Aktuelle Meldungen

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23. Jun 2017
mhe. Verstopfte Notaufnahmen sind auch im Herzen des Ruhrgebietes tägliche eine bittere Realität. „Es geht uns für die Klärung der Frage, wer ist tatsächlich ein Notfall, wer ist kein Notfall in der Summe viel Zeit verloren? Am Ende fehlt uns dadurch die nötige Zeit, um unsere echten Notfälle zu behandeln“, bilanziert der Vorsitzende des MB-Bezirks Gelsenkirchen, Uwe Forner, die Überlastungssituation in den Notaufnahmen. Die jüngste Bezirksversammlung widmete sich als Podiumsdiskussion ausschließlich diesem brennenden Thema - unter dem Motto: Zwei-Minuten-Diagnose - wie sicher ist denn da noch die Notfallversorgung in Gelsenkirchener Kliniken? „Wir wollen wissen, wo brennt es? Wie können wir unseren Sachverstand einbringen, um die Situation zu verbessern. Zum Glück haben die niedergelassenen und in Kliniken angestellten Ärztinnen und Ärzte hier ein sehr gutes Verhältnis“, weiß Uwe Forner.
19. Jun 2017
mhe. Gut fünf Wochen nach der Landtagswahl haben die beiden Koalitionspartner CDU und FDP am vorigen Freitag ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. In dem 125-seitigen Dokument sind zahlreiche Vereinbarungen enthalten, die Ärztinnen und Ärzte oder Patienten betreffen. Es geht u.a. um die Schaffung von mehr Rechtschutz für Ärzte beim Thema Gewalt gegen Kinder, die Ankündigung eines neuen Hochschulgesetzes, die Einführung von Studiengebühren für Studierenden aus Drittstaaten, die Etablierung eines neuen Wissenschaftstarifs an Hochschulen, die Begutachtung der Hochschulmedizin durch den Wissenschaftsrat, mehr Finanzmittel für die laufende Sanierung der Unikliniken, ein neues IT-Investitionsprogramm, den Masterplan 2020, die Verstetigung der 2011 durch den Hochschulpakt II und III geschaffenen gut 200 neuen Medizin-Studienplätze in NRW, die Errichtung einer Medizinischen Fakultät für 200-300 Studenten in Bielefeld, den neuen Campus Siegen für 25 zusätzliche Medizinstudenten, die Landarztquote, neue Auswahlkriterien für die Erlangung eines Humanmedizinstudienplatzes, die Stärkung der Selbstverwaltung freier Berufe, der Versorgungswerke und der Tarifautonomie, eine Bundesratsinitiative zur Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes innerhalb der Spielräume der europäischen Richtlinie zur Arbeitszeitgestaltung, die Erhöhung der Krankenhausinvestitionsfinanzierung und vieler weiterer Aspekte, die auszugsweise im Folgenden abgedruckt sind. Manche Vorhaben sind gegenüber bisherigen Medienberichten konkretisiert worden, einige aber noch immer recht vage formuliert. Den kompletten Koalitionsvertrag finden Sie im Anhang.
14. Jun 2017
Eine gute Nachricht, aber doch wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein: Drei Wochen nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben die Vertreter von CDU und FDP in ihren Koalitionsgesprächen vereinbart, 50 Millionen Euro für den Aufbau einer neuen Medizinischen Fakultät an der Uni Bielefeld zur Verfügung zur Stellen. Bisher sind die Medizinischen Fakultäten und Studienplätze in NRW mit aktuell 2.206 Studienplätzen höchst ungleich verteilt: Es gibt fünf Standorte mit 1.633 Studienplätzen in Nordrhein und zwei Fakultäten mit 573 Plätzen in Westfalen-Lippe.
13. Jun 2017
mhe. Seit vielen Jahren fordert der MB die Erhöhung der Zahl der Studienplätze für Humanmedizin und die Errichtung einer neuen Medizinischen Fakultät in Ostwestfalen. Jahrelang schaltete die nordrhein-westfälische Landesregierung bei diesen Themen auf taube Ohren. Lediglich zu einer Ausweitung des „Bochumer Modells“ auf Kliniken in Minden und Herford rang man sich durch. Gut 60 Studienplätze wurden so geschaffen. Für den wachsenden Ärztebedarf in NRW ist das aber noch längst nicht genug.
09. Jun 2017
Rheinland-Pfalz hatte Ende 2014 als erstes Bundesland den Aufbau einer Berufskammer für die landesweit rund 40.000 Pflegefachkräfte nach dem Vorbild der Ärzte- oder Anwaltskammer beschlossen. Die Mitgliedschaft ist für alle Berufstätigen verpflichtend. Die Pflichtmitgliedschaft in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz ist jedoch umstritten. Das Verwaltungsgericht Mainz wies mit einem nun veröffentlichten Urteil die Klage einer Krankenpflegerin ab, die kein Mitglied der erst seit Anfang 2016 existierenden Kammer sein wollte (Az.: 4 K 438/16.MZ). Die Frau sah in der Pflichtmitgliedschaft einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Das Verwaltungsgericht Mainz bestätigte dagegen, dass es rechtens ist, Pflegekräfte in einer Kammer zu bündeln.
08. Jun 2017
Sie befinden sich derzeit in der entscheidenden Phase Ihres Medizinstudiums? Sie haben viele Fragen? Wir bieten Ihnen in einzelnen Veranstaltungen an den Universitätsstandorten hilfreiche Antworten. Ob PJ- oder Berufsstart: in der Zeit rund um die Prüfungen werden viele Weichen gestellt. Natürlich stellen sich in dieser Zeit auch viele Fragen: Was ist wichtig für Bewerbung & Vorstellungsgespräch? Welche Tarifverträge gibt es und wie sieht mein erster Arbeitsvertrag aus? Wie läuft das mit Landes- und Bezirksärztekammern, was macht das Versorgungswerk? Welche Formalitäten stehen an? Welche Grundabsicherungen brauche ich für den Berufsstart? Welche Versicherungen benötige ich wirklich? Welche Vergünstigungen bietet der Marburger Bund?
07. Jun 2017
mhe. Die künftige Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will offenbar 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um eine medizinische Volluniversität an der Universität Bielefeld zu gründen. Dies kündeten der designierte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Andreas Pinkwart (FDP) nach der dritten Koalition-Verhandlungsrunde in Düsseldorf an. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Seit Jahren kämpft u.a. der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Theodor Windhorst, um eine Medizinische Fakultät in Bielefeld. Durch einen „Klebeeffekt“ erhofft sich die ostwestfälische Region mehr Ärztinnen und Ärzte für den ländlichen Raum.
07. Jun 2017
Der ungesunde Lebensstil nimmt erschreckende Ausmaße an: Im Jahr 2015 wurden 4.845 Patienten aus Nordrhein-Westfalen aufgrund von Adipositas (Fettleibigkeit) stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren mehr als doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor (2010: 2.205 Fälle). Dies bilanzierte das Landesamt für Statistik NRW. Im Jahr 2015 wurden insbesondere Menschen zwischen 35 und 55 Jahren wegen Adipositas behandelt: Rund 50 Prozent aller krankhaft fettleibigen Patienten gehörten dieser Altersgruppe an. Zwei Drittel (67,1 Prozent) aller Patienten mit dieser Diagnose waren Frauen.
07. Jun 2017
mhe. Diese Leitforderung der Ärztekammer Nordrhein ist angesichts der noch immer laufenden Koalitionsgespräche in Düsseldorf aktueller denn je. Mit Blick auf die Landtagswahl in NRW hatte der Kammerpräsident Rudolf Henke daran erinnert, was die beiden Kammern in NRW in ihren Wahlprüfsteinen den politischen Parteien mit auf den Weg gegeben hat. „Das Gesundheitswesen muss sich an den Bedürfnissen der Patienten ausrichten und eben nicht an ökonomischen oder marktwirtschaftlichen Interessen. Patientenversorgung ist kein industrieller Fertigungsprozess. Ärztliche Zuwendung ist nicht rationalisierbar“, betonte Henke in der 7. nordrheinischen Kammerversammlung. Für den ärztlichen Dienst in Kliniken forderte Henke eine Mindestpersonalvorgabe. „Solche Personaluntergrenzen brauchen wir auch im ärztlichen Dienst, denn häufig sind die Stellenpläne auf Kante genäht. Mehrere tausend Arztstellen in Krankenhäusern sind derzeit unterbesetzt. Es fehlt uns Ärzten dadurch die Zeit für die individuelle Patientenversorgung."
02. Jun 2017
Die Entscheidung für eine Organspende verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung. „Nicht nur die Spender selber, auch die Angehörigen, die gegebenenfalls für einen Patienten entscheiden müssen, retten Menschenleben. Das sollte die Gesellschaft mehr als bisher würdigen“, unterstreicht Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Anlässlich des Tages der Organspende am 3. Juni ruft der westfälisch-lippische Kammerpräsident dazu auf, seine Position zur Organspende rechtzeitig zu klären und vor allem auch zu dokumentieren. „In einer Situation des Abschiednehmens von einem lieben Menschen, die für die Angehörigen ohnehin unvorstellbar schwer ist, nimmt ihnen ein ausgefüllter Organspendeausweis zumindest die Last der Entscheidung über eine Spende ab.“