Studi meets Studi: Was erwartet mich im Medizinstudium?

Studierende
02.April 2026
Der Start ins Medizinstudium wirft viele Fragen auf: Wie lerne ich richtig? Wie gehe ich mit Misserfolgen um? Und was hätte ich gern früher gewusst? Mit dem Online-Format Studi meets Studi zum Digitalen Semesterstart 2025 brachte der MB Sachsen Medizinstudierende aus verschiedenen Semestern zusammen, um genau diese Fragen offen und ehrlich zu besprechen.
Erfahrungen aus erster Hand

Fünf erfahrene Studierende fungierten bei Studi meets Studi als Mentor*innen: Aus Leipzig nahmen Felicitas Vogt (Deutschlandstipendiatin MB Sachsen), Annabell Bär, Lukas Röhrig und Anna Seidel teil. Aus Dresden wirkte Daniel Haak (ehem. Deutschlandstipendiat MB Sachsen) mit. Egal ob Prüfungsstress, Nebenjob oder Ehrenamt - die Mentor*innen hatten für jede Frage eine durchdachte Antwort parat und gaben Studienanfänger*innen sowie jüngeren Semestern aus ganz Deutschland praxisnahe Einblicke und wertvolle Tipps für den Studienalltag.

Gelassener durch den Prüfungsstress

Zentrale Themen des Abends waren das Lernen und der Umgang mit Stress in Prüfungsphasen. „Jeder muss lernen“, so Anna Seidel. „Ich kenne niemanden, der einfach so ohne Lernen durchgekommen ist. Jeder muss sich mal hinsetzen und was machen, worauf man eigentlich keine Lust hat. Aber es ist auch wichtig darauf zu achten, dass man genug Pausen hat und sich einen Ausgleich schafft - sei es durch Sport, Ehrenamt oder sich mit Freunden zu treffen, die nicht Medizin studieren“. Auch Felicitas Vogt empfahl, Ausgleich bewusst einzuplanen: „Neben dem Fachschaftsrat habe ich an ehrenamtlichen Projekten gearbeitet und einen Nebenjob gehabt. Das hat mir nicht nur Kontakte gebracht, sondern auch für Balance gesorgt. Am besten schalte ich beim Sport oder am Wochenende mit Freunden und Familie ab“. Lukas Röhrig ergänzte: „Ausgleich ist unglaublich wichtig. Ein Hobby oder ein verpflichtender Termin pro Woche, wie Sport oder Fachschaft, hilft dabei, dranzubleiben. Eine Prüfung ist immer eine Momentaufnahme. Und nur, weil man eine Prüfung nicht besteht, heißt es nicht, dass man keine Ahnung hat oder schlecht vorbereitet war. Da können auch andere Punkte reinspielen“.

Was würde ich meinem Ersti-Ich heute sagen?

Nach einer Diskussion über die mentalen und emotionalen Herausforderungen des Studiums reflektierten die Mentor*innen, was sie ihrem Ersti-Ich heute mit auf den Weg geben würden. Annabell Bär erklärte: „Es ist unwichtig, was die anderen machen. Wir haben alle andere Lebensrealitäten. Jeder Weg ist der richtige für die jeweilige Person. Man sollte sich nicht mit anderen vergleichen“. Daniel Haak ergänzte: „Das Studium ist nicht schwierig, es ist nur viel. Aber mit einer ordentlichen Struktur und Selektion dessen, was für einen wirklich wichtig und auch prüfungsrelevant ist, kommt man eigentlich gut durch“. Und Lukas Röhrig beruhigte alle, die noch keine Entscheidung über ihre Fachrichtung getroffen haben: „Lass dich nicht davon verunsichern, dass du keine Ahnung hast, was du sein willst, wenn du mit dem Studium fertig bist. Es ist vollkommen in Ordnung sich auch erst während des PJs zu entscheiden“.

Mit dem MB besser durchs Studium

Studi meets Studi bot den Teilnehmenden nicht nur Orientierung für die kommenden Semester, sondern auch die Gelegenheit, sich mit erfahrenen Studierenden zu vernetzen und von deren Engagement zu profitieren. So konnten die jungen Studierenden direkt Fragen klären, Tipps mitnehmen und sich von ihren Mentor*innen inspirieren lassen. 

Clips und FAQs aus der Veranstaltung finden Sie hier.