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  • Völlig unzureichende Investitionen beklagt - gemeinsames Ziel festgelegt

    Ausschuss für Krankenhausplanung in RLP will zukunftsfeste Strukturen sichern
    27.November 2019
    Mainz. Zwei Wochen, nachdem die Krankenhausgesellschaft RLP mit Hinweis auf völlig unzureichende Investitionen eine Revision der Krankenhausfinanzierung gefordert hat, hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Mitglieder des Ausschusses für Krankenhausplanung zum Schulterschluss aufgerufen. „Es ist schließlich unser gemeinsames Ziel, zukunftsfeste Krankenhausstrukturen zu sichern. Also lassen Sie uns intensiv gemeinsam besprechen wie das am besten gelingt“, bat die Gesundheitsministerin zum Auftakt der heutigen Sitzung des Ausschusses für Krankenhausplanung mit dem Schwerpunktthema „Die Situation kleiner Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz“.

    Die Vertreter der Krankenkassen, der Kommunalen Spitzenverbände, der Krankenhausgesellschaft RLP, der Kammern sowie der Patienten waren sich einig: „Wir begrüßen die Gesprächsbereitschaft aller heutigen Teilnehmer. Um unsere stationäre Versorgung in einem strukturierten Prozess weiterzuentwickeln und sie zukunftssicher zu machen, braucht es die Initiative und den Einsatz aller Beteiligten – in Form einer konzertierten Aktion. Dazu haben wir heute einen ersten Austausch durchgeführt.“

    Die Krankenhauslandschaft ist im Umbruch – nicht nur in Rheinland-Pfalz. Bundesweit stehen die Krankenhäuser vor großen Herausforderungen. Zu nennen sind die Auswirkungen des DRG-Fallpauschalensystems, steigende Anforderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), aber auch zunehmende Schwierigkeiten Fachkräfte zu finden. Insbesondere kleinere Krankenhäuser in ländlichen Regionen bekommen die Folgen deutlich zu spüren. Nicht zu vergessen die chronische Unterfinanzierung durch die Landesregierung.

    Vor diesem Hintergrund haben die Mitglieder des Ausschusses verabredet, die Sitzung als Auftakt für eng getaktete weitere Gespräche zur stationären Gesundheitsversorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz zu sehen. „Die Krankenkassen begrüßen es für ihre Versicherten sehr, dass wir in Rheinland-Pfalz jetzt gemeinsam die Ursachen für die aktuellen Schwierigkeiten genau analysieren und sehen, welche konkreten Schritte wir jetzt gehen müssen, um die Strukturen – auch sektorenübergreifend – bedarfsgerecht und zukunftssicher weiterzuentwickeln“.

    Die Landeskrankenhausgesellschaft unterstrich: „Auch wir als Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz begrüßen die heute für die kommenden Monate verabredete intensive Zusammenarbeit, die unseres Wissens in dieser Weise bislang einzigartig ist. Strukturen dürfen sich nicht zufällig aufgrund von Insolvenzen verändern. Wir müssen gemeinsam agieren statt reagieren“.

    Zu den Mitgliedern des Ausschusses für Krankenhausplanung zählen die Krankenhausgesellschaft RLP e.V. sowie die Verbände der Krankenhausträger in RLP, die Landesverbände der gesetzlichen Krankenkassen in RLP sowie der Landesausschuss RLP des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V., die Landesärztekammer, der Landkreistag und Städtetag, die Landespsychotherapeutenkammer, die Landesapothekerkammer, die Landespflegekammer und die Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen.