• „Unsere Rente ist attraktiver als die gesetzliche Rente!“

    Bezirksversammlung Trier: Dr. Christina Schneider stellt Versorgungswerk vor.
    22.Januar 2026
    Die finanzielle Absicherung im Alter betrifft jeden Menschen. „Nicht nur ältere Ärztinnen und Ärzte fragen sich, wie sicher ist eigentlich unsere Rente. Diese Frage stellt sich erstaunlicherweise auch bereits die jüngere Ärztegeneration. Vergessen wir nicht, wir können unsere eigenes berufsständisches Versorgungswerk nutzen“, berichtete Dr. med. Christina Schneider in der Bezirksversammlung Trier. „Bei allen vermeintlichen Sorgen, die Mitgliedschaft in unserem Versorgungswerk ist weiterhin attraktiver, als die gesetzliche Rentenversicherung.“
    Dr. med. Christina Schneider berichtete über das Versorgungswerk für Ärztinnen und Ärzte.
    Dr. med. Christina Schneider berichtete über das Versorgungswerk für Ärztinnen und Ärzte.

    Zweifel wurden in den vergangenen Monaten genährt durch mediale Berichte zu einzelnen Versorgungswerken, die im Immobiliensektor keine rentierlichen Anlagen besitzen. „Das passt natürlich gut in die allgemeine Rentendiskussion. Zweifel sind dann auch nicht mehr verwunderlich. Sorgen sind aber nicht berechtigt“, erklärt die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Versorgungseinrichtung der Bezirksärztekammer Trier weiter. Diese zählt gut 3.000 Ärztinnen und Ärzte als Mitglieder.

    „Bei der Anlagestrategie und dem Risikocontrolling gibt es bei uns in Trier nichts zu beanstanden. Wir erfüllen seit vielen Jahren die Erfordernisse eines umfangreichen Risikocontrollings mit allen Berichtspflichten“, versichert Christina Schneider. „Für den Fall, das Anlagen nicht die erwarteten Renditen erzielen, haben die Versorgungswerke Reserven angelegt, sog. Verlustrücklagen und Zinsschwankungsreserven. Damit wirken sich Verluste nicht unmittelbar auf die Rentenleistungen und Anwartschaften aus.“ 

    Insgesamt wichtig für ein Versorgungswerk sei ein gutes Liquiditätsmanagement, da man einerseits Gelder langfristig in rentierliche Investitionen einbringen muss und andererseits auch immer genug Liquidität haben muss, um den eigenen Verpflichtungen nachkommen zu können. „Da die Rentenleistungen inzwischen höher sind als die Beitragseinnahmen, muss man jeden Monat einen Teil der Kapitalerträge dafür aufwenden, die dann natürlich nicht mehr für die Anlage zur Verfügung stehen“, sagt Christina Schneider.

    Der Abstand der Rente der Deutschen Rentenversicherung zu den Renten der Versorgungswerke werde geringer und die Finanzierung der Langlebigkeit koste Geld, das nicht für die Dynamisierung der Renten und Anwartschaften verwendet werden könne.

    Die Voraussichten sind dennoch gut: „Wir haben es geschafft, dass die Rente für uns - ganz ohne Bundeszuschüsse - sicher ist. Solange unsere Versorgungseinrichtung und Ärztekammern bestehen bleiben, und immer neue Mitglieder hinzukommen, werden wir auch weiter die Rente für unser Alter sichern können.“

    Jede Generation sollte so verantwortungsvoll leben, dass sie nachfolgenden Generationen keine finanziellen Lasten aufbürdet, unterstreicht Christina Schneider. „Das Solidarprinzip und der Generationenvertrag sind Basis der Sozialversicherungssysteme. Die heutigen Beitragszahler müssen jedoch trotz permanent steigender Einzahlungen perspektivisch mit immer weniger Leistungen aus Rente-, Kranken- und Pflegeversicherungen rechnen.