Wirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitswesens steigt in NRW weiter

1,31 Millionen Menschen Beschäftigte | Frauenanteil bei 73 Prozent
31.März 2026
Das Gesundheitswesen wächst in NRW in seiner wirtschaftlichen Bedeutung zusehends weiter. Im Jahr 2024 waren in Nordrhein-Westfalen mit 1,31 Millionen Beschäftigten 1,7 Prozent mehr Menschen im Gesundheitswesen tätig als ein Jahr zuvor, bilanziert das Statistische Landesamt NRW. Die Zahl der Beschäftigten stieg um rund 22.000. Deutschlandweit verstärkte sich das Gesundheitspersonal um 1,7 Prozent auf rund 6,2 Millionen Personen.

Rein rechnerisch kommen in NRW auf 1.000 Einwohner knapp 73 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Damit verzeichnet NRW eine ähnliche Relation wie der Bundesdurchschnitt (73,8).

Krankenhäuser verzeichneten den größten Personalzuwachs

In den verschiedenen Einrichtungsarten fiel die Entwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitspersonals unterschiedlich aus: Die größten absoluten Beschäftigungszuwächse wiesen Krankenhäuser (+9.600 bzw. +3,2 Prozent) und Praxen sonstiger medizinischer Berufe (+3.500, bzw. 2,9 Prozent) auf. Weniger Beschäftigte gab es hingegen in den sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens (−1.500 bzw. −1,6 Prozent) und in Apotheken (−1.200 bzw. −2,2 Prozent).

Fast ein Viertel des Gesundheitspersonals in NRW war in Krankenhäusern tätig

Mit einem Anteil von 23,5 Prozent waren die meisten Beschäftigten im Gesundheitswesen in Krankenhäusern tätig. Darauf folgten die Beschäftigten in der stationären und teilstationären Pflege mit 13,4 Prozent und in Arztpraxen mit 12,2 Prozent.

Frauen dominieren bei der Beschäftigung im Gesundheitswesen

Dreiviertel der Beschäftigten (74,8 Prozent) im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen waren Frauen. Die höchsten Frauenanteile hatten Beschäftigte in Einrichtungen der ambulanten Pflege (84 Prozent), der stationären und teilstationären Pflege (82,8 Prozent) und in Zahnarztpraxen (82 Prozent). Mehr Männer als Frauen arbeiteten beim Rettungsdienst und in den Vorleistungseinrichtungen (z. B. pharmazeutische und medizintechnische Industrie). Dort betrug der Frauenanteil 36,2 bzw. 48,6 Prozent.