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  • ViaSalus Insolvenz - Ärztinnen und Ärzte erhalten ausführliche Beratung

    RA Andreas Höffken: Info-Blatt abrufbar / Ende März soll Sanierungsplan vorliegen
    22.Februar 2019
    Köln. Der Westerwälder Krankenhaus-Betreiber Katharina-Kasper-ViaSalus hat Ende Januar Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht in Montabaur stimmte dem Insolvenzantrag am 29. Januar zu. Die Gläubiger haben ihre Zustimmung offenbar schon davor signalisiert. Das Amtsgerichts Montabaur entschied, dass die Gesellschaft sich während des Insolvenzverfahrens selbst verwaltet. ViaSalus will sich während des Insolvenzverfahrens neu strukturieren. Ende März soll ein Sanierungsplan vorliegen. Die Löhne und Gehälter der 3.200 Arbeitnehmer seien bis Ende März durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. ViaSalus betreibt insgesamt fünf Krankenhäuser und 13 Seniorenzentren in Rheinland-Pfalz, NRW und Hessen. Vier Klinik Standorte in Wesseling, Dernbach, Zell an der Mosel und das St. Martinus Düsseldorf liegen in unserem Landesverband.

    „Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte bei ViaSalus nutzen die Vorteile unserer Rechtsberatung. Die Ärztinnen und Ärzte bei ViaSalus haben bereits einen Forderungskaufvertrag erhalten, den sie unterschreiben sollten, damit ihre Gehälter in den nächsten drei Monaten weitergezahlt werden“, rät RA Andreas Höffken, Geschäftsführer des Marburger Bundes NRW/RLP.

    „Das Arbeitsentgelt wird durch die National-Bank AG vorfinanziert. Gleichzeitig wird ein Investor gesucht. Eine Arbeitssuchend-Meldung bei der Bundesagentur für Arbeit ist derzeit nicht erforderlich. Was zu tun ist, wenn ein Insolvenzverfahren eingeleitet würde, darüber informiert Sie ein ausführliches Info-Blatt, das unsere Rechtsabteilung den Betroffenen auf Anfrage gerne zusendet (info@marburger-bund.net)“, ergänzt Andreas Höffken.

    Wir kam es zur Krise? Ein ViaSalus-Sprecher begründete, das Unternehmen habe sich für den Insolvenzantrag in Eigenverwaltung entschieden, weil die Zahlungsunfähigkeit drohe. Via Salus spricht von "wirtschaftlichen Defiziten an einzelnen Standorten", die auch durch die Verzögerung von Bauprojekten hervorgerufen worden seien.

    Seit Jahren beklagt die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz, dass die Landesregierung in Mainz ihren Pflichten zur Finanzierung der Investitionen in Krankenhäusern nicht ausreichend nachkommt. Von einem Fehlbetrag von jährlich 180 Millionen Euro ist die Rede. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium in Mainz zeigt sich von dem Insolvenz-Antrag überrascht.