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  • Selbstbestimmte Entscheidung schafft Klarheit bei der Organspende

    Dr. med. Günther Matheis: Angehörige werden oft mit Entscheidung schwer belastet
    01.Juni 2021
    Mainz. Organspende ist ein Thema, vor dem sich leider noch immer viele Menschen drücken. Die Auseinandersetzung damit wird allzu häufig beiseitegeschoben, weil sie womöglich unbequem ist. Doch egal, ob Ja oder Nein: Jede und jeder sollte diese persönliche Entscheidung treffen. Und im Idealfall auch in einem Organspendeausweis dokumentieren. Für diese selbstbestimmte Entscheidung wirbt deshalb auch der diesjährige Tag der Organspende mit der Social-Media-Challenge #EntscheideDich. „Eine selbstbestimmte Entscheidung schafft Klarheit“, betont Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Und zwar nicht nur für einen selber, sondern „auch für unsere Angehörigen und für die vielen schwerkranken Menschen, die auf eine Transplantation warten, weil ihre eigenen Organe versagen“.

    Die Entscheidung zur Organspende kann in einem Organspendeausweis dokumentiert werden, den es bereits seit rund 50 Jahren gibt. Doch nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation war nur in etwa 38 Prozent aller Fälle, in denen im vergangenen Jahr die Möglichkeit zu einer Organspende bestand, der Wille des Gestorbenen schriftlich (17,6 Prozent) oder mündlich (20,0 Prozent) dokumentiert gewesen.

    In den meisten Fällen sind es die Angehörigen, die um eine Entscheidung zur Organspende gebeten werden. „Und das in einer sowieso gerade emotional sehr belastenden Phase. Wer sich jedoch selbstbestimmt bereits mit seiner Entscheidung auseinandergesetzt und diese klar dokumentiert hat, nimmt seiner Familie im Fall der Fälle diese Bürde ab“, erklärt Dr. med. Günther Matheis.

    Eine wichtige Schlüsselrolle bei der Organspende haben zudem die Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern inne. „Um deren Arbeit noch mehr wertzuschätzen, werden wir – sobald es die aktuelle Corona-Lage zulässt – die Kontakte zu ihnen stärken und sie auch vor Ort in ihren Krankenhäusern besuchen, um zu erfahren, wie wir sie in ihrer Arbeit noch weiter unterstützen können“, kündigt Matheis an.