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    30. Jun. 2022
    Düsseldorf (mhe). Der in seinem Amt bestätigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU hat in Düsseldorf sein Kabinett vorgestellt. Wie allseits erwartet wird in den nächsten fünf Jahren der 64-jährige Karl-Josef Laumann das Amt des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers fortführen. Die Corona-Sommerwelle, die desaströse finanzielle Lage der Kliniken, der Tarifstreit an den Unikliniken und die weitere Umsetzung des Krankenhausplans NRW dürften in den nächsten Wochen und Monaten Herausforderung genug für ihn darstellen. Für den Bereich Universitäten wurde als neue Ministerin für Kultur und Wissenschaft die aus Dortmund stammende CDU-Politikerin Ina Brandes ernannt. Die Baumanagerin war im vorherigen Kabinett Wüst seit dem Herbst als NRW-Verkehrsministerin tätig. Sie löst die Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen ab, die seit 2017 im Amt gewesen war.
    29. Jun. 2022
    Mainz. Der Vorstand der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) warnt nach seiner jüngsten Sitzung vor einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser im Land. Hintergrund sind die in der letzten Woche veröffentlichten Ergebnisse des Krankenhaus Rating-Reports des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Nach dieser Untersuchung konnten die gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Krankenhäuser durch Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern zumindest zu Beginn der Pandemie teilweise abgefedert werden. Ohne eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung steht dem RWI-Rating-Report zufolge jedoch zu befürchten, dass es zu einer dramatischen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Kliniken kommt. Insbesondere in dem wahrscheinlichen Fall, dass die stationären Fallzahlen nicht wieder an das Vorpandemie-Niveau anknüpfen können.
    28. Jun. 2022
    Pharmazeutische Dienstleistungen – dieses Stichwort geht seit kurzem wieder durch die ärztliche Fachpresse. Was verbirgt sich dahinter? Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Ende 2020 das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken initiiert, als Reaktion auf die zunehmende Marktmacht der Versandapotheken. Nach der Erlaubnis zum Impfen gegen Grippe und Corona soll der akademische Heilberuf des Apothekers eine weitere konjunkturelle Spritze erhalten. Das Gesetz hat meines Erachtens eine völlig unnötige und auch schädliche Konkurrenz zwischen Apothekern und Ärzten ausgelöst, die niemand gewollt hat, auch die Apotheker selber nicht. Wie kam es dazu?
    24. Jun. 2022
    Die Streichung des Paragrafen 219a aus dem Strafgesetzbuch, den der Bundestag heute beschlossen hat, ist ein wichtiges Zeichen. Das Ende dieses Paragrafen mit dem sogenannten Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche stärkt zum einen die Selbstbestimmung der Frauen und gibt zum anderen Ärztinnen und Ärzten Rechtssicherheit, stellt der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz Dr. Günther Matheis fest. „Es muss möglich sein dürfen, betroffenen Frauen in schwierigen persönlichen Situationen sachgerechte Informationen zu geben“, so Matheis. Dies fordert die Landesärztekammer bereits seit längerem: Ärztinnen und Ärzte müssen sachlich darüber informieren dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen und welche Methoden sie hierfür anwenden. Matheis: „Und zwar ohne Strafverfolgung oder Stigmatisierung befürchten zu müssen. Die 219a-Streichung war längst überfällig.“
    23. Jun. 2022
    Münster (mhe.) Mit klaren Forderungen an die künftige Landesregierung in NRW eröffnete der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. med. Hans-Albert Gehle in der Halle Münsterland die 8. Kammerversammlung: „Wir wollen keine Versprechungen hören, wir wollen Ergebnisse sehen! Ergebnisse, die eine am Versorgungsbedarf orientierte Gesundheitsversorgung möglich machen", sagte soeben bei der Eröffnung der 8. Kammerversammlung in der Halle Münsterland. Erste Forderung: „Wir brauchen dringend mehr Medizinstudienplätze! Insoweit darf die Politik nicht nur ankündigen, sondern muss schnell liefern!“, betonte Gehle.
    21. Jun. 2022
    Erstmals seit fast drei Jahren waren die gut 9.000 Mitarbeiter der Universitätsmedizin Mainz (UMM) heute wieder zu einer Betriebsversammlung aufgerufen. Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer begrüßte vor der Eröffnung die MB-Bereichsleiterin und Juristin Janina Casper und Dr. med. Sonja Dörr MHBA, die 2. Stellvertretende Vorsitzende des Personalrates der UMM ist. Norbert Pfeiffer bedankte sich zunächst bei allen Mitarbeitern für ihr großartiges Engagement in der Pandemie. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir alle so gut zusammengehalten haben. Wir haben uns gegenseitig gut ausgeholfen, alle haben mit angepackt, in anderen überlasteten Abteilungen ausgeholfen, sich dafür fortgebildet oder in frei gewordenen Bereichen Überstunden abgebaut. Das ist die Basis dafür, dass wir als Uniklinik besser als die meisten anderen Unikliniken in Deutschland durch die Pandemie gekommen sind“, lobte Prof. Pfeiffer.
    17. Jun. 2022
    Düsseldorf. Die Ärztekammer Nordrhein sieht die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen in Apotheken und deren möglichen Auswirkungen auf die Patientenversorgung kritisch. Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, warnt davor, teure Beratungsstrukturen einzuführen, die letztlich nicht am Nutzen für Patientinnen und Patienten orientiert seien. "Mir erschließen sich die neuen Dienstleistungen und deren Vergütungsstruktur im Gesamtgefüge der Patientenversorgung nicht. Was ist der Zusatznutzen für den Patienten, wenn ein Apotheker jetzt im Rahmen seiner pharmazeutischen Beratung gegebenenfalls in einen komplexen Behandlungsplan eingreift, ohne diesen in Gänze zu kennen und beurteilen zu können? Wir werden erleben, dass das zu mehr Unsicherheit bei den Patienten führt, zu mehr Beratungsaufwand in den Praxen und im schlechtesten Fall zu Therapieabbrüchen“, kritisiert Rudolf Henke.
    15. Jun. 2022
    Köln/Bonn (mhe). Die Uniklinik Bonn ist mit ihrer Klage gegen die Streiks der Pflegekräfte für einen Tarifvertrag zur Entlastung vor dem Arbeitsgericht Bonn gescheitert. Nach der Abweisung des Antrages des Universitätsklinikums Bonn auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gehen die Streiks an den sechs Unikliniken in NRW weiter. Es ist zu erwarten, dass die Uniklinik Rechtsmittel einlegen wird und der Fall vor dem LAG verhandelt werden wird.
    14. Jun. 2022
    Köln/Essen (mhe). Die gestern angekündigte endgültige Schließung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen zum 30. Juni 2022 lenkt den Blick auf die massive Veränderung der Krankenhausstruktur in Deutschland. Dass fehlende Hebammen, Fachpflegekräfte und Fachärzte zur Schließung in dem Traditionshaus führen, unterstreicht, wie wichtig die Bekämpfung des Personalmangels ist. Die Zahl der Geburten kann zur Ursachenklärung der Veränderung nicht herangezogen werden. 1991 lag die Geburtenzahl nur um gut 35.300 höher als im Jahr 2018. In der Ruhrgebietsmetropole zeigt man sich tief betroffen: „Wir sind aufgrund anhaltender struktureller Einschränkungen im Personalbereich gefordert, eine Klinik mit langer Tradition aufzugeben, auf die wir sehr stolz sind. Ein einschneidender Schritt. Ein Schritt, der uns alle sehr beschäftigt und schmerzt“, erklärt Geschäftsführer Dr. med. Günther Flämig. Fachärztemangel und die Schwierigkeit in der Geburtshilfe, weitere erfahrene Hebammen in notwendiger Anzahl ans Haus zu binden, ließen aber keine andere Wahl.
    13. Jun. 2022
    Seit über sechs Wochen streiken die Fach- und Pflegekräfte der sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. Hunderte Betten in den einzelnen Unikliniken können nicht mehr belegt werden. Unzählige Operationen mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden, auch Eingriffe bei Kindern und Krebspatienten. Eigentlich ist es guter Brauch sich nicht zu Ausei­nan­dersetzung einer anderen Gewerkschaft zu äußern. Aber dieser Arbeitskampf beschäftigt auch die Gemüter vieler Ärztinnen und Ärzte. Einerseits zeigen Ärzte wie Öffentlichkeit und Politik großes Verständnis. Anderseits haben die Auswirkungen des Streiks nicht nur in der Öffentlichkeit zu erheblichem Unmut geführt. Worum geht es? Außerhalb einer Tarifrunde will die Gewerkschaft Verdi für Fach- und Pflegekräfte einen Tarifvertrag Entlastung. Dieser soll bessere Arbeitsbedingungen und eine Patientenversorgung mit genau definierten Personalbemessungen garantieren. Weiterhin einen Ausgleich, wenn eben nicht ausreichend Personal vorhanden ist.