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  • „Nochmal: Es gibt keinen Impfstoff zweiter Klasse“

    Kammerpräsident Dr. med. Hans-Albert Gehle äußert sich zur Diskussion um Impfstoff von AstraZeneca
    19.Februar 2021
    Münster. Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca bietet nach Ansicht des Vorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) einen ebenso zuverlässigen Schutz vor einer schweren Corona-Erkrankung wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle wiederholt deshalb seinen Appell: „Nochmal: Es gibt keinen Impfstoff zweiter Klasse. Alle Impfstoffe schützen vor dem Corona-Virus und bieten nach heutigem wissenschaftlichen Stand einen 100prozentigen Schutz vor einer schwersten Corona-Erkrankung.“

    "Deshalb sollten die Menschen, die Impftermine haben, diese auch wahrnehmen – unabhängig vom Impfstoff. Vorhandene Impfdosen dürften nicht verfallen. „Das können wir uns derzeit überhaupt nicht leisten. Es ist mir unverständlich, dass die Menschen vor kurzem noch einen schnellstmöglichen Impfschutz verlangt haben, jetzt aber aus falschem Misstrauen an der Tür der Impfzentren umdrehen, wenn ihnen der Impfstoff nicht passt.“ Erst wenn später ausreichend Impfstoff vorhanden sein werde, habe man eine Auswahlmöglichkeit. Der Verzicht auf eine vereinbarte Impfung gefährde nicht nur einen selbst, sondern auch die Mitmenschen.

    Dr. med. Hans-Albert Gehle verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle Veröffentlichung des Universitätsklinikums Münster (UKM), in dem ein Expertenrat von mehreren Ärzten dem Impfstoff von AstraZeneca eine gute Wirksamkeit bescheinigt. Mit rund 70 Prozent Effektivität liegt der AstraZeneca-Impfstoff laut UKM zum Teil weit über den Werten anderer Impfstoffe, beispielsweise gegen die Grippe. Der Impfstoff werde weltweit schon millionenfach verimpft und es seien bislang keine schwerwiegenden Impfreaktionen bekannt geworden.

    „Deshalb empfiehlt das UKM zurecht, möglichst schnell mit den vorhandenen Impfstoffen und in der Breite gegen die Corona-Pandemie anzugehen“, betont Kammerpräsident Dr. med. Hans-Albert Gehle. „Die Ärztekammer Westfalen-Lippe unterstützt diese Empfehlung.“