Aktuelle Meldungen

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15. Mai 2017
Die rheinland-pfälzische Ärzteschaft wird immer älter. Mittlerweile ist jeder zweite berufstätige Arzt und jede zweite berufstätige Ärztin in Rheinland-Pfalz 50 Jahre alt und älter, erklärt Dr. med. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, bei der Vorlage der aktuellen Ärztestatistik. Im Jahr 2016 hat der Anteil der älteren Ärztinnen und Ärzte weiter zugenommen. Zugleich reicht der Anteil der jungen Ärztinnen und Ärzte bei weitem nicht aus, um die Lücke zu schließen, die sich in einigen Jahren auftun wird, wenn die Älteren in Ruhestand gehen. „Auch wenn wir im Land aktuell noch keine offiziell gemeldeten unterversorgten Gebiete haben, gibt es bereits Regionen in Rheinland-Pfalz, in denen freiwerdende Praxissitze nur noch schwer wiederbesetzt werden können“, berichtet der Landesärztekammer-Präsident weiter. Zugleich ist der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten in den vergangenen Jahren weiter gewachsen und wird auch noch weiter ansteigen. Das gilt sowohl für das Krankenhaus als für den ambulanten Bereich. Die Gründe hierfür: der medizinische Fortschritt, der demografische Wandel, der erhöhte Anteil von Teilzeitstellen und der Trend zur Arbeitszeitverkürzung.
10. Mai 2017
mhe. Nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Die rheinland-pfälzische Landesregierung stockt ihre Investitionen in die Krankenhäuser im laufenden Jahr um drei Millionen Euro auf. Für bauliche Investitionen erhält ein knappes Drittel der Krankenhäuer in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr insgesamt 66 Millionen Euro Fördermittel. Dieses Geld aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm verteilt sich auf nur 28 der gut 90 Krankenhäuser im Land. „Die Finanzausstattung der Kliniken sei völlig unzureichend. Ein Abbau des erheblichen Investitionsstaus ist leider nicht in Sicht“, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. med. Peter Enders. Berücksichtige man Kostensteigerungen und Inflationsrate finde faktisch keine substanzielle Erhöhung statt. Das Land bleibe selbst bei Einbeziehung der "Abwrackprämie" aus dem Krankenhaustrukturfonds in der Summe unter den Förderleistungen von früher, denn die Fördermittel hätten zwischen 2001 und 2015 noch 143,8 Millionen Euro betragen.
09. Mai 2017
mhe. Die Krankenhäuser in Solingen lehnen es ab, die seit dem 1. April geltende Zwei-Minuten-Abklärung zur Behandlung der Notfallpatienten anzuwenden. In gerademal zwei Minuten sollen Ärztinnen und Ärzte in der Notaufnahme erkennen, ob ein Patient so krank ist, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss, oder ob er an einen niedergelassenen Arzt weiterverwiesen werden kann. Damit schließen sich das Städtische Klinikum Solingen und die St. Lukas Klinik in Solingen der Empfehlung des Marburger Bundes NRW-RLP an. Erster Vorsitzender Dr. med. Hans-Albert Gehle hatte zuvor die Vorgabe als unethisch und nicht umsetzbar bezeichnet. Gehle warnte zuvor ausdrücklich vor möglichen schweren gesundheitlichen Folgen für Patienten und vor rechtliche Folgen für Klinikärzte.
09. Mai 2017
mhe. Eine traurige Bilanz: Die Zahl der Drogentoten ist mit insgesamt 1.333 Fällen in der Bundesrepublik im vorigen Jahr um fast neun Prozent gestiegen. Hauptursache war eine Überdosis. Auch in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fällt die Drogenbilanz traurig aus: Nach Angaben des Bundeskriminalamtes sind in Rheinland-Pfalz im Vorjahr 68 Menschen an ihrem Drogenkonsum gestorben. Im Jahr 2015 wurden 48 Drogentote gezählt - ein erschreckender Anstieg. In NRW starben im Vorjahr 204 Menschen an einer Überdosis, das sind 22 Drogentote mehr als im Jahr 2015. Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung zeigt: Mit dem Anstieg des Konsums illegaler Drogen steigt auch die Zahl der Opfer. Wirksame Konzepte zur Senkung des Drogenkonsums kündigte derweil keine Partei an. Nicht zu vergessen ist, dass weitaus mehr Menschen wegen ihres Alkohol- und Tabakkonsums sterben.
05. Mai 2017
Sie befinden sich derzeit in der entscheidenden Phase Ihres Medizinstudiums. Ob PJ- oder Berufsstart: in der Zeit rund um die Prüfungen werden viele Weichen gestellt. Natürlich stellen sich in dieser Zeit auch viele Fragen: Was ist wichtig für Bewerbung & Vorstellungsgespräch? Welche Tarifverträge gibt es und wie sieht mein erster Arbeitsvertrag aus? Wie läuft das mit Landes- und Bezirksärztekammern, was macht das Versorgungswerk? Welche Formalitäten stehen an? Welche Grundabsicherungen brauche ich für den Berufsstart? Welche Versicherungen benötige ich wirklich? Welche Vergünstigungen bietet der Marburger Bund? Der Marburger Bund bietet seinen Mitgliedern einen speziellen Service. Wir veranstalten an den Uni-Standorten unseres Landesverbandes Informationsveranstaltungen mit unserem Wirtschaftsdienst, auf denen Sie Antworten auf oben genannte Fragen erhalten. Folgende Termine bieten wir Ihnen an: 12. Juni: Bochum/Essen, 13. Juni: Mainz, 19. Juni: Köln, 20. Juni: Münster, 21. Juni: Düsseldorf, 26. Juni: Aachen und 3. Juli: Bonn. Die Veranstaltungen finden in uni-nahen Räumlichkeiten jeweils von 18-21 Uhr statt. Nähere Angaben finden Sie in der Rubrik Termine. Anmelden können Sie sich online unter http://www.mb-wvd.de/seminare.html
05. Mai 2017
mhe. Ein großartiger Erfolg: Mit 61,5 Prozent der Stimmen wurde die Liste 3 mit dem Motto „Stark für alle“ mit dem Spitzenkandidaten Dr. med. Claus Beermann aus den Reihen des Marburger Bundes bei den Betriebsratswahlen am Klinikum Ludwigshafen zum Wahlsieger. Damit hatte die Liste des MB-Vorstandsmitglieds 13 der insgesamt 21 Sitze im Betriebsrat erhalten. In der konstituierenden Sitzung wählte der Betriebsrat vorige Woche dann erneut Dr. med. Claus Beermann zum Betriebsratsvorsitzenden. Inge Vonnieda wurde in ihrem Amt als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bestätigt. Wahlberechtigt waren insgesamt 2.703 Arbeitnehmer des Klinikums Ludwigshafen. Ihre Stimme abgegeben haben 1.226 Arbeitnehmer. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 45,4 Prozent. Wir gratulieren herzlich.
05. Mai 2017
mhe. Seit dem 1. April müssen Klinikärzte binnen zwei Minuten entscheiden, ob ein Notfallpatient tatsächlich auch ein medizinischer Notfall ist. Als Marburger Bund NRW-RLP haben wir diese Änderungen ausführlich als unethisch und unmöglich kritisiert! Nur noch zwei Minuten Zeit für eine erste Notfall-Diagnose? Wie sicher ist denn da noch die Versorgung der Notfälle in den Gelsenkirchen Krankenhäusern? Der Marburger Bund-Bezirk Gelsenkirchen lädt am Dienstag, den 9. Mai 2017, zur öffentlichen Diskussion über die derzeitige medizinische Versorgung von Notfällen ein.
24. Apr 2017
Anlässlich der heute beginnenden Europäischen Impfwoche 2017 hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler auf die wichtige Bedeutung von Impfungen hingewiesen. „Immer wiederkehrende Masernausbrüche haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, eine hohe Impfquote zu erreichen und auch aufrecht zu erhalten. Besonders Impflücken im Jugend- und jungen Erwachsenenalter tragen dazu bei, dass es zu Krankheitsfällen kommt“, erklärte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Seit Jahresbeginn wurden bundesweit bereits 410 Masernfälle registriert. Dies sind bereits jetzt mehr als im ganzen Jahr 2016. In Rheinland-Pfalz wurden im Vorjahr insgesamt 14 Masernfälle, in diesem Jahr bisher neun Fälle gemeldet.
23. Apr 2017
mhe. Ein guter Schritt vorwärts: Mit einer neuen Anlaufstelle zur Beantwortung aller Fragen rund um die fünfjährige Weiterbildung zum Hausarzt soll Ärztinnen und Ärzten in Rheinland-Pfalz der Weg in die spätere Niederlassung erleichtern werden. Die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft und Landesärztekammer Rheinland-Pfalz haben gemeinsam vereinbart, mit der neuen Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin die hausärztliche Versorgung in Rheinland-Pfalz langfristig und flächendeckend zu sichern.
20. Apr 2017
„Heilpraktiker sind ganz bestimmt nicht die Lösung der bestehenden Versorgungsprobleme. Im Gegenteil: Sie können eine Gefahr für die Patientensicherheit sein.“ Mit diesen klaren Worten kritisiert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, vor dem Hintergrund von Medienberichten über einen Heilpraktiker in Bayern, der wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung vor Gericht steht. Die aktuelle stern-Reportage zeige deutlich die Gesetzeslücken bei der Tätigkeit von Heilpraktikern auf, „die ohne umfassende Ausbildung am und mit den kranken Menschen machen können, was sie wollen. Da sie medizinische Standards nicht kennen, setzen sie sich über Leitlinien und wissenschaftliche Standards hinweg und gefährden damit die Patienten.“