Aktuelle Meldungen

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09. Jul 2026
Vor allem Ärztinnen und Ärzte wissen aus eigener Erfahrung, welche Auswirkungen die Hitzewelle vom 18. bis 29. Juni 2026 auf die medizinische Versorgung hatte. Zahlreiche Rückmeldungen aus Kliniken und Praxen zeigen, dass die extremen Temperaturen die Arbeitsbedingungen und die Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erheblich belastet haben. Mit unserer Umfrage möchten wir diese Erfahrungen systematisch erfassen. Ihre Einschätzungen helfen uns, die Folgen von Extremhitze für ärztliche Arbeitsbedingungen, Patientensicherheit und Versorgungskapazitäten fundiert zu dokumentieren und gegenüber Arbeitgebern, Politik, Kostenträgern und der Öffentlichkeit zu vertreten.
09. Jul 2026
Vor der Entscheidung des Bundestages und des Bundesrates über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz fordert die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) die Landesregierung auf, sich im Bundesrat schützend vor die Daseinsvorsorge durch die Krankenhäuser zu stellen. Denn die Sparpläne der Bundesregierung koppeln die Krankenhäuser von der Kosten- und Tarifentwicklung ab und beschädigen damit nachhaltig ihre wirtschaftliche Basis. „Wer die Krankenkassen stabilisieren will, darf die Gesundheitsversorgung nicht destabilisieren“, warnt KGNW-Präsident Ingo Morell.
08. Jul 2026
Pressemitteilung
Extreme Hitze ist längst nicht mehr nur ein meteorologisches Ereignis südeuropäischer Länder, sondern auch in Deutschland eine ernstzunehmende Gefahr. Mehrere Tage mit Temperaturen von über 40 Grad haben Ende Juni gezeigt, wie stark unser Gesundheitswesen belastet wird. Die Rekordhitze traf Patientinnen und Patienten ebenso wie die Beschäftigten. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie alle weiteren Berufsgruppen mussten unter enormer körperlicher Belastung arbeiten. Hohe Temperaturen mindern Konzentration, Leistungsfähigkeit und Ausdauer.
07. Jul 2026
Unsere Krankenhäuser stehen vor einer existenziellen Krise. Bereits heute schreiben drei von vier Kliniken in Rheinland-Pfalz rote Zahlen, jede dritte Einrichtung ist akut von Insolvenz bedroht. Dennoch legt die Bundesregierung ausgerechnet jetzt ein milliardenschweres Sparpaket zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung vor. Die Folgen dieser Politik werden nicht abstrakt bleiben – sie werden direkt bei den Patientinnen und Patienten ankommen.
06. Jul 2026
Wie geht es weiter mit der Notfallreform? Wir möchten die aktuellen Entwicklungen rund um die präklinische und klinische Notfallversorgung beleuchten und diese insbesondere angesichts der anstehenden Umstrukturierung des Gesundheitswesens mit Ihnen zusammen bewerten und diskutieren. "Die Veranstaltung findet als ZOOM-Konferenz am 22. Juli um 18 Uhr statt, um möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme zu ermöglichen", wirbt Olaf Smago, Spitzenkandidat des MB im Bezirk Koblenz für die Kammerwahlen 2026. Falls Sie den nötigen Link nicht per E-Mail erhalten haben, fordern Sie einfach den Link an: info@marburger-bund.net
27. Jun 2026
"Werfen wir noch einen Blick auf die Notfallversorgung, deren Reform ebenfalls ansteht. Unsere Ärztekammer hat sich dazu bereits umfassend mit einer Stellungnahme positioniert, Ein Blick auf die Notfallversorgung zeigt, wie groß der Reformbedarf ist“, sagt Dr. Gehle in der 7. Kammerversammlung. „Der Gemeinsame Bundesausschuss hat das System der Notfallstufen neu geregelt und führt neben den bisherigen Stufen künftig auch die „Nicht-Teilnahme“ ein. Das bedeutet: Patientinnen und Patienten könnten Krankenhäuser aufsuchen, die entweder Abschläge für die Behandlung hinnehmen oder sie an Kliniken mit Integrierten Notfallzentren weiterverweisen müssen. Das erhöht den Druck auf die Versorgung und bindet zusätzlich Ärztinnen und Ärzte, die dann in ihren Praxen fehlen.
27. Jun 2026
Mit klaren Worten hat der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Hans-Albert Gehle, in der heutigen Kammerversammlung in Münster die aktuelle Gesundheitspolitik in Berlin kritisiert: „Als wir im März hier zusammengekommen sind, haben wir noch gerätselt, welche Vorschläge die „Finanzkommission Gesundheit“ für die nächste Gesundheitsreform erarbeiten würde. Wenige Tage später lagen sie auf dem Tisch. Ende Juni ist daraus ein heiß diskutierter Gesetzentwurf geworden, der kurz vor der Verabschiedung steht. Die Notwendigkeit bestreitet kaum jemand. Doch in der jetzigen Form stößt das Vorhaben auf breite Kritik, weil pauschale Kürzungen die Gesundheitsversorgung empfindlich treffen.“
27. Jun 2026
Tag für Tag sterben hierzulande mehrere Menschen, weil sie kein lebensrettendes Organ rechtzeitig transplantiert bekamen. Der Fall der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat aktuell die Organspende wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. „Die Patientin mit Lungenfibrose erhielt nach kurzer Wartezeit eine Spenderlunge – nicht wegen eines „Prinzessinnen-Bonus“, sondern weil in Norwegen deutlich mehr Spenderorgane zur Verfügung stehen als in Deutschland. Ein Grund dafür ist die dort geltende Widerspruchslösung. Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, gilt grundsätzlich als Organspender“, erklärt der westfälisch-lippische Kammerpräsident Dr.med. Hans-Albert Gehle in der Kammerversammlung.
25. Jun 2026
Mit dem Beitragsstabilisierungsgesetz verlangt die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken von Ärzten, Kliniken, Versicherten und Patienten sowie der Industrie immense Sparbeiträge. „Sich selbst nimmt der Bund aber aus der Verantwortung“, kritisiert der Präsident der Ärztekammer Nordrhein (AEKNO), Dr. med. Sven Dreyer. „Statt Bürokratie abzubauen, schafft Ministerin Warken neue Lasten durch die geplanten höheren Prüfquoten für Krankenhausabrechnungen und die Einführung eines verpflichtenden Zweitmeinungsverfahrens bei mengensensiblen Eingriffen. Das können wir nur als Ausdruck einer Misstrauenskultur gegenüber den Leistungserbringern werten“, kritisiert der nordrheinische Kammerpräsident in einer Pressemitteilung der AEKNO.
23. Jun 2026
Von Mariza Oliveira Galvão und Dr. med. Sonja Dörr MHBA
Der ärztliche Beruf steht ebenso wie unsere Gesellschaft im stetigen Wandel. Doch diese Veränderung scheint im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – gerade im Rundum-die-Uhr-Betrieb der medizinischen Versorgung – deutlich langsamer fortzuschreiten. Die Dichte der ärztlichen Arbeit hat unter dem Leitsatz der Ökonomisierung deutlich zugenommen, sodass Erholung für den Erhalt der Arbeitskraft und der eigenen Gesundheit immer mehr an Bedeutung zunimmt. Diese Einsicht nimmt sich die jüngere Generation deutlicher als ihre Vorgänger zu Herzen.