• Aktuelle Meldungen

    Filtern nach:
    Wissenschaft und Lehre dürfen nicht ­abgekoppelt werden
    07. Mär.
    Von Prof. Dr. med. Michael Koldehoff,
    Dr. med. Dagmar Hertel und
    Dr. med. Thorsten Hornung
    Patienten mit komplexen Erkrankungen erhalten an unseren Unikliniken die denkbar intensivste und fortschrittlichste medizinische Behandlung. Medizinische Forschung, Wissenschaft und Lehre hat in NRW ein sehr gutes Renommee. Kein Bundesland hat so viele Unikliniken wie wir. Alleine an den Universitätskliniken Aachen, Bonn, Essen, Düsseldorf und Köln arbeiten über 5.000 Ärztinnen und Ärzte. Damit ist gut jeder fünfte angestellte oder beamtete Arzt im Bereich unserer Ärztekammer in der Hochleistungsmedizin beschäftigt. Die Politik verkennt die Bedeutung der Unikliniken
    Nur Schließungen und Konzentrationen werden gefördert / Landesregierung und Krankenkassen vereinbaren Umsetzung des Strukturfonds
    06. Mär.
    Düsseldorf. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen hat die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Krankenkassen scharf dafür kritisiert, dass sie die vom Bund bereitgestellten 210 Millionen Euro für die Digitalisierung in den 340 Kliniken in NRW nicht nutzt. Beide haben dagegen kürzlich vereinbart, in den Jahren 2019 und 2020 nur die Schließung und Konzentration von Klinikstandorten mit den Strukturmitteln zu fördern. „Vor dem Hintergrund des bekannten Investitionsstaus in den Kliniken und Herausforderungen bei Pflege und Digitalisierung sind wir schockiert über diese Entscheidung", kritisiert Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Regierung und Kassen seien der Abbau der Krankenhausversorgung anscheinend wichtiger als die Investitionen in die Zukunft der Patientenversorgung in NRW.
    Rudolf Henke: Arbeitslast der Klinikärzte muss sinken / Tarifsicherung unverzichtbar
    04. Mär.
    Aachen (mhe). Immer mehr Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern entscheiden sich ganz bewusst für eine Teilzeittätigkeit. „Mittlerweile haben bereits 27 Prozent der Ärzteschaft in Kliniken Teilzeitverträge. Diese private Arbeitszeitreform ist eine Entwicklung, die eigentlich jeden Arbeitgeber ausgesprochen nachdenklich stimmen sollte“, erklärte der nordrheinische Kammerpräsident Rudolf Henke bei der jüngsten MB-Bezirksversammlung in Aachen. „Offensichtlich kann ein wachsender Teil der angestellten Ärztinnen und Ärzte eine Vollzeittätigkeit nicht mehr ertragen. Das muss die Arbeitgeber wirklich alarmieren!“, sagte Rudolf Henke weiter. „Es ist unverzichtbar, die Arbeitslast zu senken.“
    Dr. med. Hans-Albert Gehle: Ansiedlung des Portalpraxen-Systems muss sich am örtlichen Bedarf orientieren
    27. Feb.
    Mitte des Jahres 2017 haben wir Eckpunkte für eine Strukturreform der medizinischen Notfallversorgung hin zu einer Integrativen Notfallversorgung vorgelegt. Die nicht akzeptable Überlastung des Personals in den stationären Notfallambulanzen war denn auch das Hauptthema unserer kurz danach erfolgten Hauptversammlung in Köln. Dort haben wir gefordert, dass jeder Patient Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Notfallbehandlung hat und diese zu jeder Zeit und an jedem Ort gesichert sein muss. Medizinische Anliegen der Patienten müssen über 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche an einer festen Anlaufstelle entsprechend dem individuellen Krankheitsbild identifiziert und zeitgerecht einer adäquaten medizinischen Versorgungsstruktur zugeordnet werden. Ebenso klar ist für uns, jede neue Struktur muss das überlastete medizinische Personal in den Notaufnahmen entlasten.
    Marburger Bund sorgt für ein hochwertiges Lernangebot zu vernünftigen Gebühren
    26. Feb.
    Von Prof. Dr. med. Reinhard Griebenow
    Köln/Düsseldorf. Unsere Fortbildung ist eine lebenslange Pflicht. Wir wissen, Ärztinnen und Ärzte arbeiten aus Leidenschaft und setzen deshalb vorbildliche Maßstäbe. Gewissenhaft bilden wir uns beruflich fort. Nach Erhebungen der Nordrheinischen Akademie finden 45 Prozent aller Präsenzveranstaltungen in der Freizeit statt oder für sie wird Freizeitausgleich, Bildungs- und Erholungsurlaub investiert. Etwa 20 Prozent davon beginnen um 18 Uhr oder später und 25 Prozent sind ganz- oder mehrtägige Veranstaltungen.
    ÄKWL informiert über ärztliche Maßnahmen bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
    26. Feb.
    Münster. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat eine aktualisierte Neufassung des Informationsblattes „Missbrauch und Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen erkennen und ärztlich handeln“ herausgegeben. Der Flyer gibt Hinweise zu rechtlichen Fragen und beschreibt Vorgehensweisen beim Verdacht auf Kindesmissbrauch. Zudem werden Adressen von ärztlichen Beratungsstellen in Westfalen-Lippe aufgelistet. „Die Ärzteschaft, insbesondere die Kinder- und Jugendärzte sowie die Hausärzte, nimmt eine zentrale Rolle für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein“, erklärt Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst.
    RA Andreas Höffken: Info-Blatt abrufbar / Ende März soll Sanierungsplan vorliegen
    22. Feb.
    Köln. Der Westerwälder Krankenhaus-Betreiber Katharina-Kasper-ViaSalus hat Ende Januar Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht in Montabaur stimmte dem Insolvenzantrag am 29. Januar zu. Die Gläubiger haben ihre Zustimmung offenbar schon davor signalisiert. Das Amtsgerichts Montabaur entschied, dass die Gesellschaft sich während des Insolvenzverfahrens selbst verwaltet. ViaSalus will sich während des Insolvenzverfahrens neu strukturieren. Ende März soll ein Sanierungsplan vorliegen. Die Löhne und Gehälter der 3.200 Arbeitnehmer seien bis Ende März durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. ViaSalus betreibt insgesamt fünf Krankenhäuser und 13 Seniorenzentren in Rheinland-Pfalz, NRW und Hessen. Vier Klinik Standorte in Wesseling, Dernbach, Zell an der Mosel und das St. Martinus Düsseldorf liegen in unserem Landesverband.
    Pressemitteilung
    Dr. Hans-Albert Gehle begrüßt heutiges Grundsatzurteil des BAG / Urteil mit hoher Symbolkraft
    20. Feb.
    Köln. Der Marburger Bund Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz begrüßt das heutige Urteil des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) zur Kündigung eines Düsseldorfer Chefarztes einer katholischen Klinik, der standesamtlich in 2. Ehe wiederverheiratet ist. Dies sieht die katholische Kirche als schwerwiegenden Loyalitätsverstoß, der eine Kündigung rechtfertigt. Dieser Ansicht widersprachen heute die höchsten deutschen Arbeitsrichter.
    Dr. med. Hans-Albert Gehle und Michael Krakau: Landarztquote löst nicht das Gesamtproblem
    20. Feb.
    Düsseldorf/Köln (mhe). Der Ärztemangel hierzulande ist nicht über Nacht entstanden. „Seit vielen Jahren warnen wir die Politiker in Bund und Länder vor dem seit Jahren bestehenden Ärztemangel und den daraus resultierenden Folgen für die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung. Das Problem wird sich angesichts der Altersstruktur der Ärzteschaft noch weiter verschärfen“, prognostizieren Dr. med. Hans-Albert Gehle und Michael Krakau, die beiden Vorsitzenden des Marburger Bundes NRW/RLP. „Ärztemangel ist gewiss auch nicht ein ´Fehler des Systems`, wie manche Politiker heute gerne behaupten, sondern in erster Linie das Ergebnis des unverantwortlichen Abbaus von Studienplätzen für Humanmedizin vor Jahren. Wir fordern deshalb seit langem die Aufstockung um mindestens zehn Prozent.“
    Kabinett verabschiedet Rechtsverordnung zum Landarztgesetz Nordrhein-Westfalen
    19. Feb.
    Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Details für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren der sogenannte Landarztquote veröffentlicht. Das Kabinett verabschiedete die entsprechende Rechtsverordnung zum Landarztgesetz NRW (LAG NRW). Bewerbungen sind ab dem 31. März bis zum 30. April 2019 möglich. Damit können zum Wintersemester 2019/2020 die ersten Studierenden per Landarztquote ihr Studium der Humanmedizin beginnen. Das LAG NRW war bereits im Dezember 2018 vom Landtag verabschiedet worden. NRW nimmt bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Heftige Kritik kam von der Opposition im Landtag.