Aktuelle Meldungen

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01. Dez 2021
Von Katharina Stoev und David Manamayil
Ob jung oder schon älter – die Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte haben sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Wir junge Ärztinnen und Ärzte erleben es täglich, aber das geht auch aus einer aktuellen Befragung des Marburger Bundes hervor. Junge Ärztinnen und Ärzte begreifen sich als Teamplayer. Die allgemeine Wahrnehmung ist jedoch, dass in der öffentlichen Berichterstattung aktuell nur ein Teil der Mannschaft bedacht wird. Der Fokus der Medien richtet sich vornehmlich auf Pflegekräfte. Dabei arbeiten beide Berufsgruppen rund um die Uhr in einem Team. Auch die Politik hat offensichtlich kein Verständnis dafür, dass die Patientenversorgung eine Teamarbeit verschiedener Professionen ist. Ärztinnen und Ärzte schildern in Medien allenfalls die aktuelle Corona-Situation in den Kliniken. Wir warnen vor den Folgen der Corona-Infektionen, werben für mehr Impfungen. Aber Äußerungen über unsere eigene Belastung sind selten zu hören.
29. Nov 2021
Münster. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe lädt alle nebenamtlich tätigen Ärztlichen Direktoren im Landesteil zur Teilnahme an einer Online-Befragung ein — die Ergebnisse sollen u. a. in eine neue Fortbildung zur Vorbereitung auf das ärztliche Direktorat einfließen. Die Rolle des Ärztlichen Direktors im Krankenhaus erfährt seit Jahren zunehmende Bedeutung. Steigender ökonomischer Druck und zunehmende Arbeitsdichte z. B. durch Personalknappheit, Verweildauerrückgang oder ausufernde Dokumentationspflichten prägen mehr und mehr den ärztlichen Arbeitsalltag und fordern den Ärztlichen Direktor als integrierendes und moderierendes Bindeglied zwischen Geschäftsführung und Ärzteschaft.
26. Nov 2021
Mainz. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute mehr als 76.000 Neuinfektionen an COVID-19 binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 438,2. Beides sind bisher noch nie erreichte Höchststände. Auch die Hospitalisierungsrate steigt weiter an. Die Zahl der an oder mit COVID-19 gestorbenen Patienten hat die Marke von 100.000 Toten überschritten und wird, wie die Neuinfektionsrate, weiter deutlich ansteigen. Intensiv behandlungspflichtige Patienten müssen bereits deutschlandweit und ins Ausland verlegt werden. Die bisher auch in Rheinland-Pfalz verordneten Maßnahmen sind hierfür definitiv nicht ausreichend, beklagt die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.
25. Nov 2021
Mainz. Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hat aufs schärfste die vorgesehene tägliche Test- und Dokumentationspflicht im neuen Infektionsschutzgesetz (§28 b Abs. 2 IfSG) verurteilt. Diese sieht vor, dass in allen ambulanten und stationären Gesundheitseinrichtungen sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (trotz zwei- oder dreifacher Impfung) täglich getestet werden müssen. „Diese bürokratische Vorgabe ist völlig unverständlich und konterkariert alle Bemühungen, eine flächendeckende Versorgung weiterhin aufrechthalten zu können“, heißt es in einer Resolution, welche die Vertreterversammlung gestern Abend in Mainz verabschiedet hat.
24. Nov 2021
Mainz (mhe). Der seit 2016 amtierende Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Dr. med. Günther Matheis, wurden im historischen Saal des Kurfürstlichen Schlosses in der konstituierenden Vertreterversammlung mit 65 der 73 abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Der 63-jährige Spitzenkandidat des Marburger Bundes aus Trier nahm das Präsidentenamt an. Als Vizepräsidenten wurden Dr. med. Fink und Dr. med. Bernhard Lenhard gewählt. Auch die Wahl der Beisitzer verlief für den Marburger Bund höchst erfolgreich.
23. Nov 2021
Bielefeld (mhe). Es ist kaum noch nachvollziehbar: „Wir erleben gerade, dass die Infektionszahlen explodieren. Umso nachdenklicher stimmt es mich, wenn selbst auf den Intensivstationen die Pflegekräfte und Ärzte von dort behandelten Covid-19-Leugnern beschimpft werden. Es ist erschreckend, dass Ärztinnen und Ärzte mittlerweile sogar von Corona-Leugnern bedroht werden.“ Diese ernüchternde Bilanz zog Dr. med. Anne Bunte, die Leiterin des Gesundheitsamtes Gütersloh zum Auftakt der MB-Bezirksversammlung Bielefeld. Die Vorsitzende des ostwestfälischen Bezirkes kennt quasi Kraft ihres Amtes die aktuellen Infektionszahlen in OWL nur zu gut.
23. Nov 2021
Münster. Für den Abbau der Impfbürokratie und ein vereinfachtes Aufklärungsverfahren bei den Booster-Impfungen hat sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) ausgesprochen. „Um bei der Steigerung der Impfquoten und bei den Booster-Impfungen das notwendige Tempo zu erreichen, müssen alle bürokratischen Hemmnisse beiseitegeschoben werden“, fordert Kammerpräsident Dr. med. Hans-Albert Gehle. Nur so könne man die Pandemie in den Griff bekommen. Bei den Booster-Impfungen genüge es etwa, eine mündliche Aufklärung oder den Verzicht der zu impfenden Person auf Aufklärung zu vermerken. Zudem sei es „wenig hilfreich, wenn seitens der politisch Verantwortlichen Kontingente bei den Impfstoffen gedeckelt werden, um vom eigenen Versagen bei der Impfplanung und Impfstoffbestellung abzulenken“. Dadurch habe die Komplexität des Impfens in den Praxen notgedrungen zugenommen. „Das macht den organisatorischen Aufwand in den Praxen nur noch höher“, kritisiert Gehle.
23. Nov 2021
Pressemitteilung
Köln. Der Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz fordert eine deutliche Beschleunigung des Impfens gegen Corona. Angesichts des aktuell erschreckend hohen Ausmaßes des Infektionsgeschehens sollten auch die Ärztinnen und Ärzte des Medizinischen Dienstes (MD) in den Krankenhäusern die Bürger impfen dürfen. Die MD-Ärztinnen und -Ärzte müssen für diese Tätigkeit umgehend freigestellt werden, appelliert der Marburger Bund NRW/RLP. Schon im Vorjahr haben die Kolleginnen und Kollegen des MD in der ersten Corona-Welle freiwillig in den Kliniken ausgeholfen. Für ihre Unterstützung waren wir sehr dankbar. Gerade jetzt brauchen wir wieder jede Hilfe, ob von den Ärzten und dem Gesundheitspersonal des Medizinischen Dienstes, ob durch Betriebsärzte oder auch von Seiten der Bundeswehr.
21. Nov 2021
Herzlichen Glückwunsch: Unser Vorstandsmitglied Dr. med. Thorsten Hornung aus Bonn wurde gestern Mittag in der 6. Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein mit weit überwiegender Mehrheit aller Delegierten neu in den nordrheinischen Kammervorstand gewählt. Zuvor hatte der Kölner Arzt Michael Krakau dieses Vorstandsamt für den Marburger Bund ausgefüllt. Er trat jedoch jüngst aus persönlichen Gründen zurück. Neben dem Präsidenten Rudolf Henke stellen wir damit weiterhin acht der 16 Beisitzer in dem Vorstand der Ärztekammer Nordrhein: Dr. med. Lydia Berendes, Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger, Eleonore Zergiebel, Dr. med. Christiane Groß M.A., Dr. med. Sven Dreyer, Prof. Dr. med. Hansjörg Heep, Dr. med. Thorsten Hornung und Steffen Veen.
19. Nov 2021
Mainz. Ein Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht und die notwendigen Anpassungen an die sich derzeit weiter verschärfende Lage stellen eine erneute Herausforderung für die Kliniken dar. Die Krankenhäuser müssen daher die entsprechenden Maßnahmen zur internen Vorbereitung, zur Behandlung von Covid-Erkrankten und zur Abstimmung und Vernetzung mit anderen Kliniken bzw. mit Schwerpunktkliniken in der Covid-Versorgung ergreifen können, ohne dadurch Erlösverluste befürchten zu müssen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage der KGRP hat zudem alarmierende Ergebnisse zur wirtschaftlichen Situation der Kliniken im Land gezeigt. Danach erwarten fast zwei Drittel der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz ein Defizit für das Jahr 2021.