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  • Klinikmitarbeiter müssen besser geschützt werden

    Pressemitteilung
    Landesregierungen in NRW und RLP müssen nach der Lockerung der Beschränkungen ausreichendes Schutzmaterial zentral beschaffen
    07.Mai 2020
    Köln. Angesichts der verkündeten weiteren Lockerungen in der Corona-Pandemie fordert der Vorstand der Ärztegewerkschaft Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz die beiden Landesregierungen in Düsseldorf und Mainz auf, umgehend die nächsten drei Monate dafür zu nutzen, um wirksame persönliche Schutzausrüstungen für die Mitarbeiter der Krankenhäuser, in Praxen, Altenheimen und sonstigen Gesundheitseinrichtungen in beiden Bundesländern in ausreichender Zahl zu beschaffen.

    Ob die Infektionszahlen nach den jetzigen Lockerungen der Beschränkungen wieder ansteigen oder nicht, es bleibt ein hohes Infektionsrisiko für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen bestehen. Vermutlich seien im kommenden Herbst auch wieder höhere Infektionszahlen zu erwarten.

    Das Personal u.a. in den Kliniken muss einfach besser geschützt werden, denn mehr Tests alleine schützen nicht. Durch die verstärkte Wiederaufnahme planbarer Eingriffe und Behandlungen kommen wieder mehr Patienten in die Kliniken, deren Infektionsstatus nicht bekannt ist. Dem Klinikpersonal fehlen aber unverändert in ausreichender Zahl FFP 2-Masken, Schutzvisiere, Schutzkittel und Desinfektionsmittel. Einfache Mund-Nasen-Schutzmasken bieten bekanntlich keinen sicheren Infektionsschutz.

    Da die gut 450 Krankenhäuser in NRW und RLP in der bisherigen Corona-Pandemie die wirksamen Schutzmaterialien selber nicht in ausreichender Anzahl auf dem Markt beschaffen konnten, sind die Landesregierungen im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht und Daseinsvorsorge verantwortlich, dies jetzt zu bewerkstelligen.

    Auf den Schutz der Klinikmitarbeiter muss oberstes Augenmerk gelegt werden, denn in den vergangenen Wochen mussten in vielen Krankenhäusern in ihrem Berufsleben infizierte Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in häusliche Quarantäne geschickt werden. Das wäre vermeidbar gewesen. Dadurch fehlte Fachpersonal in den Kliniken, das dort dringend gebraucht wurde. Die Landesregierungen in NRW und RLP müssen aus den Versäumnissen der Vergangenheit lernen und jetzt geeignetes Schutzmaterial in ausreichendem Umfang zentral beschaffen.