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  • „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

    Bezirksversammlung Bielefeld I - Gründungsdekanin Prof. Dr. Claudia Hornberg schildert Aufbau der Medizinischen Fakultät OWL
    25.Mai 2021
    Bielefeld (mhe). Die Erwartungen an die im Aufbau befindliche Medizinische Fakultät OWL sind groß, mindestens so groß wie die Herausforderungen an die Gründungsdekanin. „Ein früher Einblick der Studierenden in den Versorgungsalltag der Praxen und Kliniken in OWL ist uns wichtig. Wir hoffen, dass sich die Studierenden durch diese Art der Einbindung in unserer Region wohlfühlen und perspektivisch auch hier bleiben wollen, um die Versorgungssituation zu verbessern.“, äußert sich die Gründungsdekanin Univ-Prof. Dr. med. Claudia Hornberg in der Video-Konferenz des MB-Bezirks Bielefeld.

    Im kommenden Wintersemester wird die Medizinische Fakultät OWL ihren Lehrbetrieb starten. „Wir beginnen mit 60 Erstsemestern. Im Wintersemester 2025/26 sollen dann bis zu 300 Studierende in OWL ihre Ausbildung zur Ärztin oder zum Arzt erhalten.“ Jede und jeder Einzelne wird in der ostwestfälischen Region eigentlich schon heute gebraucht.

    2019 wurde mit drei Kliniken vor Ort (Evangelisches Klinikum Bethel, Klinikum Bielefeld, Klinikum Lippe,) ein Rahmenvertrag geschlossen. „Die weiteren Vorbereitungen laufen in enger Allianz mit den beiden NRW-Ministerien für Wissenschaft und Gesundheit und dem Landesprüfungsamt.“

    Im Januar 2021 hat das Gesundheitsministerium des Landes das Konzept des Modellstudiengangs genehmigt. Viele Experten und Expertinnen waren in die vorangegangenen Prozesse involviert, nicht zuletzt der Wissenschaftsrat (WR) und ein Medizinischer Beirat. „Das Land, aber auch die Expertinnen und Experten sind mit unserem Konzept einverstanden“, zeigte sich Professorin Hornberg sehr zufrieden. „Die Hinweise der Gutachter und Gutachterinnen sind äußerst hilfreich für die weitere Konkretisierung unseres innovativen Konzeptes. Sie geben uns Unterstützung und Orientierung. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

    Personeller Aufbau vollzieht sich über Jahre

    Die Gespräche mit dem Land über die Volllastfinanzierung laufen noch. Die Finanzplanung der nächsten Jahre bezeichnet Prof. Claudia Hornberg aber als auskömmlich.

    Viel Geld benötige man für Forschung. Zur Weiterentwicklung des Forschungsprofils werde durch die Fakultät eine Anschubfinanzierung bereitgestellt. Es gebe bereits für zwei Förderrunden ein Volumen von 1,5 Mio. Euro. Darüber hi­naus hat die Fakultät bereits Drittmittel in Höhe von 4,2 Mio. Euro eingeworben. Weitere Drittmittelanträge seien in der Vorbereitung.

    Der personelle Aufbau des Universitätsklinikums OWL vollzieht sich über mehrere Jahre. Der Prozess begann im Sommer 2019. Erste klinische Professuren wurden bei den drei Trägerkliniken des Universitätsklinikums OWL nach Durchführung universitätsüblicher Berufungsverfahren bereits besetzt. Seit Sommer 2020 werden sukzessive weitere klinische Professuren ausgeschrieben und berufen.

    „Sehr schöne Momente in der Entstehungsgeschichte der neuen Fakultät sind die Bewerbungsgespräche mit den Professorinnen und Professoren, die sich mit ihrer Expertise gestaltend einbringen“, erklärt Claudia Hornberg. „Mit den Berufungen gewinnt die Fakultät mehr und mehr an Profil.“

    Bald zwanzig Stellen seien schon besetzt, ebenso viele Berufungsverfahren laufen aktuell. Viele weitere werden noch folgen, denn insgesamt sind bis zu 96 Berufungen geplant.

    Bei der Gründung der Medizinischen Fakultät verfolge die Universität Bielefeld das Ziel, gemeinsam mit den ausgewählten Krankenhausträgern in den nächsten Jahren ein universitätsmedizinisches Niveau in Lehre und Forschung zu erreichen. Da die allgemeinmedizinische und ambulante Ausbildung einen Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät OWL darstellen wird, befindet sich ein Netzwerk von bis zu 300 Praxen im Aufbau. Dies trage zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlich geprägten Ostwestfalen bei.