischen Maßstäbe an der Tür zur Versorgung wie einen falschen Mantel ablegen. Wir alle wollen Advokat unserer Patienten sein. Wir müssen ein stärkeres Selbstbewusstsein zeigen, auch weiterhin unsere klaren Positionen - etwa auch zum Ärztemangel - zum Ausdruck bringen“, verdeutlichte Hans-Albert Gehle. „Jeder Einzelne muss sich aktiv beteiligen! Ich denke, es lohnt sich.“